Better Cotton – besser für uns alle

Vor fast zehn Jahren kam eine kleine und leidenschaftliche Gruppe von verschiedenen IKEA Organisationen mit einer großen Idee: Baumwolle nachhaltig zu produzieren.

Baumwolle ist einer unserer wertvollsten Rohstoffe und das führende Material in der Textilherstellung. Viele IKEA Produkte wie Handtücher, Bettwäsche, Lampenschirme oder Sofabezüge entstehen jedes Jahr aus 0,7 Prozent der weltweiten Baumwollproduktion. Obwohl es eine kleine Zahl ist, ist sie immer noch groß genug, um Veränderungen in der Branche zu bewirken. Und das ist genau das, was IKEA of Schweden erreicht hat: der Industrie zu zeigen, wie es funktionieren kann. Wir haben einer großen Anzahl von Farmern geholfen, Baumwolle nachhaltiger zu produzieren und darüber eine stetig wachsende Nachfrage nach ökologisch korrekten Rohstoffen in der gesamten Lieferkette erzeugt. Seit Ende 2015 bezieht IKEA 100% seiner verwendeten Baumwolle aus nachhaltigeren Quellen.

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Den Baumwollanbau nachhaltiger machen

Ein Großteil unserer Baumwolle wird auf kleinen Baumwollfarmen in Entwicklungsländern angebaut.  Im konventionellen Anbau werden normalerweise große Mengen an Chemikalien und Wasser benötigt. Der gewaltige Wasserverbrauch und der Einsatz von Pestiziden sind nicht nur schlecht für die Umwelt. Diese Anbaumethoden erhöhen auch die Herstellungskosten und erschweren den Baumwollbauern, sich ihren Lebensunterhalt zu verdienen – von den teilweise erheblichen Gesundheitsrisiken für die Farmer, Bodenerosionen und Wasserknappheit ganz zu schweigen.

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Dass es so nicht weitergehen kann, hat Pramod Singh, Category Leader bei IKEA, schon früh erkannt. Pramod Singh ist unser Hauptverantwortlicher für Baumwolle und einer der Initiatoren der Better Cotton Initiative (BCI). Diese wurde 2010 von IKEA gemeinsam mit der Umweltschutzorganisation WWF und anderen führenden öffentlichen und privaten Organisationen ins Leben gerufen.

Erste Erfolge in Indien und Pakistan

Zunächst waren es nur rund 500 Bauern, die ihre Anbaumethoden, wenn auch einige von ihnen unter großem Protest, änderten. Aber schon im ersten Jahr waren die erzielten Ergebnisse innerhalb der veränderten Baumwollproduktion unglaublich. Somit lag es nahe, die Gruppe der betreffenden Bauern sukzessive zu erweitern. Intensive Trainings und Feldschulungen der Bauern aus Indien und Pakistan eröffneten ihnen neue Möglichkeiten, mit innovativen Anbaumethoden erfolgreich zu wachsen und Baumwolle mit deutlich weniger Chemikalien und viel weniger Wasser zu produzieren.

Ziele der Better Cotton Initiative (BCI)

Oberstes Ziel der BCI ist es, den Anbau und die Produktion von Baumwolle nachhaltiger zu gestalten. Die gemeinnützige Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, die globale Herstellung sozial und ökologisch stetig zu verbessern. Die Initiative möchte den Anbau weltweit verändern, um nachhaltiger produzierte Baumwolle zu einer gängigen Ware zu machen.

Einen Meilenstein hat IKEA schon geschafft: Wir sind das erste große Einzelhandelsunternehmen weltweit, das nur noch Baumwolle aus nachhaltigeren Quellen in seinen Produkten verwendet. Die Baumwollbauern, die für IKEA auf nachhaltigere Weise das Rohmaterial produzieren, verbrauchen weniger Wasser und Pestizide und erzielen deutlich höhere Gewinne. Dies sind nur zwei Aspekte dessen, wie wir den Menschen in der ganzen Welt helfen können, nachhaltiger zu leben.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2015/better-cotton-besser-fuer-uns-alle