Möbel meets Fashion – funktioniert das?

Um dies herauszufinden, begab sich IKEA auf eine aufregende Reise. In Zusammenarbeit mit den Modedesignern Katie Eary und Martin Bergström entstanden zwei limitierte Kollektionen, mit denen es ganz leicht ist, beim Einrichten des eigenen Zuhauses modische Akzente zu setzen. Beide Kollektionen werden 2016 erscheinen und wurden erstmals im Rahmen der Mailänder Fashionweek 2015 präsentiert.

Bildschirmfoto 2015 12 08 Um 15 46 46

Die Mode zeigt uns immer als Erste die neuesten Muster- und Farbtrends. Sie entwickelt sich rasant – nicht selten präsentieren die Modehäuser vier oder mehr Kollektionen im Jahr. Die Modeindustrie nutzt heute raffinierte Drucktechniken, mit denen sich eindrucksvolle Bilder detailgetreu auf Textilien übertragen lassen. Das hat IKEA neugierig gemacht und dazu bewegt, einmal genauer hinzuschauen, was die Einrichtungsindustrie von der Mode lernen kann.

„Wir können eine Menge von den Designern und der Modeindustrie allgemein lernen”, sagt Henrik Most, IKEA Range Specialist und Creative Leader für GILTIG, eine der ersten Kooperationen zwischen IKEA und verschiedenen Modedesignern. „Die Modebranche registriert Veränderungen in der Welt um uns herum sehr früh und kreiert daraus ihre Interpretation dessen, was wir in der nächsten Saison tragen werden. Die neuen Modetrends schwappen schnell auf andere Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft über, so natürlich auch auf den Einrichtungsmarkt.”

Ich freue mich, Lebendigkeit in das Zuhause der Menschen bringen zu dürfen. Katie Eary, Designerin
Bildschirmfoto 2015 12 08 Um 15 49 30 Bildschirmfoto 2015 12 08 Um 15 47 17

Streetstyle meets Schwedenmöbel

Wie würde nun jemand, der Streetwear für Herren entwirft, an ein Produktsortiment für Küche und Unterhaltung herangehen? IKEA wollte es herausfinden und hat gemeinsam mit der Londoner Modedesignerin Katie Eary eine Kollektion zum Thema „Dinnerparty” entwickelt. Das Ergebnis ist GILTIG, eine ausdrucksstarke und farbenfrohe Serie, die den Streetstyle auf Schirme, Einkaufstaschen, Kissen, Meterware, Geschirr und Lampenschirme bringt.

Mit ihren speziellen Produktionsprozessen und -techniken kreierte Katie einen ganz neuen Look für IKEA. Digitaldruck ist verglichen mit herkömmlichen Druckverfahren sehr komplex, erklärt Henrik, weil die Produktion auf jedes Detail achten muss, damit jede Farbnuance perfekt getroffen wird und jedes Pixel an der richtigen Stelle sitzt. „Ich bin Designerin für Herrenmode, aber ich liebe auch Möbel und hatte sofort den Gedanken: ‚Ja, hier könnte etwas Tolles entstehen’”, berichtet Katie von ihrem ersten Kontakt zu den Schweden. „Ich freue mich, Lebendigkeit in das Zuhause der Menschen bringen zu dürfen.”

Für Katie ist ein schönes Zuhause ein Ort, „an dem du dich einfach nur wohlfühlst, sobald du ihn betrittst. Es geht gar nicht darum, besonders ausgefallene Dinge zu haben, sondern darum, eine Einrichtung zu haben, die zu deiner Persönlichkeit passt.“

Die Arbeiten von Martin Bergström sind avantgardistisch, anspruchsvoll und in verschiedenen Bereichen wie Tanz, Kunst und Mode zu Hause. Karin Gustavsson, Creative Leader von IKEA of Sweden
Bildschirmfoto 2015 12 08 Um 15 56 36 Bildschirmfoto 2015 12 08 Um 15 55 36

Das moderne Indien schwedisch interpretiert

Martin Bergström erhielt den Auftrag, ein Produktsortiment aus Bettwäsche, Papierprodukten, Teppichen, Schüsseln, Glaswaren und Metallobjekten in Schwarz, Weiß und Graunuancen zu kreieren. Das Ziel war eine moderne Interpretation Indiens und seiner Traditionen.

„Wir wollten mit einem schwedischen Textildesigner zusammenarbeiten und so kamen wir auf Martin”, sagt Karin Gustavsson, Creative Leader von IKEA of Sweden. „Seine Arbeit ist avantgardistisch, anspruchsvoll und in verschiedenen Bereichen wie Tanz, Kunst und Mode zu Hause. Er schafft immer wieder etwas Unerwartetes und Innovatives.” Damit sich Martin ein Bild vom zeitgemäßen Indien machen konnte, luden wir Studenten des National Institute of Fashion Technology in Neu-Delhi zu einem Workshop in Hauz Khas ein. Mehrere Tage lang suchten die Studenten in dem angesagten Viertel von Neu-Delhi nach interessanten Mustern in ganz einfachen Dingen, auf alten Mauern oder in herunterhängenden Kabeln. Mit verschiedenen Techniken, ob mit Tintenklecksen, Garn oder in Papier eingebrannten Löchern, fertigten sie abstrakte Bilder und Zeichnungen von den Beispielmustern an. Dieses moderne Indien hat Martin Bergström in die neue SVÄRTAN Serie von IKEA eingebracht (SVÄRTAN ist das schwedische Wort für „Schwärze”).

Mit dieser Art von Kooperationen beschreitet IKEA bewusst neue Wege, von denen es in Zukunft deutlich mehr geben wird. „Das verbindende Element der IKEA Fashion-Kooperationen ist, dass sie dein Zuhause individueller und persönlicher machen”, erläutert Marcus Engman, Design Manager bei IKEA of Sweden, die Zusammenarbeit. „Jede Serie hat ihren ganz eigenen Charakter und das zu einem erschwinglichen Preis.“ Mehr dazu auch auf Instagram unter #IKEAfashion

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2015/moebel-meets-fashion-funktioniert-das