Umwelt-Vorzeigehaus für Kaarst

Ökologie, Ökonomie und Soziales: Auf diesen drei Säulen basiert das weltweit erste Umwelt-Vorzeigehaus von IKEA und wird das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten für den Konzern widerspiegeln. Neben dem Einsatz von umweltschonenden Techniken setzen wir auf ein außergewöhnliches Architektur-Konzept, regionale Dienstleister und lokale Kooperationen.

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Wir haben das Ziel, verantwortungsvoll mit der Erde, ihren Rohstoffen und den Menschen, die auf ihr leben, umzugehen. Bis 2020 wollen wir energieunabhängig werden, was für uns bedeutet, so viel erneuerbare Energie zu erzeugen, wie wir in allen Einrichtungshäusern zusammen verbrauchen. Schon jetzt versorgen wir unsere Häuser zu über 70% mit regenerativen Energien und haben weltweit mehr als 700.000 Solarzellen auf IKEA Gebäuden installiert. Das ist erst der Anfang und mit einem weltweit einmaligen Projekt wollen wir den nächsten großen Schritt in eine nachhaltige Zukunft machen. Unter dem Projekttitel „More Sustainable Store“ hat IKEA den Standort Kaarst für sein Pilothaus gewählt.

IKEA Kaarst war eines der ersten schwedischen Möbelhäuser in Deutschland überhaupt: 1979 wurde es an der Düsselstraße gebaut. Im Sommer 2017 zieht dann das mittlerweile kleinste IKEA Einrichtungshaus (9300 Quadratmeter Verkaufsfläche) des Landes um – in das nachhaltigste Haus, das die Welt je gesehen hat.

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Der Mensch im Fokus

Im Mittelpunkt des neuen Konzeptes steht von Anfang an der Mensch und damit sowohl die Bedürfnisse der Kunden als auch die der Mitarbeiter. Schon in der Planungsphase wurden wichtige lokale Stakeholder hinzugezogen. In Umfragen konnten beispielsweise die Kaarster Bürger und die IKEA Mitarbeiter des bestehenden Einrichtungshauses ihre Wünsche und Ideen einbringen, in Workshops wurden die Stadtverwaltung und der NABU eingebunden. Mit dem Naturschutzbund wurde beispielsweise ein neues Outdoorkonzept mit Grillplatz sowie verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten für Kunden und Mitarbeiter entwickelt. Darüber hinaus wird die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln verbessert. Die Filiale in Kaarst wird etwa an das internationale Radwegenetz angebunden und das Thema E-Mobilität spielt eine zentrale Rolle: Es wird Schnelllade-Stationen für Elektroautos und E-Bikes geben, sodass unsere Kunden ihre E-Fahrzeuge während des Einkaufs aufladen können.

Der „More Sustainable Store“ soll aber auch eine Art Treffpunkt für die Kunden werden. Gute Nachbarschaft und die Übernahme von Verantwortung für die Gemeinschaft gehören da zum Gesamtpaket. Aus diesem Grund wird das Café Buxbaum erhalten und als Treffpunkt für die Menschen in Kaarst weiter ausgebaut. Hier finden künftig das Repair-Café der Senioren-Initiative Kaarst, das Künstleratelier des Café Einblick und die Musikschule Mark Koll mit einem professionellen Proberaum für junge Bands aus der Region eine neue Heimat.

Unser Umwelt-Vorzeigehaus soll eine Art Treffpunkt für unsere Kunden werden, an dem sie ein inspirierendes Einkaufserlebnis haben und auch erfahren können, wie man ein nachhaltigeres Leben zu Hause führt. Johannes Ferber, Expansionschef IKEA Deutschland

Raum für innovative Konzepte

Gleichzeitig dient das Umwelt-Vorzeigehaus als ein einzigartiges Pilotprojekt, das das Thema Nachhaltigkeit ganzheitlich betrachtet und in allen Bereichen optimiert. Wie in einer Art Baukastenprinzip können anschließend die hier gesammelten Erfahrungen später als einzelne Elemente auf neue IKEA Einrichtungshäuser weltweit übertragen werden. Allein das geplante Blockheizkraftwerk zum Heizen und Kühlen soll künftig jährlich über 500 Tonnen Kohlendioxid einsparen.

Am 19. Februar 2016 erfolgte die Baugenehmigung, so dass mit dem Baustart für den „More Sustainable Store“ im Frühjahr begonnen werden kann. Die Eröffnung ist dann für den Sommer 2017 vorgesehen.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/gemeinsam-fuer-eine-nachhaltige-zukunft