KÖTTBULLAR werden zum Fernsehstar: Galileo-Team schaut in die Pfanne

Wer kennt sie nicht, die schwedischen Fleischbällchen Köttbullar, auch liebevoll Köttis genannt? Am liebsten kombiniert mit Rahmsoße, Preiselbeermarmelade und Pommes, oder eben je nach Geschmack traditionell mit Salzkartoffeln oder Püree, stehen sie nicht nur bei Schweden-Fans hoch im Kurs. In den IKEA Restaurants weltweit sind sie das gefragteste Gericht. In meinem Bekanntenkreis gibt es sogar den ein oder anderen, der extra zum Kötti-Essen zu IKEA kommt. Über eine Milliarde Fleischbällchen verkauft IKEA jährlich weltweit. Im Schwedenshop gibt es sie auch zum Mitnehmen, denn so lassen sich die Köttis, auch ganz ohne Montageanleitung, in der heimischen Küche zubereiten. Das Rezept für die schwedischen IKEA Fleischbällchen wurde im Jahr 1985 entwickelt. Serviert wurden sie zum ersten Mal in der Schweiz und nicht in Schweden, wie man vielleicht erwartet hätte. Seit dem letzten Jahr gibt es auch eine vegetarische und eine Geflügel-Variante.

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Gründe genug für das Galileo Fernsehteam von Pro.7, diesen IKEA Klassiker gemeinsam mit mir in seiner Produktionsstätte zu besuchen. Eine Premiere, denn bisher hat noch kein Fernsehteam die Produktion gefilmt. Hergestellt werden die Köttbullar vom Unternehmen Dafgård in dem kleinen schwedischen Örtchen Källby. Gunnar Dafgård AB ist ein Familienunternehmen, das bereits seit 1937 Lebensmittel produziert und seit Generationen ausschließlich von Familienmitgliedern geführt wird. Dafgård AB produziert die Köttis für IKEA von Beginn an – ganz in Sinne des IKEA Anspruchs, langfristige Beziehungen zu unseren Lieferanten aufzubauen.

In den frühen Morgenstunden des 7. Juni trafen sich das Galileo- und das IKEA Team, darunter Michael La Cour (internationaler Manager bei IKEA Food Services) bei Dafgård im tiefsten Schweden. Nach einer kurzen Begrüßungsrunde und einem schwedischen Frühstück erläuterte Magnus Dafgård uns zunächst die Entstehungsgeschichte des Unternehmens. Bevor wir letztendlich in die Produktion durften mussten noch ein paar Vorbereitungen getroffen werden, denn bei Lebensmittelproduktionen gelten sehr strenge hygienische Vorschriften.

Unsere erste Station war das Auspacken und Prüfen der tiefgefrorenen Fleischblöcke, die zuvor per LKW angeliefert und dort bereits nach dem Entladen einer ersten Qualitätskontrolle unterzogen wurden. Nach dem Zerkleinern der Fleischblöcke zu Hackfleisch, wird dieses in großen Behältern mit Gewürzen vermengt. Natürlich ist und bleibt das Rezept ein Geheimnis - auch für das Galileo Team. In der nächsten Produktionshalle ließen sich die beliebten Fleischbällchen dann schon erahnen. Kleine Fleischförmchen laufen über das Fließband direkt zum Backen und Frittieren. Am Ende purzeln dann tausende Köttbullar, wie wir sie kennen, aus dem Ofen. Hier werden von Mitarbeitern erneut Proben genommen – natürlich haben auch wir die Qualitätskontrolle an dieser Stelle sorgfältig unterstützt und die noch warmen Köttis mehrfach auf die geschmackliche Qualität hin überprüft.  

Damit ist die Reise der schwedischen Fleischbällchen allerdings noch nicht zu Ende. Nun werden sie gefroren und verpackt, bis sie in einem überdimensionalen „Kühlschrank“, wie Magnus Dafgård das Gebäude nennt,  zwischengelagert und im Anschluss per LKW in die IKEA Restaurants geliefert werden. Der gesamte Produktionsprozess, vom gefrorenen Fleisch bis zur fertigen Verpackung, dauert gerade mal drei Stunden.

Am Nachmittag waren die Dreharbeiten in der Produktion abgeschlossen. Den gesamten Tag über standen Michael La Cour und Magnus Dafgård dem Fernsehteam Rede und Antwort. Begeistert von der „entspannten und freundlichen Art der Schweden“ verabschiedeten sich alle, um die Rückreise nach Deutschland bzw. nach Südschweden anzutreten. Für mich persönlich war es besonders beeindruckend, einmal zu sehen, dass der Hauptlieferant der IKEA Köttbullar, der immerhin fast den gesamten europäischen Markt beliefert, solch schwedisch–traditionelle Wurzeln hat. 

Der Beitrag wird morgen, am 05. Juli, um 19:26 Uhr, auf Pro 7 ausgestrahlt.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/koettbullar-werden-zum-fernsehstar-galileo-team-schaut-in-die-pfanne