LIFE AT HOME REPORT 2016: Was macht ein „Zuhause“ aus?

„Home is where the Heart is“ – Zuhause ist dort, wo das Herz ist, wo man geliebte Menschen trifft, sich heimisch fühlt. Doch was macht eigentlich ein Zuhause aus? Muss es ein fester Ort sein, ist es ein Gefühl, sind es unsere Besitztümer oder Menschen und Erinnerungen? 

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Dieser spannenden Frage geht der diesjährige LIFE AT HOME REPORT nach. Bereits zum dritten Mal veröffentlicht IKEA diese umfangreiche Untersuchung, die in zwölf Städten auf der ganzen Welt durchgeführt wurde. Dafür hat IKEA 12.000 Menschen zu ihrem Leben und ihrem Zuhause befragt, in Deutschland in der Hauptstadt Berlin.

Doch wie an eine solch komplexe Frage wie „Was macht ein Zuhause aus?“ herangehen? Dafür untersucht der Report vier verschiedene Dimensionen: Raum, Beziehungen, Dinge und Ort. Dadurch will IKEA herausfinden, wie die Menschen leben und verstehen, wie sie in Zukunft leben wollen.

Schöne, skurrile und spannende Erkenntnisse

ORT.

Fragt man Menschen, was sie mit ihrem Zuhause verbinden, ist es selten ein bestimmter Ort. Im Gegenteil, nur 7 Prozent der Befragten verbinden Zuhause mit einem spezifischen Ort. So ist auch die Nachbarschaft für viele Menschen Teil ihres Zuhauses. Und das ist ein wichtiger Aspekt, denn die Urbanisierung bringt viele Menschen auf engem Raum zusammen. 42 Prozent fühlen sich sogar außerhalb der Wohnung mehr zu Hause als in den eigenen vier Wänden – sei es im Fitnessstudio oder im Café́ um die Ecke. Hinzu kommt, dass Menschen viel Zeit an ihrem Arbeitsplatz oder in der Schule verbringen. 11 Prozent der Millennials (also Menschen zwischen 18 und 29 Jahren) fühlen sich an diesen Orten sogar eher zu Hause als in ihrer eigenen Wohnung. Und welche Gefühle verbinden Menschen mit ihrem Zuhause? Vor allem die Begriffe Sicherheit, Vertrautheit, Entspannung und Freiheit werden stark mit dem eigenen Zuhause assoziiert. 

RAUM.

Oft ist Zuhause aber auch ein Geruch, eine Berührung oder ein Geschmack, denn: 40 Prozent der Befragten geben an, dass ihr Zuhause nach etwas Bestimmten riecht. 63 Prozent kochen, um sich heimisch zu fühlen. Kein Wunder: Zuhause „schmeckt“ am ehesten nach dem Essen, das man als King besonders gemocht hat. Menschliche Sinne im Allgemeinen sind eng damit verbunden, ob und wo wir uns zu Hause fühlen. Ein kräftiger Händedruck oder eine herzliche Umarmung – Berührungen sind wichtig. Doch nicht nur von Menschen: Stoffe, Oberflächen und andere Materialien können Emotionen auslösen. Die Kuscheldecke auf dem Sofa weckt vielleicht ein Gefühl der Geborgenheit. Und auch Musik hilft, sich zu Hause zu fühlen. Gerade die jüngere Generation der Millennials hört für ein Gefühl des „Zu-Hause-Seins“ Musik.  

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Gute Gründe für mehr Dinge – sie machen uns glücklich und das Zuhause schöner

DINGE.

Trotzdem sind auch materielle Dinge relevant, wobei ihr emotionaler Aspekt wichtiger ist als ihre praktische Funktion. So behalten 53 Prozent der Befragten Dinge, weil sie mit einer Erinnerung verknüpft sind. Gleichzeitig helfen sie uns dabei, menschliche Bedürfnisse zu erfüllen, unsere Persönlichkeit auszudrücken und zu tun, was wir lieben. Doch die Dinge, die wir in unser Zuhause lassen, wählen wir mit bedacht: Viele möchten lieber wenige statt viele Dinge zu Hause haben, Ordnung ist vor allem der jüngeren Generation (18-29 Jahre) wichtig. 37 Prozent geben an, á la DIY-Trend Dinge gerne selbst herzustellen, zu verändern und zu reparieren. Und doch kaufen mehr als 20 Prozent der Befragten jede Woche (!) etwas Neues für ihr Zuhause. Das Schöne daran: So sieht kein Zuhause gleich aus – je nach Lust und Laune verändern Menschen ihr Zuhause.

BEZIEHUNGEN.

Und nicht zuletzt spielen Beziehungen zu anderen Menschen eine entscheidende Rolle für das Gefühl, zu Hause zu sein. 48 Prozent führen dort die wichtigsten Beziehungen, hier liebt und streitet man. Doch verändern sich mit dem Wandel der Zeit auch Gegebenheiten und Familienstrukturen. Digitale Technologie und Social Media ermöglichen neue Kommunikationswege. Neue Fragen entstehen: „Ist WLAN das neue Wohnzimmer?“ Für 23 Prozent der Menschen ist WLAN-Empfang schon heute wichtiger als Gemeinschaftsräume zu Hause – ist zu Hause also dort, wo sich der Laptop automatisch einwählt? Es würden 25 Prozent der Befragten lieber eine Stunde allein verbringen als in Gesellschaft – wenn sie denn die Zeit dazu hätten. Generell ist Privatsphäre eine der Prioritäten der Befragten, wenn es um ihr Zuhause geht.

Es sind die verschiedensten Aspekte, Erfahrungen und Bedürfnisse, die für jeden einzelnen das Gefühl ausmachen, zu Hause zu sein. Mit diesen Erkenntnisse will IKEA auch weiterhin forschen und arbeiten, um auch in Zukunft ein besseres Leben zu Hause für viele Menschen zu ermöglichen. Ich bin jetzt schon gespannt auf den nächsten Report!

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/life-at-home-report-2016-was-macht-ein-zuhause-aus