Stärkung von Frauen in Indien durch Sozialunternehmen

Wenn Frauen selbständig und gebildet sind, profitieren nicht nur sie davon, sondern auch ihre Familie und ihr ganzes Umfeld. Aus diesem Grund fördert IKEA mithilfe von lokalen Sozialunternehmen Kunsthandwerkerinnen in Indien. Den Frauen wird auf diese Weise nicht nur ermöglicht, eigenständiger zu werden und so den Armutskreislauf zu durchbrechen, sondern zugleich der Zugang zum Weltmarkt geöffnet.

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Seit 2012 baut IKEA Partnerschaften mit lokalen Sozialunternehmen in der ganzen Welt auf. In Indien sind das Kleinerzeuger von handgearbeiteten Produkten in der Tradition indischer Handwerkskunst. Die Sozialunternehmen Rangsutra und Industree PT beschäftigen Arbeiterinnen im Kunsthandwerk zu Konditionen, die ihre Armut verringern und die Frauen stärken, indem sie finanziell unabhängiger werden. Denn viele Frauen in Uttar Pradesh, Rajasthan und Karnataka, wo die beiden Sozialunternehmen tätig sind, arbeiten auch heute noch unter gefährlichen Bedingungen und ohne den Schutz des Arbeitsrechts. Auch der Zugang zu Schulbildung, einem soliden Gesundheitswesen oder einfach nur sauberem Trinkwasser sind für viele Frauen im ländlichen Indien keine Selbstverständlichkeit. Durch die Partnerschaft mit den beiden Unternehmen versucht IKEA dazu beizutragen, den Handwerkerinnen ein besseres Leben zu ermöglichen und sie in ihrer wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Entwicklung zu unterstützen.

Die geförderten Sozialunternehmen werden ausschließlich von Frauen geleitet und gemanaged. Viele von den über 1.000 Kunsthandwerkerinnen sind durch Selbsthilfegruppen entweder Aktionäre oder Miteigentümer der Unternehmen. „Es gibt keinen besseren Weg aus der Armut, als Menschen die Chance auf einen vernünftigen Arbeitsplatz zu geben. IKEA sieht es als Privileg an, mit Sozialunternehmen zu arbeiten, die dabei helfen, die Gesellschaft ein wenig fairer zu gestalten”, berichtet Steve Howard, Chief Sustainability Officer bei IKEA.

Soziale Unternehmer wollen das tägliche Leben in ihren Gemeinden verbessern

Das Sozialunternehmen Rangsutra vereint für die Produktion für IKEA über 600 Kunsthandwerkerinnen. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen rund 3.500 Frauen. Durch die Arbeit mit traditionellen handwerklichen Techniken bietet Rangsutra nicht nur Arbeitsplätze, sondern hilft dabei einen wichtigen Bestandteil des indischen Kulturerbes zu erhalten. „Rangsutra ist vor allem der Versuch, eine nachhaltige Lebensgrundlage für ländliche Handwerkerinnen zu schaffen. Aufgebaut auf den traditionellen Fähigkeiten, die sie bereits besitzen. Mit einer regelmäßigen Arbeit und eigenem Einkommen bekommen die Frauen auch ein Mitspracherecht in ihren Familien. Und auch für ihre Gesundheitsfürsorge bleibt mehr Geld“, erklärt Sumita Ghose, Gründerin und Geschäftsführerin von Rangsutra.

Gemeinsam mit den Sozialunternehmen gestaltet IKEA Kollektionen in limitierter Auflage, die in ausgewählten Einrichtungshäusern erhältlich sind bzw. sein werden. Der Gewinn aus dem Verkauf der Serien fließt vollständig in die langfristigen Partnerschaften zwischen IKEA und sozialen Unternehmen auf der ganzen Welt. Aktuell arbeitet IKEA mit Partnern in Indien, Thailand, Schweden, Dänemark, Indonesien und den USA zusammen.

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