Streetfood-Serie Teil VIII: Darf ich mal probieren? Back to the Roots – indisches Curry

Adel&Link

Zum Abschluss unserer Streetfood-Serie wenden wir uns dem Ursprung des Streetfoods zu: Asien. Hier findet das Leben auf der Straße statt und so auch das Kochen und Essen. In Indien kann man überall typisches Streetfood wie Tandooris, Pavs, Naan und natürlich Currys an kleinen Ständen probieren. Doch kann man die indische Küche auch in die Straßen Deutschlands holen?

Streetfood überzeugt nicht nur Feinschmecker – auch wir sind von der frischen, kreativen und authentischen Esskultur begeistert. Aus diesem Grund starten wir eine mehrteilige Serie zu diesem Thema und informieren euch regelmäßig mit unterschiedlichen Eindrücken rund um die hippe Fast-Food-Kultur.

Die älteren Beiträge aus dieser Serie findet ihr jeweils unter dem aktuellen Post. Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht sogar ausprobieren...

Heute: Teil 8 – Darf ich mal probieren? Back to the Roots – indisches Curry

Streetfood Indisch Stand Der Stand des eatDOORI auf dem Streetfood-Festival Nice&Easy (Bildnachweis: Adele&Link) Streetfood Indsch Philipp Philipp, einer der Gründer des eatDOORI (Bildnachweis: Adel&Link)

Authentisch, frisch – und trotzdem anders

Auf dem Streetfood-Festival „Nice&Easy“ am Opernplatz in Frankfurt am Main treffe ich Philipp von eatDOORI. Gemeinsam mit zwei Freunden, die er während des Studiums kennenlernte, eröffnete er im September 2015 das indische Streetfood-Restaurant im angesagten Bahnhofsviertel in Frankfurt. Inspirieren ließen sich die drei direkt auf den Straßen Indiens. Nun sind sie mit einem zusätzlichen Stand auf dem Nice&Easy dabei.

Auf einer der Bänke direkt neben ihrem hellblau gestrichenen Stand erzählt mir Philipp, dass er durch die Familie seines Partners Kanwalpreet mit der indischen Küche in Kontakt kam. Er und der dritte im Bunde, Maximilian, waren oft bei der Familie indischer Herkunft zu Gast. Dabei reifte in ihnen die Idee, ein eigenes indisches Restaurant zu eröffnen – ein bisschen anders, moderner, aber authentisch.

Von den Straßen Indiens direkt an den Main

Gemeinsam reisten die drei Freunde durch Indien und waren begeistert, denn alles was sie an den Ständen auf der Straße probierten war lecker und frisch. Diese Reise bestärkte sie in ihrem Wunsch, indisches Streetfood in Deutschland anzubieten. Erste Streetfood-Erfahrung sammelten sie vorab mit Ständen auf verschiedenen Events wie dem Museumsuferfest in Frankfurt, wo sie z.B. „Naanwiches“ (Naan-Brot, wie ein Sandwich belegt) anboten.

Bis Ende September kann man nun leckere Currys und Mango Lassi am Opernplatz probieren – bis dahin läuft das Nice&Easy in Frankfurts Innenstadt, bei schönem Wetter täglich ab 12 Uhr. Von Beginn an fanden sie das Konzept von Initiator Julian Smith ansprechend und sagten sofort zu. „Das ist Streetfood, das wollen wir, das können wir, die Location am Opernplatz ist super und es macht viel Spaß“, erklärt Philipp. So stehen nun sechs hübsch hergerichtete Streetfood-Stände und ihre Leckerei bereit, um von Besuchern entdeckt zu werden. Wir probieren zwei Currys – Butter Chicken und Channa Masala, letzteres besteht aus Kichererbsen (vegan!) und beides schmeckt mit viel Gemüse und Reis köstlich und sehr frisch. Dazu gibt es einen Mango Lassi – für die Schärfeempfindlichen unter uns zur Neutralisierung, für alle anderen, weil es lecker und fruchtig ist.

Die Erfahrungen, die die drei Männer in Indien machten, spiegeln sich nicht nur im authentischen Essen wider, sondern auch im Interieur des eigenen Restaurants. Auch hier kommt der Streetfood-Gedanke durch: „Wir wollten eine Art indische Straße darstellen, mit verschiedenen Bereichen, die Lautstärke der Leute, die nah einander stehenden Tische –

damit es wuselig zugeht wie auf den Straßen Indiens. Wir wollten auch unbedingt eine offene Küche, denn Streetfood lebt davon, dass die Gäste den Köchen zuschauen können.“ Um die Authentizität zu unterstreichen, rekrutierten sie die Köche des eatDOORI direkt aus Indien.

Die wichtigste Zutat: Gewürze, Gewürze, Gewürze

Die Menschen reisen, kommen rum und probieren gerne neue Speisen. Auch in Asien, und so glaubt Philipp, dass sie diese neu gefundene Vielfalt auch zu Hause suchen. Die Frische des Streetfoods und die oft auch gesunden Zutaten sind seiner Meinung nach ebenfalls Aspekte, die den Trend weiter befeuern. „Da passt einfach alles zusammen!“ Das Besondere am indischen Streetfood sind natürlich die Gewürze. Nicht ganz einfach, aber mit ein bisschen Übung auch für Hobbyköche umsetzbar, wie Philipp aus eigenem Ausprobieren weiß.    

Und: Das Konzept des indischen Streetfoods in Frankfurt ist erfolgreich – demnächst eröffnen sie einen zweiten Laden im Frankfurter Nordend. 

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Teil 7: Darf ich mal probieren? Die außergewöhnliche Waffel (22. Juni 2016)

Streetfood-Trucks und -Märkte sind Trend – mit immer neuen Ideen und Kreationen übertreffen sich die Hobby- und Profiköche gerne selbst. Dabei etwas Neues zu kreieren wird schwieriger – und gelingt doch. Ein Beispiel hierfür ist GOOSE aus Frankfurt am Main, die mit herzhaften und süßen Waffelkreationen in der Streetfood-Szene unterwegs sind.

Die Idee: Waffeln – nur anders

Ich treffe Gökhan auf dem Markt am Friedberger Platz im Nordend von Frankfurt. Sein Partner Patrik und er sind seit rund zwei Jahren mit einem alten Citroën-Bus aus den 1960er Jahren unterwegs und verkaufen an verschiedenen Standplätzen ihre selbstgemachten Waffeln, dazu gibt es frischen Kaffee sowie ausgefallene Limonaden und Eistee.  Während Gökhan und seine Kollegin Sibylle die Waffeln frisch zubereiten, frage ich ihn, wie sie auf die Idee mit der Waffel gekommen sind. „Wir waren lange auf der Suche nach einem passenden Produkt, denn wir wollten etwas anbieten, dass es so auf dem Streetfoodmarkt noch nicht gab“, erklärt er mir. Klick gemacht hat es in Berlin, während sie in einem Café Waffeln aßen – ganz normale Waffeln mit Sahne und heißen Kirschen. „Auch Pfannkuchen kann man süß und herzhaft essen, wieso dann nicht auch Waffeln?“  Seitdem haben sie über 100 verschiedene herzhafte Waffeln kreiert – in nur zwei Jahren. Es ist ihnen wichtig, die Karte regelmäßig zu wechseln und aktuell zu halten, erklärt mir der 26-Jährige. Jede Woche entstehen so neue süße und herzhafte Kreationen. Immer mit dem Anspruch, etwas Außergewöhnliches für ihre Kunden zusammenzustellen. 

Das Besondere: nur regionale und saisonale Produkte verwenden

Jeden Montagabend ist Brainstorming angesagt – dann setzen sich die beiden Hobbyköche zusammen und überlegen, was es gerade saisonal im Angebot gibt. Sobald sie sich für ein Produkt entschieden haben, wird „drum herum gebaut“. Worauf sie stolz sind: „Saisonalität und Regionalität – dadurch können wir sicherstellen, dass alle Zutaten frisch sind. Wir machen alles selbst und legen großen Wert auf beste Zutaten. Wenn wir z.B. Waffeln mit Fleisch machen, gehen wir zum Metzger unseres Vertrauens,“ erklärt Gökhan. 

Als die Waffeln kommen, wird gleich klar: Das sieht anders aus als bei Oma am Sonntagnachmittag. Serviert wird eine Thymianwaffel mit Rote-Bete-Hummus, Baby-Leaf Salat, Piment-Orangen-Möhren, Feta, Petersilie und Mandeln. Außerdem probiere ich eine Kräuterwaffel mit Erbsen-Kartoffelstampf, Frankfurter Grüne Soße, Spargel, Parmesan, Rosé-Pfeffer und Trüffelöl sowie eine belgische Waffel mit Karamell und Fleur de Sel. Auch wenn ich der herzhaften Waffel zunächst skeptisch gegenüberstand: Es ist köstlich und wirklich etwas ganz Anderes! 

Zum Abschluss: Ein Tipp vom Profi

Abschließend frage ich Gökhan noch, wie denn die perfekte Waffel auch zu Hause gelingt – man findet so viele Rezepte und er hat ja schließlich schon einiges ausprobiert. Er lacht – Creme Fraîche statt Milch zu verwenden sei ein Tipp, den er gerne verrate. Also nichts wie ran an die Waffeleisen – oder, wenn man in Frankfurt ist, am Freitagabend doch direkt zu Goose auf den Markt am Friedberger Platz. 


Schwedenbistro Laxbroed

Teil 6 - Schwedenbistro auf Achse mit Blogger on board (6. Juni 2016)

Ein großes Abenteuer war mein Einsatz auf dem IKEA Foodtruck "Schwedenbistro auf Achse", beim Streetfoodfestival in Hamburg, auf dem Spielbudenplatz. Gemeinsam mit Anne, meiner Bloggerfreundin vom Blog Hafenmädchen, haben wir ein Rezept für diesen Einsatz entwickelt und dann live für alle Gäste zubereitet. Aber bis dahin war es ein langer Weg....
 

Aus LAX und KLAPP BRÖD wird LAX BRÖD

Zuerst wurden wir nach einer Neuinterpretation von LAX  oder den vegetarischen GRÖNSAKSBULLAR gefragt, somit hieß es für uns, ein ganz neues Rezept für den IKEA Foodtruck zu entwickeln. Bei einem gemeinsamen Kochdate haben wir dieses dann gemeinsam noch einmal verfeinert. Wir haben uns für den LAX entschieden und ein LAX BRÖD kreiert: Frisch gegrillter Lachs auf einem Bett aus Gemüse und Salat mit einer herrlichen Remoulade! Besonders die Remoulade war der Hit. Über das „Schwedenbistro auf Achse“ haben wir in unserer Streetfoodserie (siehe weiter unten) ja bereits berichtet. Am Donnerstag letzter Woche war es dann endlich soweit. Wir waren ganz schön aufgeregt. Natürlich entwickeln wir zwar gerne leckere Rezepte in unseren eigenen kleinen Küchen, aber ein Gericht für so viele Menschen zuzubereiten, das ist schon etwas ganz anderes. 

Einsatz vor Ort

Glücklicherweise bekamen wir ein tolles Team an die Seite gestellt, das sich wirklich gut auskannte und von unserem Rezept sehr angetan war. Gleich zu Beginn durfte ich erst einmal die Tafeln mit dem heutigen Speisenangebot beschriften. Neben unserem LAX BRÖD gab es noch BULLARBRÖD, das sind verschiedene Sorten Köttbullar (verschiedene Fleischsorten und vegetarisch) mit Salat im Fladenbrot sowie TARTA MANDEL und TARTA BLABÅR – zwei schwedische Kuchen. Mein Einsatz erfolgte direkt im Bus. Ich bereitete das BRÖD vor und belegte es mit Salat und unserer Remoulade, darauf kamen abwechselnd Gurken- und Tomatenscheiben. Mit diesem fertigen BRÖD ging es direkt zum Grill. Hier kam Annes Part: lecker gegrillter Lachs wurde von ihr zum „Pulled Lachs“ gezupft, mit frischem Pfeffer und Zitronensaft gewürzt und der kam auf das vorbereitete BRÖD. Hier wurde es abschließend noch ein wenig mit Sesam bestreut. Smaklig måltid!

Das Wetter spielte glücklicherweise auch größtenteils mit. Nachdem es morgens noch wie aus Eimern gegossen hatte und die Vorhersage nicht wirklich prickelnd war, schien am Nachmittag die pralle Sonne. Die Stimmung auf dem Streetfoodfestival in Hamburg war toll. Von unserem Bus hatten wir zudem einen traumhaften Blick über all die anderen Foodtrucks auf dem Spielbudenplatz, bis hin zu den sogenannten Tanzenden Türmen am Ende der Reeperbahn. Leider gab es am Abend dann doch noch ein richtiges Gewitter, aber bis dahin hatten wir nahezu alle LAX BRÖD verkauft, dass uns keiner mehr die gute Laune nehmen konnte! Zudem war es faszinierend zu beobachten, wie das Team in kürzester Zeit den IKEA Foodtruck wettersicher machte. Alles in allem war es ein schöner Tag und ein richtig tolles Erlebnis. 

In unserem Downloadbereich findet ihr übrigens das Rezept

Ikea Streefood Limo 03 Karen Liller Ikea Streefood Limo 01 Liasone via shutterstock.com

Teil 5 - Darf ich mal probieren? Die hausgemachte Limonade (23. Mai 2016)

Auf Streetfood-Märkten geht es meist richtig herzhaft zu. Pulled Pork, Falafel, Burger und Asia-Food schmecken köstlich, machen aber auch durstig. Darum ist eine kühle, nicht zu süße Limonade das perfekte Getränk zum Streetfood-Trend. Doch woraus wird Limonade eigentlich hergestellt? Und welche Zutaten braucht sie, um richtig lecker zu schmecken? 

Die perfekte Limonade? Auf die Harmonie kommt es an! 

Auf dem Frankfurter Streetfood-Markt bestelle ich mir am Stand von Madame Herrlich eine Waldbeer-Minze-Limonade – das klingt fruchtig und schön erfrischend. Aber ist das schon alles, was eine gute hausgemachte Limo ausmacht? Ich frage Jochen, der hinter der Theke steht und sich am besten auskennt. Er verrät mir: „Die Verwendung von frischen Zutaten ist das Wichtigste – und deren Harmonie. Obst, Kräuter und Süßungsmittel wie Zucker, Honig oder Agave sollten zueinander passen.“  Frische und Harmonie..? Das klingt irgendwie esoterisch und ist mir noch nicht konkret genug. Ich möchte mehr über das Geheimnis der perfekten Streetfood-Limo wissen. Denn wer hausgemachte Limonade schon einmal probiert hat weiß, dass sie geschmacklich nicht die geringste Ähnlichkeit mit einer Standard-Supermarktlimo hat. Das liegt zum einen daran, dass letztere kaum Fruchtanteile, dafür aber oft reichlich Zucker und Zusatzstoffe hat. Doch das ist nicht der einzige Unterschied zwischen seiner selbstgemachten und den handelsüblichen Limonaden, weiß Jochen. „Wir haben den Vorteil, dass wir schnell saisonal reagieren können. Wir bieten im Frühling eine frische Rhabarber-Ingwer Limonade an. Kommt dann die Erntezeit der Mirabelle, dann stellen wir daraus eine Limonade her.“ 

Das Geschmacksgeheimnis: Nicht zu freaky, nicht zu langweilig 

Aha, dann kommt es bei der Herstellung einer perfekten Streetfood-Limonade also nicht nur auf Frische und Harmonie der Zutaten an, sondern auch auf die kreativen und überraschenden Geschmacksrichtungen? Ich frage Jochen, der mir inzwischen meine randvollen Einmachgläser mit Limo überreicht hat. „Ja, kann man so sagen. Das Streetfood-Publikum steht auf eine gesunde Balance zwischen Kräutern wie Thymian, Rosmarin oder Minze, Säure von Limette oder Zitrone und Obst wie zum Beispiel Birne oder Beeren. Die Geschmacksrichtung darf nicht zu freaky sein, aber auch nicht zu langweilig.“ 

Ikea Schwedenbistro 4400

Teil 4: Schwedenbistro auf Achse (15. Mai 2016)

2 Doppeldecker, 20 Tage, 25 Städte – nachdem wir den letzten Teil unserer Streetfoodserie dem klassischen Burger gewidmet haben, schauen wir heute auf schwedische Leckereien. Wir planen für euch eine Streetfood-Tour in unseren grün bepflanzten Doppeldeckerbussen, die nicht nur schmackhaft, sondern auch inspirierend wird. Vom 17.05. bis 07.06.2016 könnt ihr unserem „Schwedenbistro auf Achse“ zwischen Kiel und München einen Besuch abstatten.

Ich bin ein großer Fan von Streetfood-Märkten und freue mich immer, wenn ich dort die üblichen Verdächtigen antreffe: gebratene Nudeln, die vielfältigen Burger-Wagen, vielleicht eine Frau neben mir, die in ihre Falafel beißt. Doch schon heute freue ich mich über einen ganz besonderen Food-Wagen, der so ganz aus der Reihe tanzen wird. Und ich habe ihn schon gesehen. Er ist ganz grün und an der Außenseite sieht es so aus, als wäre er mit Blumen und Kräutern bepflanzt. Beim Probeaufbau standen davor viele Gartenmöbel, die nur noch auf die hungrigen Gäste warten. Doch bevor ich es mir auf einem Stuhl in der Sonne bequem mache, werde ich mir diesen Wagen einmal genauer anschauen. Beim Betreten des so genannten „Schwedenbistro auf Achse“ fällt mir auf, dass ich dem Streetfood-Team live beim Zubereiten der Mahlzeiten zuschauen kann. Es gibt LAX MED GRÖNT (Lachs mit Pfannengemüse) und BULLARBRÖD (verschiedene Sorten Bällchen mit Salat im Fladenbrot). Na, da bin ich aber mal gespannt. 

Wer wie ich allein schon bei solch klangvollen Bezeichnungen Appetit bekommen hat, der sollte unbedingt am 02.06.2016 in Hamburg das fahrende Schwedenbistro besuchen. Hier bereiten Hafenmädchen und ELBCUISINE, zwei Hamburger Foodbloggerinnen, eigens von ihnen kreierte Gerichte mit Produkten aus dem Schwedenshop zu – lasst euch überraschen. Wer nicht nach Hamburg fahren kann, der hat am 29.05. in Berlin die Chance bekannten Foodbloggern aus der Bundeshautpstadt auf die Finger zu schauen.

Nicht nur essen, sondern auch erleben 

Wer neben dem Essen noch ein bisschen Zeit mitbringt, der kann anschließend (oder natürlich auch davor) an einem kleinen Workshop teilnehmen und ein Mini-Gewächshaus basteln. Warum nicht? Wer etwas mehr in Eile ist, dem empfehle ich zumindest einen Blick in die inspirierende platzsparende Besucherküche im inneren des Busses zu werfen. Zum Thema Mülltrennung hat IKEA seine ANVÄNDBAR Bank im Outdoor-Bereich dabei. Das muss ich mir gleich für meine eigene Küche merken!  Da wir auf der ganzen Tour natürlich nur sonniges Wetter haben, bietet sich auf alle Fälle ein Besuch des Sonnendecks an, auf dem es kreative Anregungen zum Thema „Urlaub auf Balkonien“ gibt. Hier finden sich Garten- und Balkonmöbel, umgeben von sattem Pflanzengrün und inspirierender Dekoration. Von da oben kann man ganz entspannt die Feinschmecker unten oder die der anderen Foodtrucks beobachten. Allein bei dem Gedanken kriege ich richtig Lust auf einen der ersten Stopps in Köln, Oberhausen oder Nürnberg. Ihr nicht auch?
Der genaue Tourplan mit Daten und teilnehmenden Städten findet ihr unter Facebook oder direkt auf der Ikea-Webseite

Ein Cheeseburger mit Süßkartoffel Pommes Frites Ein Cheeseburger mit Süßkartoffel Pommer Frites (Bildnachweis: Karen Liller)  Bully´s Burger Foodtruck auf dem "Markt im Hof" in Frankfurt Bully´s Burger Foodtruck auf dem "Markt im Hof" in Frankfurt (Bildnachweis: Karen Liller)

Teil 3: Darf ich mal probieren? Der klassische Burger (9. Mai 2016)

Der Burger ist ein Klassiker auf Streetfood-Märkten und -Festivals. Doch was genau macht ihn so beliebt? Und vor allem: Warum schmeckt ein Foodtruck-Burger so viel besser als der von amerikanischen Fastfood-Ketten?

Entscheidend sind Qualität und Frische der Zutaten 

Der große Unterschied ist die Qualität der Zutaten, erfahre ich am Foodtruck von Bully’s Burger in Frankfurt. „Früher war die Kundschaft zufrieden, wenn der Burger lecker geschmeckt hat. Das reicht heute nicht mehr“, verrät mir Dieter, während er meine Bestellung aufnimmt. Heute legen die Streetfood-Feinschmecker viel Wert auf frisch gebackene Brötchen und hervorragendes Fleisch aus guter Tierhaltung. Die saftigen, medium gegrillten Patties bei Bully’s Burger bestehen aus 100 Prozent Charolais-Rind und sind geschmacklich wirklich eine Offenbarung. Dazu etwas knackiger Salat aus der Region und Soßen nach eigenem Geheimrezept. Alles ohne Zusatzstoffe oder Geschmacksverstärker. Das kann ja nur lecker schmecken! Als Beilage zum Burger passen am besten Pommes Frites. Natürlich geht auf einem Streetfood-Markt keine Tiefkühlware über die Theke, sondern knusprige „hand-cut“ Fritten aus Kartoffeln oder Süßkartoffeln. Mein Burger am Foodtruck ist inzwischen fertig und Dieter überreicht ihn mir mit den Worten: „Das wichtigste ist Frische, Frische, Frische... und ein bisschen was Besonderes! Mit einem 08/15 Burger kannst du mit einem Foodtruck nicht erfolgreich sein.“  

Mit Liebe selbstgemacht: Tipps für den perfekten Burger

Wer keinen Streetfood-Markt in der Nähe hat, kann sich den perfekten Burger auch zu Hause zubereiten. Das Erfolgsgeheimnis eines guten Burgers ist das Herzstück: das Fleisch-Patty. Es muss kühlschrankkalt sein, wenn es auf den Grill oder in die Pfanne kommt und sollte aus 80 % Fleisch und 20 % Fett bestehen – so wird der Burger saftig und aromatisch. Fertig abgepacktes Hackfleisch ist meistens zu fein und zu fett, daher empfiehlt es sich, Rindersteak beim Metzger zu kaufen und ihn zu bitten, das Fleisch etwas gröber zu zerkleinern. Das Patty wird dann einfach locker gepackt und geformt, so dass das Fleisch gerade so zusammenhält. Ein dünner Fleisch-Patty wird etwa 90 Sekunden von jeder Seite gebraten, mit Salz und Pfeffer gewürzt und auf ein selbstgebackenes weiches Brötchen gelegt. Wer mag, belegt den Hamburger dann nach eigenem Geschmack zum Beispiel mit Käse- oder Tomatenscheiben, einem Salatblatt oder etwas Soße (z.B. Chutney, Knoblauch-Mayonnaise oder natürlich Ketchup).

Markt Im Hof Frankfurt Karen Liller Markt im Hof Frankfurt - Karen Liller Streetfood Markt Matej Kastelic Via Shutterstock Com Streetfood Markt - Matej Kastelic via shutterstock.com Streetfood Crepes Petr Jilek Via Shutterstock Com Streetfood Crepes - Petr Jilek via shutterstock.com Marktzehn Koeln Nicole Von Gastronomie Im Netz marktzehn Köln - Nicole von Gastronomie im Netz

Teil 2 - Die 10 besten Streetfood-Märkte in Deutschland (3. Mai 2016) 

Die Streetfood-Szene in Deutschland ist zwar noch relativ jung, gewinnt aber immer mehr an Fahrt. Kein Wunder, denn die junge urbane Bevölkerung hat keine Lust mehr auf fettiges Fastfood oder langweilige Restaurantbesuche. Sie will stattdessen frisches, kreatives, handwerklich gutes Essen in einem unprätentiösen Rahmen und in Gesellschaft netter Menschen. Aus diesem Grund entstehen in vielen deutschen Städten Streetfood-Märkte mit Ständen und Foodtrucks, an denen Köstlichkeiten für „auf die Hand" gekauft werden...

1. Markt im Hof, Frankfurt 

Wer Frankfurt nicht kennt wird überrascht sein, wie kreativ und hip die Stadt am Main sein kann. Bestes Beispiel ist das Brückenviertel im Stadtteil Sachsenhausen. Jeden Samstag findet dort in der Wallstraße der kleine aber feine „Markt im Hof“ statt. Hier treffen Erzeuger aus dem Umland auf authentische, kreative Streetfood-Köche. Es gibt Hummus mit Lammhack oder äthiopischen Kalbfleischeintopf, dazu einen spritzigen Manufaktur-Apfelwein und zum Nachtisch frische belgische Waffeln mit Karamell und Fleur de Sel.

Markt im Hof
Jeden Samstag 10-18 Uhr
Eintritt frei

2. Hall of Taste, München 

Der Münchner Streetfood-Markt „Hall of Taste“ findet an ausgewählten Samstagen in unterschiedlichen Locations statt. Den Besucher erwartet eine lässige Streetfood-Party mit Livemusik, DJ's und Künstlern, aber natürlich auch mit vielen Essensständen und Foodtrucks, die von vietnamesischen Tacos bis zu Green Smoothies wirklich keinen kulinarischen Wunsch offenlagen. 

Hall of Taste
Etwa jeden zweiten Samstag im Monat von 17-24 Uhr
Eintritt frei

3. St. Pauli Straßenmampf, Hamburg 

Jeden Donnerstag findet am Spielbudenplatz in Hamburg eine handfeste Open Air-Schlemmerei statt. Das ganze nennt sich „Street Food Session – St. Pauli Straßenmampf“ und hat mit hanseatischer Zurückhaltung mal so gar nichts zu tun. Hier wird gemeinsam an einer hundert Meter langen Tafel gegessen, getrunken und geklönt. Jede Woche stehen rund 15 wechselnde Foodtrucks und Essensstände im Line-Up, das zum Appetit anregen vorab bei Facebook veröffentlich wird. Das ist doch mal ein Service!  

St. Pauli Straßenmampf
Jeden Donnerstag von 17-23 Uhr
Eintritt frei

4. Food Truck Hafen Laboe, Ostseeküste

Darf ein erstmals stattfindendes Foodtruck-Event schon ein Streetfood-Favorit sein? Ja, klar! Schon deshalb, weil die norddeutschen Veranstalter den herrlichen Begriff „Freiluft-Kombüse“ als Synonym für Streetfood-Markt erfunden haben, und zweitens weil es wirklich nichts Schöneres geben kann als einen Streetfood-Markt direkt an der Waterkant! Am 4. und 5. Juni 2016 findet das Foodtruck-Event in Laboe erstmals statt.

Food Truck Hafen Laboe
4. und 5. Juni 2016
Eintritt frei

5. Streetfood-Markt, Nürnberg

Einmal im Monat findet in Nürnberg ein Streetfood-Markt auf dem PARKS Gelände im Stadtpark statt. Dort kommen Essensstände zusammen, die vorher vom Veranstalter persönlich ausgewählt wurden: Nur wer wirklich gut und kreativ kochen, garen, braten, backen oder mixen kann, darf seine Köstlichkeiten auf dem Markt in Nürnberg anbieten – egal ob es sich um traditionelle und exotische Küche handelt.

Streetfood-Markt Nürnberg
Monatlich an einem Donnerstag von 16-23 Uhr
Eintritt: 1 Euro

6. Street Food Thursday, Berlin-Kreuzberg

Der wöchentliche Streetfood-Markt in der Kreuzberger Markthalle ist ein echtes Highlight der Berliner Gastro-Szene. Jeden Donnerstag ab 17 Uhr findet sich das hungrige Publikum beim „Streetfood Thursday“ ein und futtert sich durch ausgefallene Spezialitäten wie Cidre Steak, chinesische Maultaschen, Icecream-Sandwiches oder Spluffins. Was das ist? Nicht fragen, sondern schnell hin und selbst probieren!

Street Food Thursday
Jeden Donnerstag von 17 bis 22 Uhr
Eintritt frei

7. Streetfood Markt, Augsburg

Der Streetfood Markt in Augsburg geht diesen Frühling in die dritte Runde, ist also noch relativ jung. Vom 5. bis 8. Mai 2016 findet das Event auf dem Gögginger Festplatz statt und bringt Speisen aus der ganzen Welt in die beschauliche Stadt in Bayern. Besonders familienfreundlich geht es in Augsburg zu, weil es zusätzlich zu Essensständen und Foodtrucks auch einen großen Flohmarkt und bequeme Sitzmöglichkeiten in „Chill-out Areas“ geben wird.

Streetfood Markt Augsburg
5. bis 8. Mai 2016
Eintritt frei

8. The Market, Leipzig

„The Market“ im Westen Leipzigs verfügt über ein ganz besonderes Verweilpotenzial – man kann hier ohne Probleme den ganzen Sonntag verbringen. Die zahlreichen Stände bieten nämlich nicht nur Streetfood an, sondern auch Kunst, Fashion, Design- und Vintage-Schätze. Dazu kommt die tolle Location, das Leipziger Täubchenthal, die mit einer gemütlichen Terrasse und einem tollen Außenbereich punktet. 

The Market
Einmal im Monat sonntags von 12-22 Uhr
Eintritt: 1,50 €

9. marktzehn, Köln

Auch in Köln finden regelmäßig Food-Events wie das Festival der Genüsse oder das Street Food Festival statt. Wem Großveranstaltungen nicht so liegen, geht stattdessen zum Kölner Großmarkt in Köln-Raderberg. Hier findet samstags der marktzehn, Kölns wöchentlicher Streetfood-Markt statt. Das Publikum sitzt plaudernd und Burger essend auf Europaletten oder steht mit einem Drink in der Hand an der Marktbar, einem umgebauten US-Schulbus. Wunderbar!  

marktzehn
An vorab bekanntgegebenen Samstagen im Sommer von 14-22 Uhr
Eintritt frei

10. Gourmet Festival, Düsseldorf 

Das Gourmet Festival auf der Kö in Düsseldorf findet bereits seit fünf Jahren statt und hat sich bei bei den rheinischen Feinschmeckern längst etabliert. Doch auch Freunde von innovativem Streetfood sollten sich den diesjährigen Termin schon mal notieren. Denn auch in diesem Jahr wird es etwas abseits wieder die „Street Food Wiese“ zwischen der Königsallee und dem GAP15 geben. Die Mischung aus Foodtrucks, Musik, Drinks, sommerlichen Temperaturen und netten Leuten sorgt für unvergessliche Festival-Atmosphäre. 

Gourmet Festival Düsseldorf
26. - 28. August 2016
Eintritt frei

Essen Auf Die Hand Lluisdomingo Via Unsplash Com 1 Lluís Domingo/unsplash.com Streetfood Syda Productions Via Shutterstock Com 1 Syda Productions/shutterstock.com

Teil 1 - Streetfood: Die neue Lust am Essen auf die Hand (25. April 2016)

Streetfood ist eine Esskultur, die ursprünglich aus Asien stammt, dann in die USA exportiert wurde und seit wenigen Jahren auch in Deutschland immer beliebter wird. Dabei ist Streetfood an sich gar nichts Neues: Currywurst in Berlin, Fish&Chips in London oder Pad Thai in Bangkok schmeckte auf der Straße schon immer am besten. Auch in den USA kauften sich Arbeiter bereits seit Jahrzehnten ihr Mittagessen – meist Fastfood wie Burger oder Hot Dogs – an Foodtrucks, also kleinen LKW mit integrierter Küche. Aber das moderne Streetfood, das gesund, frisch, kreativ, authentisch und vielseitig ist, hat den Straßenimbiss revolutioniert und begeistert sogar die wählerischsten Feinschmecker.

Warum ist Streetfood so beliebt? 

Viele Deutsche legen immer mehr Wert darauf, was sie essen und trinken. Sie kaufen Lebensmittel in Bioläden und achten auf die Herkunft von Fleisch oder Fisch. Es ist hip, vegan zu leben oder sich vor der Arbeit einen Spinat-Smoothie zu mixen. Aber insbesondere die junge, urbane Bevölkerung arbeitet viel und hat wenig Zeit. Essen muss im Alltag oft schnell gehen. Diese Anforderungen – also handwerklich und qualitativ gutes, aber eben auch schnell verfügbares Essen – erfüllt der Streetfood-Trend perfekt.  Ein weiterer Grund, warum Foodtrucks und Essensstände so beliebt sind: Streetfood wird nie langweilig. Die Auswahl an regionalen und internationalen Snacks und Mahlzeiten ist auf Streetfood-Märkten riesengroß. Und sobald irgendwo auf der Welt ein neuer Food-Trend aufkommt, können die Foodtruck-Köche schnell reagieren und ihn der experimentierfreudigen Kundschaft anbieten. Und nicht zuletzt ist Streetfood sehr kommunikativ. Man kommt schon beim Schlange stehen an den Marktständen mit anderen „Foodies“ ins Gespräch, sitzt gemeinsam an langen Tischen oder trifft sich zum Essen auf der Straße mit Freunden und Kollegen.

Wie werden wir in Zukunft Streetfood essen?

In immer mehr deutschen Städten werden regelmäßig Streetfood-Märkte oder –Events veranstaltet, auf denen die neue Lust an gutem Essen gefeiert wird. Dann kommen Foodtrucks und Marktstände an einem Ort zusammen und bieten den Besuchern eine köstliche Auswahl an Streetfood aus der ganzen Welt. Es wird gekocht, gesmoked, gegrillt, gedämpft, gebacken und natürlich gegessen. Aber wenn Streetfood doch so beliebt ist, wie kommt es dann, dass es noch nicht zu unserem täglichen Lifestyle gehört? Warum sind Foodtrucks nicht zur Mittagszeit im Straßenbild der Großstädte zu sehen? Ganz einfach: deutsche Behörden erlauben es nicht, dass sich jemand an den Straßenrand stellt und sein Essen verkauft. In den USA ist die Lage etwas entspannter, auch wenn die Anzahl der Foodtrucks in New York regelmäßig zum Verkehrschaos führt (z.B. nahe der Grand-Central Station, Park Ave/47th St). In Boston wurden erst kürzlich öffentliche Stellplätze extra für Foodtrucks reserviert. So hat Streetfood doch durchaus Zukunftspotenzial!

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/streetfood-serie-teil-vii-darf-ich-mal-probieren-back-to-the-roots-indisches-curry