Beachvolleyballmeisterin und Azubi bei IKEA – geht das? Na, klar!

Auch wenn der Job eine Menge Spaß macht: Das Leben besteht eben nicht nur aus Arbeit. Ein leidenschaftliches Hobby ist meist eine Herzensangelegenheit. Doch wie gut lässt sich das mit der Arbeit bei IKEA kombinieren? Vor allem dann, wenn es sehr zeitintensiv ist? Wie etwa bei Lisa Keferloher: Die 21-Jährige macht eine Ausbildung zur Gestalterin für visuelles Marketing bei IKEA in München-Eching und ist gerade im zweiten Lehrjahr. In ihrer Freizeit spielt sie professionell Volleyball in der zweiten Bundesliga. Vor kurzem hat sie sogar die Bayerische Meisterschaft im Beachvolleyball gewonnen. In einem Gespräch erzählt sie uns, wie sie Hobby und Beruf unter einen Hut bekommt.

Ikea Beachvolleyball 05 Lisa in ihrem Arbeitsoutfit bei IKEA

Erst einmal: Herzlichen Glückwunsch, Lisa, zum gewonnen Sieg! Das muss sicher ein tolles Gefühl sein. Wie viel Training war denn dafür nötig?

Lisa: Vielen Dank! Ja, meine Volleyball-Partnerin und ich haben uns riesig gefreut. Es war natürlich auch eine Menge Glück im Spiel, denn wir beide sind erst seit einer Saison ein Team. Mit dem Volleyball habe ich angefangen als ich ungefähr 8 war. Im Winter geht es immer in die Halle und von April bis August spielen wir im Sand. Im Moment trainiere ich bei meinem Verein SV Lohhof fünf Mal in der Woche – immer abends von 20.00 bis 22.00 Uhr. An den Wochenenden sind wir dann meistens unterwegs bei Spielen.

Das klingt im wahrsten Sinne des Wortes sehr sportlich. Und bei IKEA arbeitest du als Auszubildende und meisterst gleichzeitig noch die Berufsschule. Ist das nicht manchmal ganz schön anstrengend?

Lisa: Zu Beginn der Ausbildung war es natürlich schon eine Umstellung im Vergleich zur Schulzeit. In meiner Abteilung „Communication & Interior Design“ beginnen wir den Arbeitstag um 7.00 Uhr in der Früh. Bevor die Türen des Einrichtungshauses öffnen, kümmern wir uns darum, dass alle Ausstellungsflächen für den Kunden ordentlich und ansprechend hergerichtet sind. Oder wir bauen ganze Interieure um, in denen wir neue Einrichtungslösungen präsentieren. Hier bin ich natürlich auch immer viel in Bewegung. Aber das ist es, was mir so sehr an meinem Job gefällt. Und da wir früh starten, endet mein Arbeitstag in der Regel um 16.00 Uhr. Dann geht’s schnell mit dem Rad nach Hause. Dort habe ich dann noch etwas Zeit für mich und abends ruft dann das Training.

Das hört sich nach einem guten Zeitmanagement an. Gab es denn auch schon mal Situationen, in denen es schwierig war Sport und Arbeit zu kombinieren?

Lisa: Zu meiner Ausbildung gehörte eine Station im Verkauf. Hier sind die Arbeitszeiten natürlich völlig anders und liegen teilweise in den Abendstunden. Meine Kollegen sind mir hier aber sehr entgegen gekommen. Wir haben einfach vereinbart, dass ich die Frühschichten übernehmen durfte. So konnte ich trotzdem regelmäßig am Volleyball-Training teilnehmen. Diese Flexibilität schätze ich wirklich sehr. Da bleibt eher schon mal etwas in meiner Wohnung liegen: Ein altes Regal, das ich aufbereiten wollte, musste sehr lange auf seinen neuen Anstrich warten.

Ikea Beachvolleyball 01 Lisa gemeinsam mit ihrer Spielpartnerin Sonja Auer (rechts im Bild)

Was sagen denn deine Kollegen zu deinem sportlichen Erfolg?

Lisa: Eigentlich bin ich gar nicht der Typ, der das so sehr an die große Glocke hängt. Aber ich bin manchmal überrascht, dass sie das hier bei IKEA trotzdem immer irgendwie heraus bekommen. Und natürlich freue mich dann auch sehr, wenn Einige schon mal bei Spielen vorbei schauen, um mich anzufeuern.

Hast du denn schon Pläne, wie es nach deiner Ausbildung weiter gehen soll? 

Lisa: Ich möchte auf jeden Fall weiterhin bei IKEA bleiben und mich auf den Bereich Interior Design spezialisieren. Die Chancen stehen gut, dass ich nach der Ausbildung in meinem Einrichtungshaus in München-Eching übernommen werden kann. Der Beruf ist genau der Richtige für mich. Ich liebe die Kombination aus handwerklichem und gestalterischem Arbeiten. Und noch dazu hat mich die Zusammenarbeit bei IKEA wirklich überzeugt. Seit Beginn der Ausbildung bin ich komplett in das Team integriert und konnte schon früh selbst viel Verantwortung übernehmen. 

Und wie sieht es mit der sportlichen Karriere aus?

Lisa: Die Möglichkeit, in die erste Bundesliga zu wechseln, wäre da. Aber das möchte ich im Moment eigentlich nicht. Dann noch einen Vollzeitjob zu machen, wäre fast nicht möglich. Das Volleyballspielen macht mir wirklich unheimlich Spaß, aber so wie es gerade läuft ist es genau richtig. Beruflicher Erfolg in meinem jetzigen Job bedeutet mir auch sehr viel. Am kommenden Wochenende geht es aber erst mal für ein paar Tage nach Italien in ein Trainingscamp. Der Jahresurlaub bei IKEA geht dann meistens doch immer für Volleyball drauf. 

Vielen Dank, Lisa. Wir wünschen dir weiterhin viel Spaß und Erfolg – bei IKEA und im Sport.