Wo das Wohnen von morgen entsteht

Matratzen, die aussehen wie Schäfchenwolken, Stühle, die zu mehr Bewegung auffordern, Liegen in Deckenhöhe und eine tadelnde Dusche, die uns mit einem roten Leuchtknopf daran erinnert, dass wir gerade zu viel Wasser verbrauchen. All dies sind keine zukunftsfernen Utopien, die ich mir gerade ausdenke: Diese Möbel entstehen bereits in einem alten Fischerhaus in Kopenhagen, dem SPACE 10.

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Hier kommen Designer, Architekten und Künstler aus der ganzen Welt zusammen, um gemeinsam zu werkeln, zu tüfteln und zu basteln. Ihr Ziel: die Herausforderungen des zukünftigen Wohnens zu ergründen und passende Lösungen zu finden.

Gemeinsam haben sie es sich zur Aufgabe gemacht, den Menschen ein besseres und nachhaltigeres Wohnen in der Zukunft zu ermöglichen. Derzeit liegt der Fokus auf Projekten rund um das Leben in der Stadt und auf der Förderung eines gesünderen Lebensstils. Verständlich, schließlich sind die voranschreitende Urbanisierung und der fehlende Bewegungsmangel zeitgemäße Themen, die viele Menschen beschäftigen. Aktuell werden Ideen und Projekte zum Thema „Fresh Living“ im Haus entwickelt.

Einen Blick hinter die Kulissen durften die Gewinner des Wettbewerbs der IKEA Stiftung für Innenarchitektur und Design erhaschen. Dem Aufruf zum Designwettbewerb folgten in diesem Jahr 155 Studierende und machten es sich zur Aufgabe an verschiedenen Ideen zum Motto „Dreh mal ab!“ zu tüfteln.

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Die zehn Gewinner des Designpreises reisen seit 2005 jedes Jahr zu einem einwöchigen Workshop ans Ingvar Kamprad Design Center der Universität Lund in Schweden. So auch in diesem Jahr. Dort besuchten sie unter anderem die IKEA Designabteilung in Älmhult und konnten erste Blicke auf die noch geheimen IKEA Projekte werfen. Doch damit nicht genug: Die Studierenden durften den Profis bei der Entwicklung und ihrer Arbeitsweise über die Schulter schauen und erhielten einen Rundgang durch die Modellwerkstatt.

Das Highlight dieses Jahres blieb jedoch der Besuch im SPACE 10. Der Kreativdirektor des Innovationlabs informierte die Studenten über geplante Projekte und die allgemeine Arbeit, die hier unter einem Dach verrichtet wird. Neben kreativen Köpfen tummeln sich im Haus auch Ausstellungen, Events und Workshops, die jeder, der zufällig in Kopenhagen ist, besuchen kann. Eines steht fest: „Unsere“ Studenten werden mit viel neuem geistreichen Input ins kommende Semester starten und wer weiß, vielleicht erinnert mich auch mein Stuhl bald daran, einmal öfter aufzustehen.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/wo-das-wohnen-von-morgen-entsteht