Zeitreise durch die IKEA Geschichte – Ein Besuch im Museum inspiriert

IKEA Katalogcover der verschiedenen Jahre (Bildnachweis: Inter IKEA Systems B.V. 2016)

Um mich rum ein wuseliges Geschehen. Menschen strömen in das Gebäude, alle sind neugierig. Wie sieht es wohl aus, das neue IKEA Museum? Die Freude war groß, als bei der Begrüßung zu den diesjährigen Democratic Design Days in Älmhult bekannt gegeben wurde, dass alle Teilnehmer das neue Museum besuchen können. Und das noch vor der offiziellen Eröffnung am 30. Juni 2016.

Ikea Museum Famnig Hjaerta FAMNIG HJÄRTA (Bildnachweis: Adel & Link) Main Exhibition Our Story 05 Einige IKEA Möbelstücke der 1960er Jahre. (Bildnachweis: Inter IKEA Systems B.V. 2016) Ikea Museum Temporaere Ausstellung Die temporäre Ausstellung zeigt verschiedene Küchen, hier z.B. METOD interpretiert von Paola Navone (Bildnachweis: Adel & Link)

Ich bin begeistert. Denn nicht nur das neue Museum ist etwas Besonderes, auch das Gebäude, in dem es sich befindet: 1958 eröffnete hier in Älmhult das erste IKEA Möbelhaus – und ab sofort wird hier die Geschichte von IKEA erzählt und ein Blick in die Zukunft geworfen. Als ich das Museum besuchen darf, sind manche Teile der Ausstellung noch abgedeckt, Folien schützen noch nicht fertige Projekte.

Begrüßt werde ich von zwei bunten Wänden voller IKEA Produkte. Nach Farbschema angeordnet, finde ich in der „Hall of Fame“ Dinge wieder, die ich selbst einmal besaß. Mein persönliches Highlight ist FAMNIG HJÄRTA – das rote Herzkissen mit Armen.


Spannende Einblicke in das schwedische Zuhause

Das Museum erstreckt sich auf 7000 m2 und vier Stockwerken, rund die Hälfte davon ist Ausstellungsfläche. Hier können Besucher mehr als 70 Jahre Unternehmensgeschichte erleben. Natürlich kommt man dabei auf Ingvar Kamprad zu sprechen: Das Museum widmet seinem Gründer eine Fotogalerie und erlaubt einen Blick in sein Büro, das originalgetreu nachgebaut wurde. Auch die Frage wie Ingvar Kamprad auf dem Hof Elmtaryd im schwedischen Småland aufwuchs, wird hier beantwortet. Schon früh, so lerne ich, entwickelte Ingvar eine Leidenschaft fürs Geschäft. Kein Wunder, dass er bereits im zarten Alter von nur 17 Jahren IKEA gründete.

Doch wer glaubt, dass es sich in diesem Museum nur um IKEA dreht – weit gefehlt. Im Bereich „unsere Wurzeln“ wird durch das Leben in Schweden der letzten Jahrhunderte geführt. Wie veränderte sich die schwedische Gesellschaft? Wie beeinflussten technischen Entwicklungen das Leben, Wohnen und Einrichten der eigenen vier Wände? Vor allem am Beispiel der Küche kann man den Fortschritt verfolgen – Herd, Kühlschrank & Co zeigen technische Errungenschaften über Jahrhunderte hinweg. Machart und Design der Möbel lassen erahnen, was zu jener Zeit typisch für schwedische Haushalte war.

Von Retro-Sofas und modernen Küchen

Neben dem Bereich „unsere Wurzeln“ finden sich in der permanenten Ausstellung noch die Themen „unsere Geschichte“ sowie „eure Geschichten“. Darüber hinaus gibt es eine temporäre Ausstellung, die sich zwei Mal im Jahr ändert. Aktuell dreht sich hierbei alles um die Küche und wie sie in Zukunft aussehen könnte. Diese präsentiert sich im Untergeschoss des Museums. Dafür haben Designer die Küche neu interpretiert, wie z.B. Paola Navone, eine italienische Architektin und Designerin, die das METOD Küchensystem nach ihren Vorstellungen zusammenstellte. Herausgekommen ist ein unverkennbar italienisches Ambiente. Da möchte ich mich am liebsten sofort in die Schürze und an den Herd werfen, um leckere Pasta zu kochen.

„Unsere Geschichte“ erzählt die Entwicklung von IKEA. Mitarbeiteruniformen und Möbelstücke vergangener Zeiten zeugen von Trends, die heute als Retrolook schon wieder modern sind: Das grüne KOLDING Sofa hätte meiner Großmutter in jungen Jahren ebenso gefallen wie mir heute. Sorgfältig dekorierte Jugendzimmer wecken nostalgische Gefühle in mir. Vieles erinnert mich an mein erstes selbst eingerichtetes Zimmer im elterlichen Haus. Ein buntes Potpourri an Farb- und Materialbeispielen unterstreicht die Vielfalt des Möbeldesigns. Der Titel des aktuellen IKEA Katalogs spricht die Besucher in

32 verschiedenen Sprachen an, während an einer Litfaßsäule ältere Ausgaben Jahrzehnte an IKEA Trends widerspiegeln.

BILLY und KLIPPAN als Teil des Wohnens auf der ganzen Welt

Auch die IKEA Kunden kommen nicht zu kurz: „Eure Geschichten“ beschäftigen sich mit dem Leben der Besitzer von KLIPPAN und BILLY. Wie nutzen Menschen auf der ganzen Welt das beliebte Sofa oder das berühmte Regal? Ich fühle mich im positiven Sinne ertappt, denn auch ich habe zu Hause BILLY Regale (in weiß) und ein KLIPPAN Sofa (in grau). Es ist spannend zu sehen, wie unterschiedlich Menschen ihr Zuhause mit den gleichen Möbelstücken einrichten. Auf der Webseite des IKEA Museums kann jeder seine eigene Geschichte mit KLIPPAN und BILLY mit IKEA teilen. 

Neben den Ausstellungen befindet sich im Museum ein Restaurant, ein Shop und es wird ein Bildungsprogramm für Schulklassen angeboten. Ab dem 30. Juni ist das Museum täglich von 10 bis 19 Uhr für Besucher geöffnet. Es werden Führungen in Schwedisch, Englisch und Deutsch angeboten. Als ich das Museum wieder verlasse, nehme ich viele neue Eindrücke und Informationen mit: nicht nur über IKEA – auch über Möbel, Trends und Menschen. Sicherlich nicht mein letzter Besuch hier in Älmhult!



http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/zeitreise-durch-die-ikea-geschichte-ein-besuch-im-museum-inspiriert