Auf Trendschau: ein Besuch auf der imm Cologne

Foto: Koelnmesse GmbH / Constantin Meyer.

Auf welche Trends rund um die Themen Wohnen und Einrichten dürfen wir uns in diesem Jahr freuen? Antworten auf diese Frage gibt jedes Jahr im Januar die imm cologne. Sie ist eine der weltweit größten Messen für die Möbel- und Einrichtungsbranche.

Topfpflanzen 2 Al Foto: adel & link.

In acht riesigen, teilweise mehrstöckigen Hallen geben über 1.000 Aussteller aus 50 verschiedenen Ländern Einblicke in ihre neuen Kollektionen und Designs. Selbst wenn man sich große Mühe gibt, ist es kaum möglich, sich alle Hallen an einem Tag anzusehen. Es gibt einfach überall so viel Inspirierendes zu sehen. Die Messebesucher können sich über spezielle Wohnbereiche informieren, wie zum Beispiel Wohn- und Schlafraummöbel, Tische, Stühle und Kindermöbel. Oder sich von den Innovationen junger Nachwuchsdesigner inspirieren lassen – hier ist für jeden etwas Interessantes und Neuartiges dabei.

Spannend sind vor allem Materialien und Einrichtungsstile, die sich wie ein roter Faden durch die Messe ziehen. Wir stellen euch drei auffallende Trends vor, die uns 2017 noch häufiger begegnen werden:

Kaum ein Raum ohne Pflanzen

Großblättrige Monsteras, skulpturale Geweihfarne oder filigrane Tillandsien, die ganz ohne Erde auskommen: Auf der Internationalen Möbelmesse in Köln hat so gut wie jeder Hersteller seinen Stand ausgiebig mit Pflanzen ausgestattet. „Indoor Gardening“ ist hier das Stichwort. Pflanzen im Haus sorgen nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern tragen auch nachweislich zur Entspannung bei. Und: die Messestände sehen durch die grünen Exoten direkt ansprechend und wohnlich aus!

Blech 1 Al Foto: adel & link.

Blech in allen Farben und Formen

Ein Material, das dieses Jahr auf der imm besonders häufig vertreten ist: Blech. Ob roh mit Patina und Gebrauchsspuren oder mit einer Oberflächenbehandlung wie Lack oder einer Pulverbeschichtung: Viele Designer und Hersteller setzen Blech für Regale, Garderoben, Lampen, Sitzmöbel, Tische, Schränke und noch vieles mehr ein. Klare Linien und geringe Wandstärken zeichnen dieses Material aus – und machen es damit attraktiv für zahlreiche Hersteller.

„Das Haus 2017“ von Todd Bracher: zurück zu Natur und Sinnlichkeit

Besondere Aufmerksamkeit erfährt seit einigen Jahren „Das Haus – Interiors on Stage“, die Simulation eines Wohnhauses, die von einem ausgesuchten Designer gestaltet wird. Das Projekt macht zukunftsweisende Visionen rund um das Thema Wohnen erlebbar und greift gesellschaftliche Trends auf. In diesem Jahr durfte der US-Amerikaner Todd Bracher sein Konzept auf der imm präsentieren, der ganz auf Natürlichkeit und Sinnlichkeit setzt. Sein reduziertes Haus mit nur zwei Räumen, das zusätzlich den Außenbereich mit einbezieht, strahlt Unkompliziertheit aus und fühlt sich dabei authentisch an. Von einem großen Wohnraum, der von einer langen Tafel mit angrenzender Küchenzeile dominiert wird, gelangt der Messebesucher in einen dunklen Würfel. Dieser Raum zum Schlafen und Meditieren wirkt durch schwarze Wände und eine überdimensionale, mondähnliche Lampe intim und beruhigend. Zurück im Hauptraum angekommen, bestehen die Wände aus großen offenen Regalen, die mit allerlei Objekten aus der Natur dekoriert sind. Der nachgeahmte Außenbereich ist als Erweiterung des Raums zu verstehen. Dorthin hat Todd Bracher den Dusch- und Waschbereich verlegt. Sein Ziel war die Konzentration aufs Essenzielle, die Reduktion auf wenige Grundbedürfnisse. Und das merkt man dem Haus an: Es ist zwar unverkennbar ein idealistisches Wohnexperiment, aber eines, das sich sehr natürlich anfühlt.