Vernetzte Welt und erweiterte Beziehungen – das Zuhause im Wandel

Was macht ein Zuhause zu einem Zuhause? Eine Antwort, die sicherlich viele geben würden: Beziehungen. Und zwar die Beziehungen zu den wichtigsten Menschen. Das gab fast die Hälfte der Befragten des Life at Home Reports an. Nicht umsonst ist das Thema Beziehungen eine von vier Perspektiven, mit der sich der Life at Home Report beschäftigt. Sie sind ein zentraler Bestandteil dessen, was ein Zuhause ausmacht. Doch wie verändern sie sich durch die zunehmende Urbanisierung und neue Technologien?

Das typische Bild von Vater, Mutter, Kind war lange die klassische Vorstellung von Beziehungen, die in einem Zuhause geführt wurden. Aber es hat sich einiges getan: Senioren-WGs, Patchworkfamilien, Cohousing oder multifunktionale Einzimmerwohnungen werden, auch aufgrund des begrenzten Wohnraums in Städten, immer häufiger. Die Metropolen dieser Welt werden immer größer, der Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen schätzt, dass bis 2030 fünf Milliarden Menschen in Städten leben werden.

Interaktion durch soziale Medien

Doch nicht nur das Zuhause ist ein Ort, an dem wir unsere Beziehungen entwickeln und pflegen. Durch die sozialen Medien können wir uns überall und mit jedem vernetzen, das digitale und reale Leben lässt sich kaum noch trennen – sie beeinflussen sich gegenseitig. Das spiegelt auch der Life at Home Report wider: Für 23 Prozent der Befragten hat eine gute WLAN-Verbindung im eigenen Zuhause eine höhere Relevanz als Gemeinschaftsräume. In einer Metropole wie Shanghai sind es sogar 49 Prozent, die eine geeignete Internetverbindung vorziehen würden. 19 Prozent geben an, dass es für sie wichtiger sei, mit Freunden online in Kontakt zu bleiben, als sie nach Hause einzuladen. Gemeinsam chatten, bloggen oder streamen wird immer wichtiger, um Geschichten und Bilder mit anderen zu teilen. Dabei ist es egal, ob man auf 15 oder 150 Quadratmetern lebt – Platz spielt keine Rolle.

Die Verschmelzung von realer und digitaler Welt verändert unser Verhalten maßgeblich – und so auch unsere Beziehungen: Auf der einen Seite können wir allein leben und doch mit anderen Menschen online zusammen sein und kommunizieren, während des Essens Fotos hin und her schicken oder uns per Videoanruf ganz nah fühlen. Damit öffnen wir unser Zuhause auch für andere. Auf der anderen Seite ist für viele das Zuhause auch ein Ort des Rückzugs und der Privatsphäre. Jeder Vierte würde lieber eine extra Stunde allein verbringen, als gemeinsam mit einem anderen Menschen etwas unternehmen. Und doch: Die IKEA Studie zeigt, dass positive Gefühle gegenüber dem Zuhause stärker werden, wenn Menschen dort zusammenleben – und je größer der Haushalt, desto stärker sind Gefühle wie Zugehörigkeit, Begeisterung und Rücksichtnahme. Also doch zurück zur Großfamilie? 

Ikea L@hr Thumb

Dies alles sind spannende Veränderungen und Themen, die uns auch weiterhin beschäftigen werden. Das Bild der Familie, die sich allabendlich zu Hause vor dem Fernseher versammelt, scheint veraltet – Geräte wie Tablets und Smartphones lösen den Fernseher und seine Funktion ab, wie dieser zuvor das Radio. Diese und andere neue technologische Entwicklungen verändern unsere Beziehungen und auch unser Zuhause und die Art wie wir es nutzen.

Ein Besuch in der Heimat von IKEA

Aktuell findet im IKEA Museum in Älmhult (Schweden) eine temporäre Ausstellung zum Thema „What makes a home?“ statt. Noch bis zum 14. Mai können Besucher die visuell umgesetzten Ergebnisse des Life at Home Reports erleben. Die Frage „Was macht ein Zuhause zu einem Zuhause?“ wird, basierend auf dem Report, beantwortet. Die Ausstellung ist in vier Themen aufgeteilt und behandelt die vier Kategorien Raum, Ort, Dinge und Beziehungen. Sie führen die Besucher mit all ihren Sinnen durch die Ausstellung und laden dazu ein, darüber nachzudenken, was das Zuhause für einen selbst ausmacht. 


Was macht deine Wohnung zum "Zuhause"?

12.000 Menschen in 12 Städten haben für den Life at Home Report Fragen rund um ihre Beziehungen zu Hause beantwortet. Die vielen spannenden Antworten haben uns neugierig gemacht und wir haben selbst einmal nachfragt:

Was ist wichtiger – eine gut funktionierende WLAN-Verbindung, mehr Zeit mit anderen Menschen verbringen oder doch lieber ganz allein? Prüfen die Befragten ihre Social-Media-Kanäle auch nachts oder doch nur tagsüber? Mit wem verbringen sie die meiste Zeit zu Hause und was machen sie dann gemeinsam mit anderen? Ehrliche und interessante Antworten gibt es im folgenden Video – viel Spaß!

Und falls euch beim Ansehen Antworten zu den gestellten Fragen einfallen, die ihr gerne mit uns teilen wollt, kommentiert doch einfach dieses Video! Wir sind gespannt auf eure Meinungen.