Ideengeber für den Klimaschutz: Gute Beispiele aus der deutschen Wirtschaft

„Das Erfolgsgeheimnis unseres Nachhaltigkeitspreises besteht aus einer Kombination von größeren Investitionen und vielen kleinen Initiativen. Es geht um das Bewusstsein, wie wir mit Ressourcen umgehen“: Alexandra Scholz, federführend für den Nachhaltigkeitspreis, mit SLADDA, dem ersten IKEA Fahrrad.

Kann Deutschland bis 2050 weitgehend klimaneutral wirtschaften? Produzieren? Fahren? Essen? Leben? „Warum nicht“, sagt die Exzellenzinitiative Klimaschutz-Unternehmen, die 2009 von Umwelt- und Wirtschaftsministerium und der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) ins Leben gerufen wurde. Die 32 Mitglieder von Klimaschutz-Unternehmen, darunter auch IKEA Deutschland, haben sehr konkret bewiesen, dass die Klimaschutzziele erreichbar sind: mit vielen kleinen und großen Initiativen, Investitionen und Ideen.

Jetzt hat Klimaschutz-Unternehmen ihre neue Best-Practice-Broschüre „Ideengeber“ veröffentlicht. Mit der Broschüre möchte die Initiative Impulse für Klimaschutz- und Energieeffizienzprojekte in die Wirtschaft geben. Neben Einblicken in spannende betriebliche Klimaschutzprojekte gibt es auch ein Interview mit Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks zur Frage, welche Ziele die deutsche Klimaschutzpolitik verfolgt.

Als Best-Practice ist IKEA Deutschland mit dem neuen Nachhaltigkeitspreis in der Broschüre vertreten. Mit diesem Preis möchte das Unternehmen den bisherigen Energieeffizienzpreis auf eine breitere, nachhaltigere Basis stellen. „Damit verfolgen wir künftig einen ganzheitlichen Ansatz, der auch in unsere Nachhaltigkeitsstrategie People & Planet Positive eingebettet ist“, erklärt Ulf Wenzig, Sustainability Manager bei IKEA Deutschland. Ob es besondere Liefer- und Transportkonzepte, lokale Kooperationen, Aktionen als guter Nachbar, die Förderung von Mitarbeitern oder spannende Kommunikationsmaßnahmen rund um nachhaltige Produkte sind – bei dem neuen Preis wird das Thema Nachhaltigkeit in all seinen Facetten beleuchtet.

Ikea Nachhaltigkeitspreis 084 IKEA Deutschland lobte zum ersten Mal einen umfassenden Nachhaltigkeitspreis aus. Die Einrichtungshäuser Siegen, Freiburg und Augsburg hatten dabei die Nase vorn.

Als Anreiz, möglichst viele Ideen und Innovationen aus den einzelnen Einrichtungshäusern zu sammeln, winkt ein Preisgeld insgesamt in Höhe von 300.000 Euro in drei Kategorien. Auf den ersten Platz landete in diesem Jahr das IKEA Einrichtungshaus in Siegen. Bei dem Siegerhaus zieht sich das Thema Nachhaltigkeit wie ein roter Faden durch alle Bereiche – angefangen vom nachhaltigen Musterzimmer, Aufbewahrungsideen für Lebensmittel oder einer originellen Recyclingstation. IKEA Freiburg, Zweitplatzierter, punktete durch ein alternatives Transportkonzept inklusive „Schwedencabrio“ (Fahrradanhänger) und Fahrradpass für Mitarbeiter. Augsburg auf Platz drei überzeugte u.a. durch ein vorbildliches Projekt zur Unterstützung von Geflüchteten.  Der Gewinn kann für die verschiedensten Bereiche eingesetzt werden, die zur Nachhaltigkeit gehören – also zum Beispiel zur Mitarbeitergesundheit und -fürsorge, zur weiteren Steigerung der Energieeffizienz oder für soziale Aktionen. 

Klimaschutz-Unternehmen

Klimaschutz-Unternehmen sind ein Zusammenschluss von Unternehmen in Deutschland, die durch herausragende Innovationen eine Vorreiterrolle bei Klimaschutz und Energieeffizienz einnehmen. Sie haben sich freiwillig zu messbaren und ambitionierten Zielen bei Klimaschutz und Energieeffizienz verpflichtet und herausragende Energieeffizienz-Projekte in ihren jeweiligen Unternehmen erfolgreich umgesetzt. Mitglied in der Exzellenzinitiative können Unternehmen nur nach einer wissenschaftlichen Begutachtung ihrer Klimaschutzleistungen und der unabhängigen Überprüfung durch den Beirat aus Fachexperten werden. IKEA ist seit 2014 aktives Mitglied der Initiative.

„Als branchenübergreifender Zusammenschluss von Unternehmen aller Größenklassen verbindet uns das Engagement für Klimaschutz und Energieeffizienz“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Saam. „Unsere Unternehmen übernehmen Verantwortung für die Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen.“