Neueröffnung IKEA Wetzlar: Generalprobe bei IKEA Siegen

Abfahrt von IKEA Wetzlar zu IKEA Siegen

Was passiert, wenn die komplette Mannschaft eines IKEA Einrichtungshauses mit etwa 250 Mitarbeitern einfach mal einen ganzen Tag lang ein Team-Building auswärts verbringt? Und das an einem ganz normalen Öffnungstag mitten in der Woche? Nichts. Denn dann kommt einfach das gesamte Team eines anderen Einrichtungshauses zur Hilfe und schmeißt das Tagesgeschäft.

Ikea Wetzlar1 „Tillsammans“: Für einen ganzen Tag wird IKEA Siegen von IKEA Wetzlar unterstützt

Ok, zugegeben: Bisher ist das bei IKEA in Deutschland so erst einmal vorgekommen – nämlich im Einrichtungshaus Siegen Anfang Mai. Das neue 250-köpfige Team des Einrichtungshauses Wetzlar, das am 18. Mai seine Neueröffnung feiert, übernahm für einen Tag das Einrichtungshaus in Siegen. Eine Win-Win-Situation für beide Einrichtungshäuser: Während sich das komplette Team aus Siegen einen ganzen Tag mit den Werten und der Kultur von IKEA beschäftigen konnten, hatten die neuen Kollegen aus Wetzlar die einmalige Chance, einen ersten Probelauf vor der großen Eröffnung durchzuführen. Kein Wunder, dass diese Aktion unter dem Motto „Tillsammans“ stand, dem schwedischen Wort für „Zusammen“. Denn „Tillsammans“ ist auch ein wichtiger Teil der IKEA Unternehmenskultur.

Mit 170 Mitarbeitern, die - abgesehen von ihrer Einarbeitungszeit - ganz neu bei IKEA gestartet sind, und weiteren 80 erfahrenen Kollegen war der Tag sowohl Herausforderung als auch Chance zugleich: „In einem fremden Einrichtungshaus zu arbeiten ist immer aufregend. Durch das IKEA Konzept ist natürlich ziemlich vieles ähnlich, aber kleine Unterschiede gibt es trotzdem in jedem Haus. Und mit einem kompletten Team, das aus vielen neuen Kollegen besteht, alle Bereiche eines anderen Einrichtungshauses von der Logistik über den Verkauf bis hin zum Kundenservice zu übernehmen, war für uns schon etwas Besonderes“, erzählt Detlef Boje, Einrichtungshauschef IKEA Wetzlar.

Ikea Wetzlar Thumb Mitarbeiter aus dem Verkauf nach ihrem Einsatz bei IKEA Siegen (v.l.n.r. Elena Stoppel, Birgit Volk, Mirko Meyer, Ekaterina Freis)

Bereits um 4.00 Uhr am frühen Morgen nahmen die ersten Mitarbeiter aus Wetzlar ihre Arbeit in der Logistik im Einrichtungshaus Siegen auf und stellten die Warenverfügbarkeit für die IKEA Besucher des Tages sicher. Die Kollegen aus den anderen Bereichen, wie etwa aus dem Verkauf, dem Kundenservice oder von IKEA Food, reisten gemeinsam mit Bussen aus Wetzlar pünktlich zur Hausöffnung um 10.00 Uhr an. 

„So eine Übernahme – sei es auch nur für einen Tag – erfordert eine Menge Vorbereitungszeit. Von IT-Zugängen über das Kennenlernen des hauseigenen Sicherheitskonzeptes bis hin zu logistischen Abläufen muss an alles gedacht werden. Wir wollen ja schließlich sicherstellen, dass die Kunden wie gewohnt bei uns einkaufen können“, erklärt Detlef Boje. Deshalb traf sich die Hausleitung beider Häuser bereits weit im Voraus, um alle nötigen Vorbereitung bis ins Detail zu treffen. „Der Aufwand hat sich jedoch enorm gelohnt. Wir sind sehr dankbar für die Chance, die Arbeitsweisen und das Zusammenspiel aller Mitarbeiter und Abteilungen bereits vor der regulären Eröffnung unseres neuen Hauses auf diese Weise kennen lernen zu können. Für die Eröffnung am 18. Mai in Wetzlar sind wir nun bestens vorbereitet“, so Detlef Boje weiter.

Ikea Wetzlar4 Nadine Rinker, Mitarbeiterin im Verkauf bei IKEA Wetzlar an ihrem Arbeitsplatz bei IKEA Siegen

Mit einigen kleinen Pannen hatte das Team dennoch zu kämpfen. Zur Eröffnung des Restaurants am Morgen funktionierte das Bezahlsystem plötzlich nicht. „Die Kunden, die bei uns Frühstücken wollten, konnten an der Kasse nicht bezahlen. Aber bevor wir unsere Kunden mit leeren Bäuchen warten lassen, gaben wir das Frühstück trotzdem aus und ließen sie einfach im Nachhinein zahlen als alles wieder regulär funktionierte“, erzählt Tanja Guckes, Kundenservicechefin IKEA Wetzlar. 

Für die Kunden, die an diesem Tag in Siegen einkauften, blieb ansonsten alles wie gewohnt. Die Mitarbeiter trugen zwar spezielle Buttons an ihrer Berufsbekleidung, die darauf hinwiesen, dass die Kollegen aus Wetzlar stammen, aber einen Unterschied konnte man sonst nirgends feststellen. „Einige Kunden fragten interessiert, was es damit auf sich habe und waren sehr begeistert von der Idee. Ich hätte nicht gedacht, dass man sich so schnell in einem neuen Haus zurecht findet. Ich freue mich jetzt einfach sehr auf unsere Eröffnung in Wetzlar und fühle mich durch diesen Tag hier einfach doppelt gut vorbereitet“, erzählt Nadine Rinker, Mitarbeiterin im Verkauf. 

Ikea Wetzlar6 Ein Dankeschön der Siegener für ihre Wetzlarer Kollegen

Am Ende gab es noch ein kleines Dankeschön in Form einer mit Süßigkeiten befüllten IKEA 365+ Tasse von den Siegener Kollegen für die Unterstützer aus Wetzlar. „Wir freuen uns einfach sehr, dass so etwas bei IKEA möglich ist und es zeigt, dass wir uns alle gegenseitig aufeinander verlassen können – unabhängig davon in welchem Einrichtungshaus man arbeitet“, so Cathrin Scholz, Einrichtungshauschefin IKEA Siegen. 

           

           

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/ikea-wetzlar-probt-bei-ikea-siegen