Das erlebten Mitarbeiter bei den UNICEF Projekten in Indonesien

Ohne Selfies geht gar nichts (Quelle: Christian Mollerus)

Vom 29. bis 31. März besuchten sechs IKEA Mitarbeiter*innen im Rahmen des „IWitness“-Programms UNICEF Projekte in Indonesien, die mit Spenden der IKEA Foundation finanziert werden. Die Mittel stammen aus der „Let’s Play for Change“ Kampagne, die im November und Dezember in allen IKEA Einrichtungshäusern lief. Hier könnt ihr die Reise und die Erlebnisse von Alex, Christian, Jörk, Krissi, Steffen und Steffi nacherleben.

Ikea Iwitness1 Am beeindruckensten war, wie offen wir in der Malstunde aufgenommen wurden (Quelle: Christian Mollerus)
Ikea Iwitness2 Fremde werden erstmal kritisch beäugt, später aber bricht das Eis (Quelle: Steffen Gumpfer)

Der erste Tag führte uns zum Kindergarten TK N. Pembina Nasional, der von 2013 bis 2015 von UNICEF beratend, finanziell und durch Ausbildung der Erzieher unterstützt wurde. Auf diese Weise ist er heute ein Vorbild für die kindgerechte Betreuung. Der Kindergarten folgt dem Konzept, Kinder schon im frühsten Alter über Gesundheit und Ernährung aufzuklären, sie vielfältig anzuregen und sie stark zu machen, damit sie sich schützen können.

Am zweiten Tag haben wir uns aufgeteilt und drei Kinderzentren im Raum Leuwiliang in den Bergen westlich von Bogor besucht. Dort werden Kinder betreut, bekommen eine Vorbereitung auf die Schule und neben Spiel und Spaß kommen auch die Grundregeln der Hygiene nicht zu kurz. Ab August 2017 werden die IKEA Foundation und UNICEF diverse Projekte starten, in denen Erzieher und Eltern im richtigen Umgang mit Kindern ausgebildet und beraten sowie die Gebäude wieder in Stand gesetzt werden.

Ikea Iwitness3 High five für Steffi (Quelle: Gibthi Ihda Suryani)

Am Anfang war manches Kind skeptisch – die letzten Fremden kamen als Ärzte mit Spritzen. Und so groß sind diese Besucher auch noch! Später bricht das Eis. Was auch daran liegt, dass wir sofort in alle Aktivitäten einbezogen werden. Gymnastik, den Tanz der Pinguine – bei 37°C wurde aus einem warmherzigen Empfang ein ganz heiß-herziger.

Ein Kinderzentrum hat Platz im Privathaus der Lehrerin gefunden, weil es sonst keinen Raum dafür gab. In einem anderen konnten wir das Gewinnerkleid eines Modewettbewerbs bewundern – nur gemacht aus Abfällen. Und im Dritten wurden Bilder mit Hilfe von gefärbten Sägespänen gemalt.

Ikea Iwitness9 Spaß beim Lernen ist immer dabei (Quelle: Christian Mollerus)

Teilweise wird für die kleinen Kinder der Einstieg leicht gemacht, denn die Mütter können während der Betreuungszeiten bei ihren Kindern bleiben – auf diese Weise profitieren sie auch selbst von den Spiel- und Lernangeboten für ihre Kinder.

Großes Engagement der Lehrer*innen und Dorfgemeinschaften hilft, trotz der fehlenden Ausstattung den Kindern bessere Startchancen in das (Schul-)leben zu ermöglichen.

Die Leiterin einer Einrichtung sagte, dass die zukünftige Unterstützung einen echten Unterschied für das Kinderzentrum machen kann. Denn UNICEF ist weithin dafür bekannt, dass die Organisation große Erfahrung in der Ausbildung und Stärkung von Lehrern und Betreuern hat.

Ikea Iwitness5 Die Schulleiterin Mulyanah (Quelle: Stefanie Albert)

Am dritten Tag wurden wir in Paud Bungur (einer Gegend voller Reisfelder) von begeisterten, motivierten, lachenden und singenden Kindern, Lehrern und Eltern empfangen. Die Eltern zahlen monatlich 25.000 IRP (€1,75) – mehr können sie sich nicht leisten, da die meisten Plantagenarbeiter sind. Die Kinder bekommen drei Tage die Woche extrem motivierte Erzieher, die die Kinder mit viel Liebe spielerisch an Dinge wie Indonesienkunde, Religion, Zahlen und Buchstaben heranführen.

Als Mulyanah, die Leiterin des Kindergartens, anfing, über den Kindergarten und die große Bedeutung des Lernens zu sprechen, weinte sie vor lauter Begeisterung. Es wird schwer sein, Menschen mit mehr Leidenschaft für ihre Arbeit zu finden.

Ikea Iwitness6 Malstunde mit Krissi (Quelle: Christian Mollerus)

In beiden Klassen wurden viele Lieder gemeinsam, aber auch im Solo vorgetragen und wir hatten auch die Chance, ein „Von den blauen Bergen kommen wir“ zu schmettern.

In jedem Gespräch war deutlich zu spüren, was Begeisterung und Überzeugung für Bildung ausmacht. UNICEF und die IKEA Foundation helfen diesem Kindergarten mit der Ausbildung von Supervisoren und später von Lehrern. Ein toller Besuch mit viel Freude und Emotionen!

Ikea Iwitness8 Vor dem Abflug nach Jakarta (Quelle: privat)

Die Reisenden

Oben von links nach rechts: Krissi Moeller (Verkaufsmitarbeiterin in der Küchenabteilung des IKEA Einrichtungshauses Oldenburg), Steffi Albert (Projektleiterin Marketing Deutschland), Tim Rohde (Deutsches Komitee für UNICEF).

Unten von links nach rechts: Steffen Gumpfer (Teamleiter Küche im IKEA Einrichtungshaus Berlin-Tempelhof), Jörk Lewandovski (Geschäftsführer IKEA Einrichtungshaus Bielefeld), Alex Scholz (Verantwortlich für Energie und Ressourcen in der Nachhaltigkeitsabteilung von IKEA Deutschland), Christian Mollersu (Sales Manager IKEA Deutschland)

Hintergrund

Die IKEA Foundation spendete im Rahmen der Kampagne „Let’s Play for Change“ 1 Euro für jedes Kinderbuch und Spielzeug, das vom 20.11. – 24.12.2017  verkauft wurde an Projekte in einigen der ärmsten Regionen der Welt. Diese fördern die Entwicklung von Kindern, Bildung, gleichberechtigte Teilhabe, den Sport und natürlich das Spielen. Insgesamt konnten 21,5 Millionen Euro an die sechs Partnerorganisationen überwiesen werden.

Mit Hilfe des „IWitness“-Programms überzeugen sich kleinere Gruppen von IKEA Mitarbeitern persönlich vor Ort, wohin die Spendengelder fließen und welche Projekte damit auf die Beine gestellt werden. So werden sie zu einzigartigen Botschaftern für alle Zuhause gebliebenen. 

Ikea Iwitness7 Zur Verabschiedung wurden noch alle abgeklatscht und viele Fotos gemacht (Quelle: Gibthi Ihda Suryani)