„SLAPPNA mal!“ – Ein Entschleunigungs-Tag mit (Klein)Kindern

Der Ernst des Lebens mit all seinen Verpflichtungen ist bei uns noch gar nicht richtig angekommen, denn theoretisch ist unsere Große noch nicht schulpflichtig und ich noch in Elternzeit. Wir haben also nur wenig feste Termine und demnach keinen Zeitdruck.

Pustekuchen. Dennoch erwische ich mich immer wieder in den typischen Hetz-Situationen, die bereits morgens zwischen Frühstück vorbereiten, Windeln wechseln, Haare entwirren, Spülmaschine ein- und ausräumen, ein Buch vorlesen, waschen und umziehen, singen, Kakaounfälle aufwischen, erneutes Umziehen, Fragen beantworten und spielen beginnen. Denn eigentlich müssten wir schon auf dem Weg zum Kindergarten sein. Das Beeilen-Müssen, um pünktlich im Kindergarten zu sein zieht sich weiter: Schuhe und Jacke anziehen, Mützen suchen und doch noch mal zur Toilette müssen, während ein Kind schon nach draußen gelaufen ist. Nach der zehnten Pusteblume, dem Rufen nach der Taube auf dem Dach, dem Zuwinken der Müllabfuhr und dem Bestaunen der Baustelle kommen wir endlich an. Aber auch nur weil ich die Kids stets zum Weiterlaufen animiert habe.

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Welche Mama kennt dies nicht? Und wir reden hier gerade mal von der ersten Stunde des Tages. Das Spielchen geht nach dem Kindergarten weiter neben Arztbesuchen, dem Freizeitprogramm, dem Haushalt und dem Zubettgehen. Alles oft an Uhrzeiten und Zeitdruck gebunden und der ein oder anderen Aufforderung sich beeilen zu müssen.

Ja, der Alltag ist stressig, daran gibt es nichts zu rütteln. Nicht nur für uns Erwachsene. Auch für die Kleinsten. Es bleibt wenig Zeit für die schönen Dinge aus Kindersicht. Viele Fragen bleiben unbeantwortet, Spiele müssen unterbrochen werden, Fantasie wird gebremst und Bedürfnisse bleiben auf der Strecke. Stopp! Auch Kinder haben ein Recht auf Entschleunigung – auf SLAPPNA. SLAPPNA bedeutet auf Schwedisch Entspannung und plädiert dafür sich von allen Erwartungen und Verpflichtungen zu lösen und einfach mal die Seele baumeln zu lassen. Kinder brauchen das für ihre Entwicklung. Neben einem oft vollen Tagesprogramm brauchen sie auch mal Zeit und Ruhe, um sich entfalten zu können. Keine Vorgaben oder Pflichten. Und das Beste daran: sie inspirieren auch uns Großen einfach mal zu chillen und Sachen liegen zu lassen. 

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An freien Tagen gibt es daher bei uns keine Vorschriften und Verpflichtungen. Wir haben allgemein nur wenige Regeln, dafür aber viele Rituale. Wir lassen uns einfach Zeit für die Dinge, auf die wir Lust haben. Und man muss den Kindern noch nicht einmal das bunteste Programm bieten – die Welt machen sich Kinder selber bunt. Einfach nur SLAPPNA

Ikea Slappna Kinder Kommt Essen Foto 4 (Foto: Sarah Weskamp von Kinderkommtessen.de)

Unser perfekter SLAPPNA-Tag:

Morgens wird lange im Bett getobt und gekuschelt. Es werden Hörbücher gehört, Geschichten vorgelesen oder erfunden und ganz viel gemeinsam gelacht.

Kreatives Austoben und Experimentieren ist nicht nur wichtig für die Entwicklung der Kinder, sondern macht auch verdammt viel Spaß. Vor allem ohne Vorgaben, losgelöst von Ideen-Inputs von uns Großen, entstehen die tollsten Kunstwerke – selbst bestimmt.

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Bei gutem Wetter wird am liebsten draußen getobt. Egal ob klettern, laufen, faulenzen und Wolken betrachten, Naturmaterialien sammeln - langweilig wird uns nicht.

Da wird dann auch gerne mal das gemeinsame Essen nach draußen verlegt.

Den Tag am Lagerfeuer mit Stockbrot ausklingen lassen und dieses dann direkt warm mit Kräuterbutter oder Dips genießen. Natürlich mit den Fingern und ohne Tischmanieren. Perfekt.

Das Rezept für Stockbrot verrate ich euch natürlich direkt!

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Du brauchst für ca. 20 Portionen Stockbrot

  • 500 g Mehl
  • 1 Hefewürfel
  • 180 ml Milch
  • 90 ml zerlassene Butter
  • ½ TL Salz

Milch in einem Topf erwärmen und den Hefewürfel durch Rühren darin auflösen. Die Hefe-Milch mit dem Mehl, der Butter und dem Salz vermischen und zu einem glatten Teig kneten. Teig abgedeckt an einem warmen Ort ca. 1 Stunde ruhen lassen, bis er etwa auf das doppelte Volumen aufgegangen ist. Ein weiteres Mal durchkneten und in kleine Teigportionen teilen. Teig zu dünnen Stangen rollen und auf Holzstäbe oder Stöcke so aufrollen, dass die Spitze nicht herausschaut.

Jetzt noch ein Feuerchen und das Brot über die Flamme halten. 

Satt und ausgepowert geht es nach der anschließenden Badewanne mit einem zufriedenen Lächeln ins kuschelige Bett.

Hach, Kind müsste man nochmal sein.

Wann war dein letzter SLAPPNA-Tag ganz ohne Verpflichtungen und Erwartungen? 


Gastbeitrag der Bloggerin Sarah von Kinder, kommt essen!

                

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/kinderkommtessen