Life at Home Report 2017 – „Verbindung wird hergestellt …“

Für viele Deutsche ist das Handy am Tisch tabu und wird deshalb auch kurzerhand verbannt

Das Erst­­­e was ich tue, ­wenn ich nach Hause komme, ist, meine Schuhe auszuziehen. Okay, jetzt in der kalten Jahreszeit vielleicht zuerst die Jacke und dann die Schuhe, aber auf jeden Fall gehe ich danach ins Wohnzimmer und setze mich auf die Couch – dann bin ich angekommen. Der Arbeitstag ist vorbei und die Freizeit, die Zeit für mich, beginnt.

Ikea Life At Home 2017 02 Technologie immer und überall: Es gibt eigentlich keinen Raum mehr, indem man nicht irgendwie mit Technik zu tun hat

Die Dinge, die ich dann noch im Kopf habe, wie Termine oder Aufgaben, die am nächsten Tag auf mich warten, versuche ich auszublenden. Das Thema geistige Präsenz, also bewusst anwesend zu sein in den eigenen vier Wänden, ist für viele Menschen wichtig und auch umsetzbar, wie der Life at Home Report 2017 belegt: 59 Prozent der Befragten in Deutschland gaben an, dass sie immer das Gefühl haben, zu Hause bewusst anwesend zu sein.

Hallo, ist da jemand?

Mit bewusster Präsenz ist gemeint, sich im „Hier und Jetzt“ zu befinden, sich konzentriert mit einer Aktivität oder dem Mitbewohner zu beschäftigen. Aber auch die Augenblicke, in denen wir unser Zuhause bewusst genießen – und uns von der Außenwelt abschotten. Doch es gibt auch diese Momente, in denen wir keine klare Grenze ziehen wollen. Wir haben Angst, etwas zu verpassen: Für 48 Prozent der Deutschen ist es wichtig, auch zu Hause mit der Außenwelt verbunden zu sein.

Mit dem Smartphone bin ich überall und nirgends

Aber wie halten wir Kontakt mit der Außenwelt? Beispielsweise mit dem Smartphone. Entweder per Messenger-Dienst, Videoübertragung oder fast schon etwas altmodisch per Anruf. Dabei fällt es vielen schwer, eine Balance zwischen der geistigen Anwesenheit zu Hause und der Teilnahme am Leben außerhalb der Wohnung zu finden. Ich merke das auch bei mir: Wenn ich im Gespräch mit meinem Freund nach meinem Smartphone greife, unterbricht er häufig die Unterhaltung, weil er weiß, dass ich dann nicht mehr präsent bin – und ihm nicht mehr zuhöre, sobald ich anfange zu tippen.

Damit gehöre ich zu den 9 Prozent der Deutschen, die sich aufgrund der verbrachten Zeit in sozialen Netzwerken schuldig fühlen. Allerdings fühlen sich 6 Prozent gestresst, wenn sie nicht jeden Tag soziale Medien nutzen. Rund 33 Prozent der Menschen weltweit sagen, dass es schwierig ist, bei der Nutzung von Technologie zu Hause das richtige Maß zu finden. Deshalb setzen sich viele selbst Grenzen: Für 56 Prozent der Deutschen ist das Handy am Esstisch tabu, außerdem legen 34 Prozent zu Hause ein Zeitlimit für die Nutzung von Technologien fest.

Ikea Life At Home 2017 Auch wenn man rein physisch zu Hause anwesend ist, kann der Kopf schon wieder ganz woanders sein

Technologie: Störfaktor und Verbindungselement

Vor allem die Beziehung zwischen Eltern und Kind kann durch Smartphone, Tablet und Co. diese Verbindung – im wahrsten Sinne des Wortes – unterbrechen: 24 Prozent der Eltern weltweit denken, dass sie aufgrund der Technologie weniger Zeit mit ihren Kindern verbringen. Dennoch kann Technologie auch das verbindende Element sein, welches die Beziehung zu unseren Kindern, Partnern oder Mitbewohnern stärkt: Wie sich dem Life at Home Report entnehmen lässt, ermöglichen sie es uns, mehr Freizeit mit der Familie zu verbringen oder sich auf ganz anderer Ebene miteinander zu verbinden. Wenn ich mit meinem Vater ein Quiz via Smartphone spiele, fühle ich mich mit ihm verbunden und stehe in Kontakt – auch wenn er 130 Kilometer entfernt in seinem Wohnzimmer sitzt.

Persönlich verbunden

Immerhin 36 Prozent der Menschen weltweit sind begeistert davon, Technologie in ihr Zuhause zu integrieren, um sich stärker mit ihren Familienmitgliedern oder Mitbewohnern verbunden zu fühlen. Oder einfach um mehr Zeit für sie zu haben: Während der Saugroboter arbeitet, kann ich gemeinsame Zeit mit meinem Partner oder Mitbewohner verbringen. Und auch den eigenen Vorlieben können wir mit der Technologie Ausdruck verleihen, indem beispielsweiße per Knopfdruck das Lieblings-Stimmungslicht angeht und das passende Lied dazu abgespielt wird.

So wie das Zuhause, so ist auch Technik personalisierbar. Gerade bei der Frage, wie wir Präsenz in der eigenen Wohnung zeigen, hilft es, die eigenen vier Wände der Persönlichkeit entsprechend zu gestalten. Wie zum Beispiel ein Schuhregal mit passender Handyablage, damit ich beim Ankommen zu Hause auch gleich mal mein Handy zur Seite legen kann.

Wenn du noch mehr über die Auswirkungen von Technologien in unserem Zuhause wissen möchtest, schau doch mal in unser Factsheet.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/life-at-home-2017-digitalisierung