Life at Home Report 2017 – Herausforderung angenommen!

Immer was los: Herausforderungen zu Hause zusammen erfolgreich meistern.

Das Zusammenleben mit anderen Menschen und all ihren Habseligkeiten kann eine echte Herausforderung sein. Wer hat noch nicht das Argument „das ist aber mein Fernseher“ genutzt, um seine Lieblingssendung schauen zu können oder zum zehnten Mal das kitschige Mitbringsel aus dem vorvorletzten Urlaub wieder in der Schublade verschwinden lassen, obwohl der Mitbewohner es doch gerade erst wieder schön sichtbar auf der Fensterbank platziert hatte? 

Um Herausforderungen und Konflikte, die jeder von uns aus dem eigenen Zuhause kennt, geht es in einem neuen Report von IKEA. Mit mehr als 22.000 Befragten in 22 Ländern* ist der diesjährige Life at Home Report die umfangreichste Studie, die IKEA jemals durchgeführt hat. Besonders interessant: Der Report des letzten Jahres wird in der diesjährigen Studie wieder aufgegriffen und das Zusammenspiel der vier identifizierten Dimensionen des Zuhauses – Beziehungen, Objekte, Raum und Ort – genauer beleuchtet. Insgesamt wurden so fünf Spannungsfelder definiert, die zusammenlebende Menschen überall auf der Welt erleben.

Ikea Lah Report 01 In jedem Zuhause finden sich Dinge, die dem einen am Herz liegen, während der andere sie hasst.

1. „Der Mythos des Minimalismus“: Warum wir eher Prioritäten setzen als minimalistisch leben

Konsequent ausmisten oder doch alles behalten? „Entweder oder“ fällt den meisten Menschen schwer, weshalb viele dazu übergehen, ihre Besitztümer zu priorisieren. Oft haben sie eine emotionale Verbindung zu ihren Sachen, sie verknüpfen ihre Erinnerungen und Träume damit. Gleichzeitig fühlt sich mehr als ein Viertel der weltweit Befragten (27 %) dem sozialen Druck ausgesetzt, minimalistisch leben zu sollen. Wir Deutschen sind da die entspannteste Nation (mit 13 %). Und das ist gut so: Wir nehmen uns die Freiheit, unsere Lieblingsstücke zu behalten.

2. „Ich brauche meine Privatsphäre“: Wie wir Privatsphäre und das Recht auf persönliche Dinge in einem gemeinsamen Zuhause aushandeln

Jeder von uns ist gerne mal allein und sucht anschließend wieder die Nähe der Liebsten. Doch offen zu kommunizieren, was man gerade möchte, fällt vielen Menschen schwer: Um Diskussionen darüber, was deins, meins und unseres ist, machen die meisten von uns lieber einen Bogen. Kein Wunder, dass weltweit zwei von fünf Menschen (40 %) mit Dingen leben, die sie nicht leiden können, die aber ihren Mitbewohnern gehören. Ebenso viele (40 %) haben schon mal Gegenstände von jemandem weggeworfen, mit dem sie zusammenleben, ohne es demjenigen zu sagen. Der Report zeigt: Menschen, die offen darüber sprechen, sind zu Hause zufriedener. Wir brauchen unseren eigenen Raum und persönliche Dinge – dafür müssen wir uns nur überwinden, danach zu fragen.

Ikea Lah Report 02 Zuhause auch mit dem Rest der Welt in Kontakt sein: Dank neuster Technologien ganz einfach und bringt gleichzeitig neue Probleme mit sich.

3. „Ist jemand zu Hause?“: Die Suche nach geistiger Präsenz in unserem privaten Raum

Wir sind zu Hause physisch anwesend – aber sind wir wirklich präsent? 41 Prozent der deutschen Befragten gaben an, dass sie ihr Zuhause bewusst genießen – eine schöne Nachricht! Diese mentale Anwesenheit kann allerdings durch den hektischen Alltag, einen anspruchsvollen Job und auch durch die Angst, außerhalb der Wohnung etwas zu verpassen, beeinträchtigt werden. Ein gutes Zeitmanagement ist hier das A und O – wann bin ich zu Hause und wann verbringe ich Zeit draußen? Das Gefühl von „Zuhause sein“ beginnt bei uns selbst – wir dürfen uns von der Außenwelt nur nicht zu sehr ablenken lassen. 

4. „(Nicht) verbunden: Technologie im Zuhause“: Eine gesunde Balance finden

„Jetzt leg doch mal das Smartphone weg“ – ein Satz, den manche von uns in letzter Zeit bestimmt immer mal denken. Damit gehören wir zu den wenigen Deutschen (13 %), die es teilweise schwierig finden, in Zeiten der zunehmenden Technologien eine gesunde Balance zu Hause zu finden. Insgesamt ein gutes Ergebnis, denn der weltweite Durchschnitt hierfür liegt bei 33 Prozent. 47 Prozent aller Befragten verbannen Smartphones vom Esstisch und 30 Prozent begrenzen bewusst die Zeit, die vor einem Bildschirm verbracht wird – vor allem bei Kindern. Die endlosen Möglichkeiten, online zu kommunizieren, können die gemeinsam verbrachte Zeit zu Hause negativ beeinflussen. Wenn man hierfür aber feste Regeln vereinbart, kann die Technik unsere Beziehungen sogar stärken: Wenn wir unterwegs sind, können wir trotzdem zu Hause digital präsent sein.

Ikea Lah Report 03 Der „Ich hasse deine Sachen“-Teppich versteckt schnell und einfach unliebsame Sachen.

5. „Das bewusst unfertige Zuhause“: Wie gestaltet man ein Zuhause für ein Leben, das sich ständig verändert

Unser Leben wandelt sich, warum sollte das nicht auch für unser Zuhause gelten und möglich sein? Viele Menschen wollen ein „fertiges“ Zuhause schaffen, obwohl sich ihre Bedürfnisse und Träume im Laufe der Zeit verschieben. Ein Viertel (24 %) der Deutschen nehmen Änderungen in ihrem Zuhause in Zyklen vor. Sie bevorzugen regelmäßige Routinen und gehören damit eher zu den „Mitmachern“ und nicht zu den „Machern“, die gerne experimentieren und Veränderungen mögen. Das größte Hindernis (20 %) ist zu wenig Platz, um Dinge vorübergehend zu lagern, während man an der Umgestaltung arbeitet. Räume sollten jedoch nach Möglichkeit den aktuellen Bedürfnissen ihrer Bewohner entsprechen, damit sie sich in ihrem Zuhause wirklich wohlfühlen – dabei geht es nicht darum, etwas fertigzustellen, sondern temporär so anzupassen, dass es das Leben zu Hause unterstützt.


 

Die KONFLIKTLÖSA Kollektion

Und was macht IKEA mit diesen Ergebnissen? Eine kleine Kollektion mit dem passenden Namen KONFLIKTLÖSA. Alles Prototypen, die die Konflikte und Herausforderungen im Zusammenleben von Menschen widerspiegeln und die Frage aufwerfen: Könnten diese Möbelstücke dabei helfen, das Leben zu Hause zu erleichtern? 

Ich durfte mir die Kollektion bereits ansehen und bin besonders begeistert vom „Ich hasse deine Sachen“-Teppich. Da bekommt die Redensart „etwas unter den Teppich kehren“ gleich eine ganz andere Bedeutung. Wie oft wollte ich schon die Spielekonsole meines Freundes entsorgen und er im Gegensatz so manches meiner Schuhpaare! Auch das „Ich brauche meine Privatsphäre“-Sofa würde mir gefallen: Jeder hat seinen eigenen Platz und die Sitze lassen sich hoch- und runterfahren. Während ich also oben throne, lümmelt mein Freund unten. Dank der beweglichen Lehne schirmt er sich ab, wenn er seine Ruhe haben möchte. Zum Kuscheln könnten wir die Sitze dann wieder auf gleiche Höhe bringen, bevor wir uns der nächsten Herausforderung gemeinsam stellen. In den nächsten Wochen werdet ihr noch mehr über den Life at Home Report auf dem IKEA Unternehmensblog lesen. Den vollständigen Report findet ihr unter: lifeathome.ikea.com.

*Neben der quantitativen Umfrage hat IKEA auch 36 Interviews mit Menschen in ihrem Zuhause geführt. Außerdem wurde 12 Wochen lang mit 18 sogenannten „Wohn-Pionieren“ – Menschen, die kreativ oder auf ungewöhnliche Art leben – zusammengearbeitet, um zu sehen, wie sie sich ein besseres Leben zu Hause schaffen.

#lifeathome

Ikea Lah Report 04 Auf dem „Ich brauche meine Privatsphäre“-Sofa hat jeder seinen ganz persönlichen Platz.
http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/life-at-home-report-2017