In 33 Monaten zur Nachwuchsführungskraft

Mit dem deutschlandweiten Handelsfachwirt Programm bildet IKEA jährlich etwa 25 Nachwuchsführungskräfte aus. In 33 Monaten lernen die Auszubildenden drei verschiedene IKEA Häuser kennen und haben anschließend drei IHK-Abschlüsse in der Tasche. Dabei lernen sie nicht nur die kompletten Abläufe eines IKEA Einrichtungshauses kennen, sondern erfahren zudem eine ganze Menge über ihre Stärken und beruflichen Interessen. Julia Wetendorf ist eine davon: In einem Gespräch erzählt uns die 23-Jährige, wie ihr Arbeitsalltag aussieht und warum sie schon jetzt kein Problem damit hätte, ein komplettes Team zu führen.

Julia Julia Wetendorf, Auszubildende im deutschlandweiten Handelsfachwirt Programm.

Julia, du bist nun schon im zweiten Lehrjahr deiner Ausbildung zur Handelsfachwirtin bei IKEA. Wie bist du auf die Idee gekommen, dich für dieses Programm zu bewerben?

Julia: Ich steckte gerade mitten in meiner Ausbildung zur Bankkauffrau, wusste aber schon länger, dass dieser Beruf eigentlich nicht das war, was ich mir für meine Zukunft vorstellte. Während eines Einkaufs bei IKEA schwärmte ich meinem Freund wieder einmal vor, wie gerne ich das Unternehmen und die Produkte mag. „Warum bewirbst du dich dann nicht einfach mal bei IKEA?“, hatte mein Freund mich damals gefragt. Noch am selben Abend informierte ich mich im Internet über die Möglichkeiten und das Handelsfachwirt Programm hat mich sofort angesprochen.

Was hat dich daran so begeistert?

Julia: Mir gefiel besonders die große Vielfalt der Ausbildung: Innerhalb von 33 Monaten gleich drei Abschlüsse machen zu können und dabei drei verschiedene Häuser kennen zu lernen, klang wirklich spannend. Außerdem gefiel mir die Aussicht, nach Ende der Ausbildung direkt in eine Führungsposition einsteigen zu können. Dass es mit meiner Bewerbung tatsächlich geklappt hat, ist einfach super. Meine Ausbildung zur Bankkauffrau habe ich sogar noch beenden können, bevor es im September 2015 dann endlich bei IKEA losging.

Erzähl uns doch mal etwas über deine aktuellen Tätigkeiten in der Ausbildung.

Julia: Die ersten eineinhalb Jahre, die ich in meinem Stammhaus bei IKEA in Braunschweig verbracht habe, sind nun fast um. Hier habe ich alle Abteilungen des Einrichtungshauses kennen gelernt und direkt von Anfang an richtig mit anpacken können. Am besten hat mir die Arbeit im Verkauf in der Abteilung „Verstauen & Ordnen“ gefallen. Das Produktsortiment hier ist für mich einfach eines der Spannendsten, da es so alltäglich ist, dass eigentlich keiner einen Bogen um Kleiderbügel, Boxen & Co. machen kann. Deshalb steht diese Abteilung nun auf meiner Wunschliste an erster Stelle für meine nächste Station: die Facheinarbeitung. Nach den ersten eineinhalb Jahren im Stammhaus folgt nämlich die Spezialisierung auf den Bereich, in dem man später am liebsten arbeiten möchte.

Ikea Ausbildung 3 Im Handelsfachwirt Programm kennenlernen, wie ein Einrichtungshaus von A bis Z funktioniert.

Weißt du denn schon, in welchem Einrichtungshaus du die Facheinarbeitung machen wirst?

Julia: Nein, bisher habe ich noch keine Ahnung, in welches Haus es als nächstes geht. Mein Arbeitsort für das nächste halbe Jahr kann tatsächlich überall in Deutschland sein. Das finde ich aber gerade so interessant. Ich lerne so viele verschiedene Städte und Menschen kennen. Gleichzeitig habe ich schon in meiner Ausbildung die Chance, ein großes Netzwerk aufzubauen. Das wird mir sicher in meinem zukünftigen Berufsleben sehr weiterhelfen.

Das klingt wirklich spannend und abwechslungsreich. Wie schaffst du es denn, die Arbeit und dein Privatleben unter einen Hut zu bekommen?

Julia: Ursprünglich komme ich aus Lübeck und habe dort auch vorher mit meinem Freund zusammen gelebt. Der Umzug nach Braunschweig in die IKEA Firmenwohnung war natürlich erst mal eine Umstellung. Da mir aber von IKEA eine Bahn Card 50 und zwei Heimfahrten pro Monat zur Verfügung gestellt werden, ist es eigentlich überhaupt kein Problem meine Familie und Freunde regelmäßig zu sehen. Und hier auf der Arbeit findet man ohnehin schnell Anschluss und kann neue Freundschaften knüpfen. Das möchte ich gar nicht mehr missen.

Neben deiner Arbeit im Einrichtungshaus musst du aber sicher auch noch eine ganze Menge für deine drei IHK-Abschlüsse lernen, oder?

Julia: Den ersten Abschluss zur Einzelhandelskauffrau habe ich schon in der Tasche. Die Abschlussprüfung hierfür hatten wir bereits im November. Glücklicherweise dürfen wir uns als Azubis bei IKEA drei Stunden pro Woche aus dem Tagesgeschäft zurückziehen und diese Arbeitszeit zum Lernen nutzen. Das vereinfacht die Sache natürlich enorm. Den Großteil des Lernstoffs für die IHK-Abschlussprüfung bekommen wir außerdem während des schulischen Teils in der Wirtschaftsakademie in Husum vermittelt. Hier treffe ich die anderen Auszubildenden aus allen IKEA Häusern alle zwei bis drei Monate für einen zweiwöchigen Blockunterricht. Als Nächstes steht der Stoff für die letzten beiden Prüfungen auf dem Stundenplan: Die Handelfachwirtprüfung und der Ausbildereignungschein, damit wir nach der Ausbildung auch selbst ausbilden können. 

Ikea Ausbildung 1 Das Handelsfachwirt Programm bei IKEA: Für alle, die etwas höher hinaus wollen.

Richtig, das Handelsfachwirt Programm hat zum Ziel Nachwuchsführungskräfte auszubilden. Fühlst du dich denn schon gut vorbereitet, um zukünftig als Führungskraft zu arbeiten?

Julia: Naja, zu Beginn der Ausbildung denkt man erst mal: „Oh Mann, ich soll also irgendwann mal ein Team führen?“. Aber schon nach den ersten Wochen habe ich mich sehr wohl mit diesem Gedanken gefühlt. Ich habe so viele tolle Leute um mich herum, von denen ich wahnsinnig viel lernen kann. Ich hatte zudem das Glück, eine komplette Abteilung übergangsweise gemeinsam mit einer anderen Auszubildenden zu leiten. Die Stelle des Teamleiters war zu dieser Zeit nicht besetzt und die Hausleitung hat entschieden, dass wir diese Position für einen Monat übernehmen. Dieser Rollenwechsel vom Azubi zum Teamleiter war erst einmal sehr ungewohnt. Ich habe in dieser Zeit aber eine Menge gelernt und weiß, dass so eine Chance nicht selbstverständlich ist.

Wie stellst du dir denn deinen weiteren Weg nach der Ausbildung vor?

Julia: Natürlich würde ich mich sehr freuen, wenn ich direkt als Teamleiterin bei IKEA übernommen werde. Ich bin flexibel, was meinen Arbeitsort angeht. Trotzdem wäre eine Stelle in der Nähe meiner Heimat Lübeck natürlich toll, denn ich bin einfach ein echtes Küstenkind. Ich lasse mich überraschen. Als nächstes freue ich mich aber erst einmal auf meinen dreiwöchigen Aufenthalt in Großbritannien. Mein kompletter Ausbildungsjahrgang hat ein Stipendium erhalten, das uns ermöglicht in verschiedenen IKEA Häusern in England und Irland mitzuarbeiten. Ich lerne die Kollegen und die Arbeit im Einrichtungshaus in Southampton kennen - das wird super.

Dann wünschen wir dir viel Spaß und weiterhin viel Erfolg mit deiner Ausbildung bei IKEA!

 

Du möchtest noch mehr über Julias Reise zur Nachwuchsführungskraft erfahren? Auf dem IKEA Azubiblog schreibt sie regelmäßig über ihre Erlebnisse.

Das deutschlandweite Handelsfachwirt Programm im Überblick

  • 33 Monate, 3 IKEA Einrichtungshäuser, 3 IHK-Abschlüsse
  • Azubis lernen ein Einrichtungshaus von A bis Z kennen
  • Ob Verkauf, Logistik, Kundenservice, Recovery oder IKEA Food: Azubis finden heraus, wo ihre Stärken liegen
  • Blockseminare an der Wirtschaftsakademie in Husum bilden den schulischen Teil der Ausbildung
  • Azubis lernen, wie man ein Team führt und motiviert

Alternativ zum deutschlandweiten Handelsfachwirt Programm gibt es zwei weitere regionale Programme:

  • Das Programm Handelsfachwirt Süd bildet in ein bis zwei Einrichtungshäusern in Süddeutschland aus. Die Seminarphasen finden nicht in Husum, sondern in der Nähe des Stammhauses statt. 
  • Die Ausbildung des Programms Einzelhandel hoch 3 findet ausschließlich im Raum Stuttgart in den Eirichtungshäusern Ludwigsburg und Sindelfingen statt.

Du möchtest noch mehr über das Handelsfachwirt Programm erfahren und dich bewerben? Auf dem IKEA Ausbildungsportal findest du weitere Informationen.