„Für uns Schweden ist Gleichberechtigung selbstverständlich – es geht um den Menschen“

Am 8. März wird der internationale Weltfrauentag gefeiert. Seit mehr als 100 Jahren wird die Gleichstellung der Geschlechter mit diesem Tag in den Fokus gerückt. Für IKEA sind Diversity und Inklusion wichtige Themen, die in den Unternehmenswerten verankert sind. Und das zeigt sich auch in Zahlen: Bei IKEA sind heute weltweit 54 Prozent der Mitarbeiter und 48 Prozent der Führungskräfte weiblich. Auch in Deutschland ist das Bild ähnlich: 46 Prozent der Managementpositionen sind von Frauen besetzt, insgesamt sind in Deutschland sogar 61 Prozent der Angestellten weiblich. Mit diesen Zahlen liegt IKEA bereits über dem bundesweiten Durchschnitt von rund 30 Prozent weiblicher Führungskräfte in Unternehmen. Das globale Ziel ist klar definiert: ein ausgewogenes Verhältnis der Geschlechter in allen Führungspositionen. Und das IKEA Group Management geht mit gutem Beispiel voran: Seit September arbeiten im Team um Konzernchef Peter Agnefjäll gleich viele Frauen und Männer.

Ikea Weltfrauentag Grafik

Ich habe mich mit Anna Andersson, bei IKEA zuständig für Vielfalt und Inklusion, anlässlich des Weltfrauentags getroffen. Anna arbeitet seit Juni 2016 bei IKEA Deutschland und war vorher u.a. bei IKEA in China tätig. Als Deputy HR Managerin beschäftigt sie sich tagtäglich mit den IKEA Werten und ihr sind der Respekt für jeden Menschen und Gleichberechtigung aller sehr wichtig. Die gebürtige Schwedin beschreibt sich selbst als Weltbürgerin und erklärt mir, wieso ihr das Thema am Herzen liegt: „Wenn man einmal in einem Team gearbeitet hat, das vielseitig und bunt besetzt ist und so viele unterschiedliche Menschen vereint, will man das nicht mehr missen. Das ist meine persönliche Ambition, aber auch die von IKEA. Das Miteinander, die ‚Togetherness’ wie wir sagen, wird wirklich gelebt. Es geht allein um den Menschen!“

Deshalb, erklärt Anna mir, gibt es bei IKEA auch keine speziellen Programme für Frauen oder auch andere Gruppen – sie werden einfach nicht benötigt. IKEA rekrutiert neue Mitarbeiter basierend auf den Unternehmenswerten, die den Menschenrechten entsprechen. Und auch die schwedische Herkunft des Konzerns ist ein Grund dafür, dass Frauen und Männer die gleichen Chancen und Möglichkeiten haben, wie Anna beschreibt: „In der schwedischen Gesellschaft wird Gleichberechtigung großgeschrieben. In Schweden ist es zum Beispiel selbstverständlich, dass sowohl Männer als auch Frauen Elternzeit nehmen oder in Teilzeit arbeiten.“ Da die schwedische Herkunft die Unternehmenskultur bis heute stark prägt, ist gelebte Gleichberechtigung und Gleichstellung von Frauen und Männern auch in allen IKEA Landesgesellschaften außerhalb Schwedens selbstverständlich. „Das Schwedische ist einfach in der DNA von IKEA verankert“, meint Anna.

Ikea Anna Andersson 4 Anna Andersson, Deputy HR Managerin bei IKEA Deutschland

Mich interessiert, was für Anna die spannendsten Unterschiede zwischen Deutschland und Schweden sind. Da muss sie nicht lange überlegen: „Meiner Erfahrung nach ist der größte Unterschied zwischen Deutschland und Schweden, dass in deutschen Unternehmen die Strukturen hierarchischer sind. Ich habe in Schweden einmal unseren Managing Director aus einem Konferenzraum geworfen – ich hatte ihn nämlich reserviert (lacht). Das war überhaupt kein Problem für ihn. Mir scheint es, dass hier doch mehr darauf geachtet wird, was der Vorgesetzte sagt und danach entschieden wird. In Schweden ist das anders: Es wird eine gemeinschaftliche Entscheidung getroffen – egal ob Mann, Frau, Manager oder ein anderes Teammitglied. Auch wenn das manchmal länger dauert, stehen doch später alle hinter dieser Entscheidung. Gleichzeitig finde ich es toll, dass in Deutschland alles so gut funktioniert – wir liefern hier wirklich klasse Ergebnisse und all unsere Mitarbeiter sind sehr loyal.“ 

Um seine Ziele zu erreichen, hat IKEA seit über zehn Jahren eine Gleichstellungsagenda und misst genau, wie viele Frauen und Männer in Führungspositionen und in allen anderen Bereichen arbeiten. Veranstaltungen wie Tage der offenen Tür in noch immer männerdominierten Bereichen wie der Logistik helfen zu zeigen, dass auch diese Bereiche für Frauen interessante Perspektiven bieten. Um die gesetzten Ziele zu erreichen, muss IKEA auch ungewöhnliche Wege wählen, damit das Unternehmen seinen Ansprüchen gerecht wird. Anna nennt ein Beispiel: „Für eine neu zu besetzende Führungsposition haben wir eine Kandidatin ausgewählt, die innerhalb der nächsten drei Monate Mutter wurde. Auch wenn wir wussten, dass sie erst einmal eine Zeit lang nicht verfügbar sein würde, haben wir uns so entscheiden, denn sie war die beste Kandidatin für diese Position. Ich glaube, es ist eine wichtige Eigenschaft unseres Unternehmens, dass wir immer langfristig denken und für die besten Mitarbeiter kämpfen.“

Wenn ihr eure Geschichten und Beiträge zum Weltfrauentag mit uns teilen wollt, nutzt doch die IKEA und offiziellen Hashtags zum Weltfrauentag. 

Die IKEA Hashtags lauten: 
#committoequality 
#beyourself 
#greatplacetowork

Die offiziellen Hashtags zum Weltfrauentag lauten: 
#IWD2017 
#beboldforchange

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/schweden-gleichberechtigung