Wir stellen vor – Chantal bloggt!

Bloggen macht Spaß – unter diesem Motto stellen wir die privaten Blogs unserer Mitarbeiter vor. Den Anfang machte Britta, die ihre Liebe fürs Einrichten mit uns teilte. Heute widmen wir uns Chantal, die auf „veggietastic" leckere vegane und vegetarische Gerichte zaubert. Eines darf der überzeugten Vegetarierin, die in der Expansions-PR bei IKEA tätig ist, dabei nicht zu kurz kommen – ihr geliebtes Frühstücksporridge! Ob im Ofen überbacken, mit Schokoladen-Granola verfeinert oder als altbekanntes Bircher Müsli, die Möglichkeiten scheinen endlos. Gut, dass jeder Morgen mit einem Frühstück lockt!

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Chantal, du bloggst seit kurzem unter „veggietastic“ viele tolle vegetarische und vegane Rezepte, warum hast du die Lust am Fleisch verloren oder was war der Auslöser für deine Ernährungsumstellung 2011?

Ich habe eigentlich ohnehin nie viel Fleisch gegessen. 2010 und 2011 war dann eine Zeit, in der es mehrere Tierskandale gab und dabei ist mir sprichwörtlich die Lust auf Fleisch vergangen. Meine Hauptmotive waren vor allem moralische Gründe, also dass ich nicht möchte, dass Tiere für mein Essen leiden müssen. Seit einiger Zeit verzichte ich aus diesem Grund beim Backen und Kochen auch auf Eier und andere Milchprodukte – nur bei Käse werde ich nach wie vor schwach, setze dann aber auf guten Bio-Käse.


Was hat dich bewogen mit dem Bloggen anzufangen? Für sich selbst gut zu kochen kostet schon Zeit, aber die Rezepte auch noch zu fotografieren und auf einem Blog zu veröffentlich noch viel mehr.

Im letzten Jahr habe ich festgestellt, dass mein privater Instagram-Account fast nur noch aus Fotos von meinem selbst gemachten Essen besteht. Und dann war der Schritt hin zu einer eigenen Plattform für meine Rezepte gar nicht mehr so groß. Das Aufbereiten kostet dann natürlich noch mal etwas Zeit, aber wenn es um die persönliche Leidenschaft geht, macht das ja auch großen Spaß!

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Was bedeutet gesunde Ernährung für dich?

Als ich angefangen habe, mich vegetarisch zu ernähren, war das eigentlich noch nicht so wirklich gesund, denn ich habe erstmal nur das Fleisch weggelassen und trotzdem noch viele Convenience-Produkte genutzt. Bis zu dem Tag, als ich zufällig feststellte, dass in meinem Frischkäse Gelatine ist – ein echtes No Go für Vegetarier. Seitdem checke ich beim Einkaufen immer ganz genau die Inhaltsstoffe sämtlicher Lebensmittel und wenn ich dabei Dinge wie künstliche Aromen, Emulgatoren und Geschmacksverstärker sehe, setze ich doch lieber aufs Selbermachen. Statt dem – in der Regel auch total zuckerlastigen - Fruchtjoghurt nehme ich zum Beispiel einen Natur-Sojajoghurt und rühre mir frische Früchte rein. Das Lieblings-Frühstücksgranola ist blitzschnell gemischt, nach einer halben Stunde im Ofen duftet gleich noch die ganze Wohnung zimtig-vanillig und es hält sich locker ein paar Wochen. Und jetzt im Sommer packe ich mir Feta mit Paprika, Tomate und Rosmarin auf den Grill statt dem leuchtend gelben, hochbearbeiteten Grillkäse aus der Supermarkttheke. Mich gesund zu ernähren, bedeutet also, dass ich wissen will, was in meinem Essen ist und das geht am besten, wenn ich es selbst zubereite. 


Wo findest du deine Ideen für neue Rezepte?

Ganz unterschiedlich. Ich habe diverse Rezept-Newsletter abonniert, stöbere sehr viel und gerne auf Koch-Websites und nutze auch Instagram und Pinterest als Inspirationsquelle. Aber oft entsteht das auch ganz spontan in der Küche oder es ist zum Beispiel auch ein Familienrezept, dass ich dann vielleicht noch mal anpasse. 

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Was verstehst du unter gutem Essen?

Zunächst mal glaube ich, dass gutes Essen nichts damit zu tun hat, wie aufwändig es in der Zubereitung ist. Ein grundsolider Eintopf an einem regnerischem Herbstabend zum Beispiel geht ganz schnell und einfach, ist aber echtes Soulfood. Für mich bedeutet gutes Essen, dass nur das drin ist, was wirklich nötig ist, dass es frisch zubereitet und gesund ist, aber - und dass kann gar nicht überbewertet werden - es muss auch lecker sein. Und wenn man sich mit dem Selbermachen von Essen ein bisschen beschäftigt, merkt man schnell, dass sich das alles ganz ohne Kompromisse wunderbar in Einklang bringen lässt. 


Wenn du nichts mehr zu Hause im Kühlschrank hast, abends aber noch etwas Leckeres kochen möchtest, findest du im IKEA Schweden-Shop ein paar Lebensmittel aus denen du etwas zaubern könntest und was wäre das?

Mein Veggie-Highlight aus unserem Food-Sortiment sind die GRÖNSAKSBULLAR Gemüsebällchen – gerne zusammen mit ein paar Rosmarinkartoffeln aus dem Ofen oder auch mit Salat, Tomaten und einem Dip als Füllung für eine schnelle Pitatasche. Ich bin ja auch bekennender Käsebrot-Fan – mit der Backmischung BRÖDMIX FLERKORN aus unserem Sortiment bekommt wirklich jeder ein richtig rustikales Vollkornbrot hin, das perfekt für das abendliche Käsebrot ist. 

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Wie beeinflusst das Bloggen dein Leben? 

Ich stelle bei mir schon fest, dass ich vieles mittlerweile durch die Blogger-Brille sehe und mir dann doch schon mal Gedanken darüber mache, wie mein Essen jetzt für den nächsten Instagram-Post am hübschesten aussieht. Aber genau wie das Thema bewusste Ernährung für mich ganz stark auch mit Genuss und Freude verbunden ist, ist auch das Bloggen für mich etwas, das vor allem Spaß machen soll.   

Suchst du beispielsweise den Austausch mit anderen (Food)Bloggern?

Bevor ich meinen eigenen Blog gestartet habe, habe ich mich natürlich auch bei ganz vielen anderen Blogs umgeschaut, und es gibt einige, die für mich eine Vorbildfunktion haben, was die Inhalte, die Gestaltung oder die Fotos angeht. Ich habe ja kürzlich erst mit dem Bloggen angefangen und lerne noch viel dazu – den Austausch mit erfahreneren Koch- und Backbloggern fände ich da natürlich auch total super.

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Viele Blogger veröffentlichen irgendwann ihr eigenes Kochbuch, würde dich das auch reizen und wenn ja, welchen Titel und welche Thematik würde es haben?

Oh ja, das wäre schon ein Traum! Es würde auf jeden Fall um leichte, gesunde und leckere vegetarische Rezepte gehen, soviel steht fest. Aber erst mal fühle ich mich mit meinem Blog absolut wohl. 


Dein Pinterest-Board ist bereits mit vielen tollen Ideen und Inspirationen für neue Rezepte gefüllt. Kuchen, Muffins und Gebackenes ist das größte Board mit weit über 100 Pins. Was machst du am Liebsten in der Küche – backen?? 

Das ist ganz witzig, weil ich tatsächlich eigentlich lieber koche als zu backen. Ich liebe Kuchen und süße Sachen, aber beim Backen kommt es ja immer sehr aufs Detail an – hiervon ein paar Gramm zu wenig und davon ein paar Gramm zu viel und schon geht irgendwas schief. Beim Kochen ist das anders und ich finde, da kann man viel mehr nach Gefühl als ganz streng nach Rezept arbeiten. Insofern liegt das prall gefüllte Backrezepte-Board wahrscheinlich daran, dass ich beim Backen bei mir selbst noch mehr Potential sehe ;-)

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/veggietastic