Wie viel Heimat passt in einen Karton?

Der Designpreis der IKEA Stiftung, der sich an Studierende des Produkt- und Industriedesigns sowie der Innenarchitektur richtet, geht in diesem Jahr mit dem Motto „Nomade in Germany“ und hochaktuellen Fragestellungen an den Start.

Wie verändert sich der Begriff von Zuhause, wenn die heutige Generation in ihrem Leben viermal häufiger umzieht als die ihrer Eltern? Ist Heimat angeboren oder kann man eine neue finden? Und passt Heimat eigentlich in einen Karton?

Fakt ist: Wir ziehen heute öfter mal um. Fakt ist: Wir reisen Studien- und Arbeitsplätzen hinterher. Fakt ist: Viele Menschen verlassen ihre Heimat, um bei uns eine neue zu finden. Ob soziale Mobilität oder Migration – das moderne Nomadentum wirft Fragen auf und auf die Antworten und Ideen der Studierenden für das Leben zu Hause ist die Jury schon jetzt sehr gespannt.

Der Designwettbewerb schreibt Geschichten. Das ganze Jahr über, und das schon zum 12. Mal. Die Aufgabenstellung des Wettbewerbs 2017 wird zwar durch das Motto „Nomade in Germany" begrenzt – die möglichen Lösungen sind jedoch grenzenlos. Die Frage, was uns in einer Wohnung heimisch werden lässt, kann dabei beispielsweise mit einem Möbelstück besetzt, einem Accessoire bereichert, mit einer Leuchte erhellt oder auf einen Balkon verpflanzt werden. Es darf auch in größeren Zusammenhängen gedacht werden: Systeme zur multifunktionalen Raumnutzung oder Entwürfe für platzsparendes Wohnen – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Jahr für Jahr lädt die IKEA Stiftung renommierte Designer aus Schweden und Deutschland ein, die die Beiträge der Teilnehmer kritisch unter die Lupe nehmen. Mit dabei sind 2017 unter anderem Wiebke Braasch, Inhouse-Designerin bei IKEA of Sweden, Prof. Claus-Christian Eckhardt, Professor am IKDC der Universität Lund, Saskia Diez, Designerin aus München und Designlegende Peter Raacke. Die Juryteilnehmer stehen für Qualität und Unabhängigkeit ihres Urteils und für alles, was die Stiftung bei den Studierenden zu fördern hofft: unkonventionelles Denken, zukunftsweisende Ideen, Neugier, Tatkraft und Engagement.

Auf die Wettbewerber warten übrigens richtig tolle Preise: Zu gewinnen gibt es insgesamt drei vollfinanzierte Auslandssemester an der schwedischen Universität Lund sowie zehn einwöchige Workshops, ebenfalls am Ingvar Kamprad Design Centrum in Lund. Beim anschließenden Besuch der IKEA Designabteilung in Älmhult dürfen die Gewinner dann auch hinter die Kulissen der zentralen Produktentwicklung blicken und in der Modellwerkstatt mit IKEA Designern über die neuesten Prototypen diskutieren.

Teilnehmen können alle Studierenden des Produkt- und Industriedesigns sowie der Innenarchitektur, die derzeit an einer deutschen Hochschule studieren und bereits mindestens ein Studienjahr absolviert haben.

Einsendeschluss für die Design-Ideen ist der 31. März 2017.

Alle Informationen über den Designpreis der IKEA Stiftung, aktuelle News zum Wettbewerb und die bisherigen Gewinner findest du hier.

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/wie-viel-heimat-passt-in-einen-karton