IKEA Foundation spendet 1 Mio. Euro für Rohingya Kinder

Die IKEA Foundation spendet 1 Million € an Save the Children, um Rohingya-Kindern zu helfen, die aus Myanmar nach Bangladesch geflohen sind.

Die gewalttätigen Übergriffe die am 25. August 2017 in Myanmar ausbrachen, führten dazu, dass mehr als 600.000 Menschen über die Grenze nach Bangladesch flohen. Mehr als 60 % davon sind Kinder. Vielen davon fehlt es am Nötigsten, das sie zum Überleben brauchen: Nahrung, Wasser und eine Unterkunft.

Diese Menschen leben in registrierten Lagern, behelfsmäßigen Behausungen und Aufnahmegemeinschaften rund um Cox’s Bazar. Sie kommen zu den ca. 300.000 Rohingya hinzu, die bereits entlang der Grenze wohnen.

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Mindestens 1.128 Kinder sind ohne Begleitung und getrennt von ihren Familien unterwegs. Viele von ihnen sind allein, da ihre Eltern nach einem Platz zum Leben und Einsammeln der Hilfsmaßnahmen suchen.

Diese Kinder sind durch die extreme Gewalt, die sie erlebt haben, traumatisiert und sehr durch Ausbeutung und Missbrauch gefährdet. Die Armut treibt sie zu Kinderarbeit. Außerdem könnte es einen Anstieg bei den Kinderehen geben. Darüber hinaus besteht die Gefahr von physischer Gewalt und Demütigungen, da die Erwachsenen durch die harten Lebensbedingungen oft ihren Frust an Kindern auslassen.  

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Die Reaktion von Save the Children

Save the Children bietet den Rohingya-Kindern, die aus Myanmar geflohen sind und nun in Aufnahmegemeinschaften in Bangladesch leben, integrierte Bildungsmöglichkeiten und Kinderschutzdienste.   

Save the Children wird dazu mehr Bildungsplätze anbieten und außerdem gewährleisten, dass in den Programmen besonders der Schutz der Kinder berücksichtigt wird. Dazu gehören Soforthilfemaßnahmen für die Menschen wie z. B. Kekse mit hohem Energiewert, Trinkwasser und provisorische Latrinen.   

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Die finanzielle Unterstützung von UNHCR-Programmen

Schon vor der aktuellen Krise suchten tausende Rohingya-Familien Unterschlupf in Bangladesch. In den vergangenen sieben Jahren hat die IKEA Foundation den UNHCR, das Flüchtlingswerk der Vereinten Nationen, finanziell gefördert, um vertriebene Rohingya in Flüchtlingslagern in Kutupalong und Nayapara, im Distrikt Cox’s Bazar, zu unterstützen. Durch das erste Programm, das von 2011 bis 2013 lief, wurden Unterkünfte für 540 Familien gebaut, 8.000 Kinder mit Grundschulunterricht versorgt und 6.000 Erwachsenen die Schulung grundlegender beruflicher Qualifikationen angeboten. Der UNHCR hat nun die Schulbildung für Kinder auf das erste Jahr in einer weiterführenden Schule ausgeweitet und bietet nun auch Computerkurse an. 

Dank der Unterstützung durch die IKEA Foundation konnte der UNHCR dafür sorgen, dass mehr Rohingya-Frauen an gemeinschaftlichen Entscheidungsprozessen teilnehmen – ein erster Schritt, um das Problem häuslicher Gewalt anzugehen. Die Förderung beruflicher Kenntnisse und von Möglichkeiten eines Einkommenserwerbs haben darüber hinaus dazu geführt, die Situation der Frauen in den Lagern zu stärken.  

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Der UNHCR stellt außerdem energieeffiziente Kocher und baut Biogasanlagen und solargestützte Mini-Stromnetze. Diese bieten erneuerbare Energie und reduzieren somit die Schädigung der Umwelt.  

Shambhavi Sharma, Humanitarian Programme Manager bei der IKEA Foundation, sagte: „Wir sind der Meinung, dass alle Kinder das Recht auf einen sicheren Platz zum Leben und eine gute Schulbildung haben. Diese Rechte sind massiv bedroht, wenn die Kinder durch die Gewalt in ihrem Land vertrieben werden. Aus diesem Grund spenden wir 1 Million € an Save the Children, um Rohingya-Kindern, die erst vor Kurzem in Bangladesch angekommen sind, Schulbildung und Schutz zu bieten. Deshalb unterstützen wir die Arbeit des UNHCR mit vertriebenen Rohingya-Familien seit sechs Jahren.“

http://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2017/zuschuss-hilft-rohingya-kindern