Kulturelle Vielfalt im Unternehmen gestalten: IKEA diskutierte auf dem deutschen Arbeitgebertag

In wohl kaum einem anderen Unternehmen ist das Thema Vielfalt so fest in den Werten verankert wie bei IKEA. „Kulturelle Vielfalt ist fester Bestandteil unserer DNA, und das von Anfang an“, sagte Nicole Peper, stellvertretende Geschäftsführerin IKEA Deutschland auf dem Deutschen Arbeitgebertag in Berlin. Dort trafen sich jetzt an der Berliner Sonnenallee über 1.000 Meinungsführer aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Organisationen, um über aktuelle gesellschaftspolitische Herausforderungen zu diskutieren.

Ikea Nicole Peper Nicole Peper, stellvertretende Geschäftsführerin IKEA Deutschland

Auch Themen wie Diversity und Inklusion standen ganz oben auf der Agenda. IKEA hatte zu einer Podiumsdiskussion zum Thema „Interkulturelle Vielfalt im Unternehmen“ eingeladen. Dort sprachen (unter der Moderation von Julia Kropf) Aletta Gräfin von Hardenberg, Geschäftsführerin der Charta der Vielfalt, Dr. Hans-Peter Klös vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln und Nicole Peper für IKEA über die Herausforderungen, Vielfalt im Arbeitsalltag zu fördern.

In einem Impulsreferat sprach Aydan Özoğuz, Integrationsbeauftragte des Bundes, von „Inklusion als Business case“ – eine Sichtweise, die jede Unternehmensführung mittragen solle. Dass es hier Nachholbedarf gibt, zeigt eine von der Charta der Vielfalt in Auftrag gegebene Studie: Demnach haben sich zwei Drittel der Arbeitgeber in Deutschland noch nicht mit dem Thema beschäftigt. Dabei zahlt sich Diversity aus, und das nicht nur im Arbeitsalltag: „Besonders diverse, also vielfältige Teams zeigen in unserer Mitarbeiterbefragung besonders hohe Zufriedenheitswerte“, berichtet Nicole Peper, die lange Jahre auch als Einrichtungshauschefin an verschiedenen IKEA Standorten tätig war. 

Ikea Arbeitertag Thumb

Für Gräfin von Hardenberg ist das Thema Diversity kein Projekt oder Minderheitenprogramm: „Es geht darum, alle Menschen als Spiegelbild unserer Gesellschaft so umfassend wie möglich zu integrieren.“ Unterstrichen wurde von allen Diskussionsteilnehmern die Wichtigkeit, durch gutes Vorbild zu führen. „Es braucht die Unterstützung des Managements, das Thema Diversity im Unternehmen mit Leben zu füllen“, so Dr. Klös vom Kölner Institut. Die Vielfalt ist für ihn Ausdruck des Respekts jedes einzelnen. Ein entscheidender Faktor ist auch die Offenheit der „aufnehmenden“ Belegschaft, waren sich alle Diskussionsteilnehmer einig.   

„Gerade in Zeiten, in denen wir durch demographischen Wandel einem enormen Fachkräftemangel entgegen gehen, kann Diversity eine Lösung sein. Es ist wichtig, sich als Unternehmen breit aufzustellen und allen Menschen eine faire Chance zu geben“, so Nicole Peper. „Bei IKEA rekrutieren wir nicht nach Zeugnissen und Diplomen, sondern nach Werten.“ Nicht nur Teams im Einrichtungshaus profitieren übrigens von großer Vielfalt im Team – auch das Management-Team von IKEA Deutschland hat ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Frauen und Männern und profitiert von unterschiedlichen Nationalitäten. Bei IKEA arbeiten deutschlandweit 110 verschiedene Nationalitäten. Für Gräfin von Hardenberg ein Leitbild für die Branche – „IKEA spiegelt die Vielzahl und Vielfalt seiner Kunden auch in der Mitarbeiterschaft wider – das ist vorbildlich.“

https://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2016/kulturelle-vielfalt-im-unternehmen-gestalten