Hallo Indien!

Heute eröffnet IKEA in Hyderabad das erste IKEA Einrichtungshaus in Indien. Und das ist erst der Anfang: Für den indischen Markt mit seinen 1,3 Milliarden potenziellen Kunden gibt es ehrgeizige Pläne.

Bereits in 2016 wurden die ersten 30 IKEA Führungskräfte in Hyderabad eingestellt. Mit den IKEA Werten waren sie, als stark familienorientierte Inder, durchaus vertraut. Überhaupt war es nicht schwierig, passende Mitarbeiter zu finden, schließlich hat Indien eine der höchsten Quoten an Hochschulabsolventen weltweit. Allerdings hatten von den heute 950 neuen Mitarbeitern nur wenige jemals etwas von IKEA gehört.

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„Wir haben viel in den Aufbau von Kompetenz und Teamgeist investiert. Unsere Mitarbeiter wurden gut geschult, zum Teil auch im Ausland”, erzählt John Achillea, Einrichtungshauschef von IKEA Hyderabad. „Über 100 Mitarbeiter sind im letzten September zum Teambuilding nach Großbritannien geflogen und haben bei der Einrichtungshauseröffnung in Sheffield mitgeholfen.”

Alle neuen Mitarbeiter setzten damals zum ersten Mal einen Fuß in ein IKEA Einrichtungshaus – und waren total begeistert! „Das Einrichtungshaus mit all seinen verschiedenen Funktionen und die IKEA Mitarbeiter mit ihren umfassenden Kenntnissen darüber, wie unsere Kunden zu Hause leben – das hat mich sehr beeindruckt“, gesteht Nivit Chawla (37), Shopkeeper Beleuchtungsabteilung bei IKEA Hyderabad.

Für die Mitarbeiter von IKEA Indien stellt IKEA eine immense Herausforderung dar: „Das ist hier nicht nur die Eröffnung eines Einrichtungshauses, das ist ein Meilenstein in ihrem Leben! Unsere Mitarbeiter haben sich großartig engagiert und geholfen, dieses Einrichtungshaus aufzubauen, sie sind in seine Nähe gezogen und schicken ihre Kinder auf andere Schulen“, sagt John.

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Das größte IKEA Restaurant der Welt

IKEA Hyderabad ist einzigartig: Zu der 37.000 qm Fläche gehört mit 1.000 Plätzen auch das weltweit größte IKEA Restaurant. Hyderabad ist mit seinen zehn Millionen Einwohnern einer der am schnellsten wachsenden Märkte Indiens, auch weil hier das IT Herz des Landes schlägt. Über 10.000 neue Wohnungen werden in den nächsten drei Jahren in der Stadt entstehen, und viele Unternehmen freuen sich darauf, ihre Büros mit IKEA Einrichtungsgegenständen auszustatten.

„Im ersten Jahr erwarten wir etwa acht Millionen Besucher!”, erzählt der Einrichtungshauschef. Die Zahl von acht Millionen darf allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das durchschnittliche Budget pro Besucher zwischen 30 und 40 Euro beträgt. Zum Vergleich: Der durchschnittliche Betrag, den Kunden in Deutschland bei einem Besuch in einem IKEA Einrichtungshaus investieren, liegt bei rund 90,- Euro.

Nach einer umfangreichen Untersuchung im Rahmen von 1.000 Hausbesuchen wird das Einrichtungshaus inspirierende Wohnbeispiele präsentieren und ein lokal angepasstes Sortiment anbieten, darunter Masala-Dosen, Schnellkochtöpfe, Idli-Kocher, bunte Textilien und sogar nachhaltige, lokal hergestellte Matratzen mit einem Kokosfaserkern. Wie in jedem anderen IKEA Einrichtungshaus werden aber auch hier bekannte IKEA Klassiker wie das BILLY Bücherregal, das KLIPPAN Sofa, der LACK Tisch und der POÄNG Sessel erhältlich sein. Die Restaurantbesucher können die schwedische Küche mit indischen Einflüssen kennenlernen oder sich mit lokalen Spezialitäten wie Biryani, Samosas und Dal Makhni stärken.

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Die Geschäftsidee des IKEA Konzerns ist, mit relevanten, erschwinglichen und leicht zugänglichen Produkten die vielen Menschen zu erreichen, auch diejenigen mit kleinem Geldbeutel. Rund 1.000 Produkte wurden speziell für den neuen Markt entwickelt und werden zu einem Preis von unter 200 Rupien verkauft. Darüber hinaus wird IKEA Retail India für Kunden, die mit dem Selbstmontagekonzept noch nicht so vertraut sind, erschwingliche und flexible Services anbieten, wie z. B. die Lieferung nach Hause und den Montageservice.

Peter Betzel, ehemaliger Landeschef von IKEA Deutschland und seit einem Jahr Landeschef von IKEA Indien: „Auch wenn wir schon seit vielen Jahren in Indien produzieren, leisten wir hier wirklich Aufbauarbeit: Kaum jemand kennt IKEA, für das erste Einrichtungshaus können wir auf kein bestehendes System zurückgreifen, wir müssen alles neu starten, haben keine Mitarbeiter aus anderen Häusern, die IKEA schon kennen und uns unterstützen können. Sehr hilfreich ist hingegen, dass IKEA immer IKEA ist, egal in welchem Land. Die Gemeinsamkeiten und Bedürfnisse von Menschen sind viel größer als die Unterschiede und das hilft uns natürlich sehr. Wir freuen uns sehr darauf, auch in Indien zu unserer Vision beitragen zu können, den vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen – für Kunden, Mitarbeiter und unsere Lieferanten.“

Weitere IKEA Einrichtungshäuser werden in Mumbai (2019), Bangalore, Gurgaon sowie im Großraum Delhi entstehen. Parallel dazu wird auch der Onlinehandel eingeführt. Denn die 900 Millionen Smartphonenutzer im Land bieten immense Möglichkeiten, auf diesem Weg neue Kunden zu erreichen.

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IKEA – SEIT WANN UND WO?

1958 Schweden

1963 Norwegen

1969 Dänemark

1973 Schweiz

1974 Deutschland

1977 Österreich

1978 Singapur

1979 Kanada

1981 Island, Spanien

1982 Niederlande

1983 Frankreich, Saudi Arabien

1984 Belgien, Kuwait

1985 USA

1986 Australien

1987 Großbritannien

1989 Italien

1990 Ungarn

1991 Tschechien, Vereinigte Arabische Emirate

1992 Slowakei

1993 Hongkong, Polen

1996 Finnland, Malaysia

1998 China, Taiwan

2000 Russland

2001 Griechenland, Israel

2004 Portugal

2005 Türkei

2006 Japan

2007 Zypern, Rumänien

2009 Irland

2010 Dominikanische Republik

2011 Bulgarien, Thailand

2013 Ägypten, Litauen, Katar

2014 Kroatien, Indonesien, Jordanien, Südkorea

2016 Marokko

2017 Serbien

2018 Indien