Gemeinsam weitergekommen: Positives Fazit nach erstem IKEA Start-up Bootcamp

Natalia von NÜWIEL während des Demo Days in Schweden (Copyright: NÜWIEL)

2017 lud IKEA Start-ups aus der ganzen Welt dazu ein, sich um die Teilnahme am ersten IKEA Bootcamp zu bewerben. Zehn Unternehmen hatten die Chance, für drei Monate im Produktentwicklungscenter in Älmhult, Schweden, ihre Ideen weiterzuentwickeln und umzusetzen, bevor am Demo Day am 5. Dezember 2017 die Fortschritte und Prototypen vorgestellt wurden. Von smarten Einkaufstaschen über Oberflächenmaterialen aus Abfällen bis hin zu elektrisch betriebenen Fahrradanhängern waren spannende Ideen dabei.

„Nachdem wir drei Monate auf diesen Tag hingearbeitet hatten, waren alle ziemlich aufgeregt. Die Aufregung wurde aber schnell von einer ordentlichen Portion Freude und Stolz abgelöst – das angepeilte Ziel wurde erreicht und das Bootcamp war überstanden“, berichtet Natalia Tomiyana, Mitgründerin des Fahrradanhänger-Herstellers NÜWIEL über das Ende des ersten IKEA Start-up Bootcamps in Schweden. Auch Per Krokstäde, New Business Projekt Manager bei IKEA of Sweden, ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen: „Der Demo Day war ein fantastisches Beispiel für das schwedische Wort ‚tillsammans’, das ‚zusammen’ bedeutet: Alle Start-ups waren ein Teil der IKEA Gemeinschaft geworden und wir haben an diesem Tag ihre Erfolge dieser dreimonatigen Reise gefeiert und durch ihre Berichte über diese Phase viel gelernt.“ 

Nwiel Prototyp Der Prototyp des elektrisch betriebenen Fahrradanhängers von NÜWIEL. (© NÜWIEL)

Auch ein Start-up aus Deutschland ist dabei 

Die Gründer des deutschen Unternehmens NÜWIEL aus Hamburg waren über die Plattform F6S auf das Bootcamp gestoßen. „Wir hatten schon länger mit dem Gedanken gespielt, mit IKEA in Kontakt zu treten – das Bootcamp erschien uns als gute Chance, mehr über IKEA zu lernen“, erzählt Natalia. „Rainmaking Innovation, die gemeinsam mit IKEA das Programm realisierten, wurden auf uns aufmerksam und letztendlich schafften wir es als eines von zehn Start-ups aus 1.300 Bewerbern ausgewählt zu werden ­– und fanden uns bald in Älmhult wieder!“

Lösungen für die vielen Menschen 

„Unser Ziel bei IKEA ist es, gemeinsam einen besseren Alltag für die vielen Menschen und unseren Planeten zu schaffen. So wollten wir auch für das Bootcamp Start-ups finden, die wie IKEA das Ziel verfolgen, mit ihrem Produkt oder ihrer Lösung vielen Menschen zu helfen“, erklärt Per. „Mit unseren elektrisch betriebenen Fahrradanhängern bieten wir IKEA eine Möglichkeit, seinen Kunden eine nachhaltige und praktische Transportvariante anzubieten“, ergänzt Natalia. „Mit Unterstützung der IKEA Prototypen-Werkstatt haben wir unserem neuen Prototypen den letzten Schliff verliehen und auf dem Demo Day erste Testfahrten anboten. Jetzt freuen wir uns darauf, den neuen Prototypen bald der Öffentlichkeit vorzustellen.“

Nwiel Ikea Bootcamp Eine der vielen Präsentationen und Workshops (© NÜWIEL)

Drei Monate in Schweden 

„Ein typischer Bootcamp-Tag bestand aus verschiedenen Präsentation oder Workshops, Einzelgesprächen zwischen Mentor und Start-up und natürlich der ein oder anderen spontanen Fika“, erklärt Per, „und alles endete mit dem Demo Day.” Natalia fügt hinzu: „Dieser Tag verging wie im Flug, alle Startups präsentierten ihre Ideen und was sie während des Bootcamps erreicht haben. Dazwischen gab es auf der Prototypen-Messe viel Zeit für Austausch und Networking. Mit einer ausgelassenen Abendveranstaltung ging sowohl der Demo Day, als auch das Bootcamp zu Ende, jedoch nicht die Zusammenarbeit mit IKEA!“

Ikea Demoday 7 Per Krokstäde aus dem Bereich New Business & Innovation bei IKEA of Sweden, während des Demo Days in Älmhult.

2018 geht es weiter 

„2018 steht bei uns vor allem die Fertigstellung des finalen Produktdesigns und der Beginn erster Verkäufe im Vordergrund. Wir freuen uns vor allem darauf, die geknüpften Kontakte zu intensivieren und neue spannende Projekte anzugehen – wir sind mit mehreren IKEA Einrichtungshäusern im Gespräch, die Interesse daran haben, unsere Anhänger zu testen. Auch in unserer Heimat Hamburg, was uns sehr freut“, berichtet Natalia für die nächsten Schritte von NÜWIEL. Per ergänzt: „Die Ziele des Programms waren es die Start-ups zu unterstützen, voneinander zu lernen und, wenn es für beide Seiten passt, auch Kollaborationen zu starten bzw. darüber zu sprechen, wie es jetzt bei NÜWIEL der Fall ist. Mit den Erfahrungen des ersten Bootcamps werden wir auch weiterhin daran arbeiten, gemeinsame Aktivitäten zu planen, die ein besseres Leben für die vielen Menschen ermöglichen.“

Nwiel Demo Day Teilnehmer Die Teilnehmer des ersten IKEA Start-up Bootcamps (© NÜWIEL)

Tolle Erfahrung für beide Seiten

Sowohl für IKEA als auch die Start-ups hat diese intensive Zeit positive Überraschungen und Erkenntnisse hervorgebracht: „Vor allem die Offenheit der Menschen und ihre Begeisterung für die Sache waren eine tolle Erfahrung“, berichtet Natalia. „All unsere Fragen wurden beantwortet oder wir wurden an einen Kontakt verwiesen, der noch bessere Antworten geben konnte. So konnten wir uns nach und nach in die IKEA Welt einfinden. IKEA entwickelt klare, funktionale, designstarke Produkte. Als Start-up hat es uns natürlich brennend interessiert, wie neue Produkte entstehen.“ Auch Per und seine Kollegen erzählen von dem „Energy Boost“, den die Zusammenarbeit erzeugte: „Es hat uns auch darin bestätigt die Herausforderungen, die IKEA für Mensch und Planet sieht, anzugehen, denn sie werden auch von den Start-ups wahrgenommen. Gemeinsam an Lösungen arbeiten zu können ist spannend und ermutigt uns in unserer Arbeit. Wie schnell, mit welch großem Willen und welcher Qualität die Unternehmen vorgehen, hat uns beeindruckt und wir konnten viel von jedem einzelnen lernen“, bestätigt Per. 

https://www.ikea-unternehmensblog.de/article/2018/fazit-ikea-start-up-bootcamp