Nippes heißt jetzt FÖREMÅL und kommt aus Schweden

Wer kennt sie nicht, die kleinen Porzellanfigürchen, der Nippes, der bei Oma, Großtante, oder vielleicht sogar bei einem selbst im Regal steht? Ihre Blütezeit hatten die Figuren im 18. Jahrhundert als sie europäische Adelshäuser schmückten. Über die letzten Jahrzehnte sind sie jedoch eher zum ultimativen Symbol für Kitsch geworden. Bis jetzt – denn mittlerweile scheinen die kleinen Figuren wieder ganz groß im Kommen zu sein.

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Kunst von Per B. Sundberg 

Der schwedische Künstler Per B. Sundberg ist in der Kunstszene für seine Extravaganz bekannt und verhilft den kitschigen Figuren in die Moderne. Gemeinsam mit IKEA kreiert Per B. Sundberg, oder Pelle wie ihn eigentlich jeder nennt, momentan die Kollektion FÖREMÅL und zeigt damit eine ganz andere Seite skandinavischer Ästhetik. Bei Pelle gilt nämlich nicht der bekannte Ansatz „weniger ist mehr“, wie man das sonst vom skandinavischen Minimalismus gewöhnt ist: klare Linien, helle Farben, homogene Materialien. Pelle liebt und lebt den Maximalismus, bei ihm „ist mehr mehr“ und das spiegelt sich auch deutlich in seiner künstlerischen Designarbeit wider – Materialmix, Farbmix, Weltenmix – Ideen verbinden und Aufregendes erschaffen.

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Für neue Stücke lässt sich Pelle nicht von aktuellen Trends inspirieren, oder davon, was gerade modern ist. Er folgt Gefühlen und das ist wohl auch der Grund, warum seine Werke, egal wie ungewöhnlich sie auf den ersten Blick aussehen, immer auch etwas Vertrautes an sich haben. „Meine Arbeiten sind opulent, ein bisschen wild und parodistisch. Sie basieren auf Folklore und sind leicht verständlich“, erklärt Per B. Sundberg. Dennoch verbirgt sich hinter dem humoristischen und unkonventionellen Ansatz ein Meister der Keramikkunst, der mit Begeisterung neue Materialien und Kunstfertigkeiten ausprobiert. „Ich fange mit einem einfachen Ausdruck an und stecke dann viel Handarbeit hinein, weil ich davon geradezu besessen bin. Bei Keramik sind die Herstellungstechniken nach wie vor die gleichen wie vor tausenden von Jahren. Auch das Material hält mitunter mehrere tausend Jahre lang. Es ist wie Archäologie“, fährt er fort.

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"Ich bin etwas unvorhersehbar."

Schon während seiner Ausbildung an der Hochschule für Kunst und Design (die Konstfack) in Stockholm begann Pelle vorherrschende Konventionen zu durchbrechen, provozierte ein breites Umdenken und belebte die statische Keramikkunst mit seinem folkloristischen Ansatz. Er machte sich nicht nur als Künstler einen Namen, und gestaltete mit großem Erfolg namenhafte Ausstellungen, auch andere Industriezweige fanden Interesse an ihm. So auch Orrefors, Schwedens renommierteste Glasfabrik. Aber was macht ein Keramikkünstler mit Glas und vor allem, warum vertraute ein so etabliertes Unternehmen auf seine Fähigkeiten? Pelles Antwort darauf kommt prompt: „Ich bin etwas unvorhersehbar. Man weiß einfach nicht, was ich mir als Nächstes ausdenke. Danach suchten sie.“ 

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Und danach sucht auch IKEA. Pelles Art, Traditionelles aufzupeppen und zwei Welten miteinander zu verknüpfen, emotionalisiert Menschen. Das ist genau das, was IKEA mit FÖREMÅL erreichen möchte: Kunstobjekte im eigenen Zuhause, die Emotionen hervorrufen. Es geht darum, zu zeigen, dass das Leben zu Hause nicht nur aus Funktionalität und Lösungen besteht, sondern es dabei auch darum geht, Spaß zu haben. Wir freuen uns auf die dekorativen Kunstobjekte, die Pelle für uns bereithält und eines ist sicher: Langweilig und emotionslos wird FÖREMÅL sicher nicht.