Gestaltungstipps für naturnahe Gärten

Echten Balkon- und Gartenfreunden kribbelt es schon in den Fingern: Nach einem langen Winter, in dem sich die Natur unter Schnee und Eis schlafen gelegt hatte, ist nun endlich der Frühling angekommen. Die Natur erwacht wieder und mit ihr die Lust, Farbe und Leben auf den Balkon und in den Garten zu bringen. 

Wer mehr tun möchte, als seine Außenbereiche nur schön zu gestalten, kann dies durch die Auswahl der richtigen Pflanzen tun: Denn wer seinen Balkon oder Garten naturnah anlegt und auf heimische Pflanzen setzt, fördert die Artenvielfalt und bietet vielen Tierarten Rückzugsräume. Besonders wichtig ist die Auswahl heimischer Pflanzen, die Tieren Nektar, Pollen und Beeren als Nahrung anbieten und so die Lebensbedingungen für Insekten wie z. B. Bienen verbessern. 

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IKEA Deutschland und der NABU machen es jetzt vor: Gemeinsam haben sie sich das Ziel gesetzt, das Bewusstsein für den Wert der biologischen Vielfalt zu fördern und Menschen anzuregen, ihren Garten oder Balkon naturnah zu gestalten. Wie man dies tun kann, zeigen beispielhaft artenreiche Gärten am IKEA Einrichtungshaus in Kaarst und im NABU-Naturerlebniszentrum Blumberger Mühle bei Berlin. Ich war in Kaarst und habe mir genauer angesehen, welche Tipps dort gegeben werden.

Weil nicht jeder gleich seinen ganzen Garten umwandeln kann oder will, zeigen die Themengärten in Kaarst exemplarische Lösungen, die sich als Module oder kleine Inseln in jedem Garten realisieren lassen. Das Modul zum Thema „Igel, Fledermäuse und Eidechsen“ habe ich bereits vorgestellt, heute schauen wir uns das Modul zu „Vielfalt im Schatten“ genauer an.

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Vielfalt im Schatten

Auch für schattige Ecken und Winkel bietet der Naturgarten Lösungen, die Farbe in den Garten bringen und gleichzeitig Tieren nutzen. 

Schattenpflanzen

Farbenspiel im Schatten gefällig? Auch schattige Gärten haben eine Chance auf Blüten verdient. Mit schattenverträglichen Pflanzen wie dem Buschwindröschen, der Akelei und der Frühlingsplatterbse bringt der Naturgärtner Farbe in dunkle Ecken. Wer es etwas geheimnisvoll und üppig mag, kann dazu Weichen Schildfarn, Rasenschmiele und das kleine Immergrün als Bodendecker pflanzen. So wird der Schattengarten zum Lieblingsplatz.

www.NABU.de/schattengarten 

Strukturen im Schatten

Wem Pflanzen allein nicht genug sind, der kann große und kleine Findlingen und verschiedene andere Materialien als Gestaltungselemente integrieren. Es müssen ja nicht immer Pflanzen sein, die dem Garten Struktur geben. Zwischen der Flora dürfen sich ruhig ein paar regionale Naturmaterialien tummeln. Steine und Co. bekommt man beim Fachhändler oder aber vom Landwirt um die Ecke. Auch die Steine einer abgebrochenen Gartenmauer bilden einen schönen Kontrast das kann sehr schön aussehen und ist ressourcenschonend. Geschlungene Wege und Sitzplätze geben dem schattigen Garten ebenfalls Struktur. Der Phantasie sind dabei kaum Grenzen gesetzt.

www.NABU.de/planen Weitere nützliche Tipps zum naturnahen Gärtnern findet ihr auf den Themenseiten des NABU.