IKEA Nachhaltigkeitshelden: Gut getrennt ist halb recycelt

Mit dem Weltmeistertitel bei der diesjährigen Fußball-WM in Russland hat es leider nicht noch einmal geklappt, dafür sind die Deutschen aber Weltmeister im Recyceln – zumindest was die Taktik angeht. Gelb, blau, braun und schwarz strahlen die Tonnen, dazu kommen noch Container für Glas, Elektroschrott, Sperrmüll und vieles mehr.

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Mehr als 45 Millionen Tonnen Haushaltsmüll wandern in Deutschland jedes Jahr in die Tonne. Bei dem ganzen Abfall die Ordnung zu bewahren, ist gar nicht so einfach. IKEA bietet Lösungen für die Sortierung, die leicht von der Hand gehen und wie von selbst zur Routine werden. Wie zum Beispiel unser Nachhaltigkeitsheld des Monats: die VARIERA Serie mit ihren verschiedenen Müllbehältern. Diese sind die Komplettlösung für alles, was in der Küche getrennt, sortiert und aufbewahrt werden soll: von der Dose bis zum Altpapier. Die Behälter sind funktionell, gut sauber zu halten und transportabel – und wenn in ihnen die verschiedenen Müllarten separat gesammelt werden, auch gut für die Umwelt. Denn die Abfalltrennung macht tatsächlich einen Unterschied: Dank der Sortierung bekommen Wertstoffe eine neue Chance – vielleicht sogar in einem IKEA Produkt! Die VARIERA Behälter gehen mit gutem Beispiel voran und bestehen selbst zu 100 Prozent aus recyceltem Kunststoff. 

In einer Umfrage zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins „Der Grüne Punkt“ im Jahr 2015 gaben 90 Prozent der 2.000 Befragten aus Deutschland an, dass sie zuverlässig oder zumindest grob wissen, welche Abfälle in die Gelbe Tonne oder den Gelben Sack gehören. Doch als sie konkret danach gefragt wurden, ob sie sich ganz sicher bei der Sortierung sind, war nur noch ein Drittel von den eigenen Kenntnissen überzeugt. Das ist ein Anfang, doch Hand aufs Herz: Es sollten sich nach einem Vierteljahrhundert seit Einführung des dualen Systems doch viel mehr Menschen – auch in Deutschland – mit der Abfalltrennung auskennen.

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Richtig trennen – Müllmythen aufgeklärt!

Viele trennen ihren Müll nicht immer ganz richtig, das ist Fakt. Und da muss ich mich leider mit einschließen. Allerdings machen es uns die unzähligen Mythen rund um die Mülltrennung und Ausnahmeregelungen nicht gerade leicht, oder? Darüber hinaus gibt es in verschiedenen Städten und Kommunen unterschiedliche Trennsysteme – auch das noch! In München gibt es beispielsweise keine Gelben Säcke, sondern nur Wertstoffcontainer. Und im Landkreis Traunstein gibt es bislang weder Tonne noch Sack für Verpackungsmüll: Dieser muss von den Einwohnern selbst zum Wertstoffhof gefahren werden. Dort kontrollieren die geschulten Mitarbeiter die Materialen.

Unser Mülltrennungssystem in Deutschland ist komplex. Das ermöglicht uns eine effiziente Entsorgung und – wo möglich – die Wiederverwertung von Abfall zu Sekundärrohstoffen. Gleichzeitig setzen die vielfältigen Regelungen ein generelles Grundverständnis und die Aufklärung der Bürger voraus. Denn nur, wenn wir einen Überblick über die Vorschriften haben, können wir sie auch erfüllen. Wo das nicht gelingt, kommt es zu sogenannten „Fehlwürfen“. Beispielsweise, wenn neben Verpackungen auch Elektrogeräte oder Spielzeuge im Gelben Sack landen. Und so liegt die Fehlerquote beim Verpackungsmüll in Deutschland laut Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung (BVSE) in einigen Gebieten bei bis zu 60 Prozent.

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Mit eingerechnet sind hierbei auch die „intelligenten Fehlwürfe“: Wer bei Zahnbürste und Plastikdose an den Gelben Sack denkt, hat zwar das Material Plastik bedacht. Doch da hier – in fast allen Gemeinden – nur Verpackungen landen dürfen, hat er einen intelligenten Fehlwurf verursacht. Der richtige Ort für diese Plastikgegenstände ist die Restmülltonne. Andere Gegenstände gehören in keine der Tonnen im Hauseingangsbereich oder Garten: Sie müssen extra an eine dafür vorgesehene Rücknahmestelle gebracht werden, manchmal gibt es dafür auch eine spezielle Wertstofftonne. Eine CD oder DVD ist hierfür ein gutes Beispiel.

Auch bei Altglas stellt sich die Frage – wohin mit blauem oder rotem Glas? Wird denn nicht sowieso alles wieder zusammengeworfen und eingeschmolzen? Das ist ein Irrglaube: Blaues und rotes Glas gehören zum Grünglas, denn diese Mischung kann beim Einschmelzen den größten Anteil an „Fehlfarben“ tolerieren, anders als Weißglas. Und: Ein normales Trinkglas wird ganz einfach im Restmüll entsorgt, nicht mit dem Altglas. Denn diese Gläser müssen besonders robust sein. Durch ihre Zusammensetzung haben sie einen höheren Schmelzpunkt. Finden sie sich im Altglascontainer wieder, so verursachen sie einen höheren Aufwand beim Sortieren – sie müssen wieder herausgefiltert werden.

Schaut doch mal, wir haben noch weitere Mythen für euch in dem folgenden Video zusammengefasst und aufgeklärt:

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Und wie geht es weiter? Mal sehen, wie weltmeisterlich sich das deutsche Abfalltrennsystem noch weiterentwickelt, denn bis 2025 sollen mindestens 55 Prozent und bis 2030 mindestens 65 Prozent des Hausmülls in der gesamten Europäischen Union recycelt werden. Ab 2035 sollen höchstens noch 10 Prozent des Mülls auf der Deponie landen. Ab Januar 2019 ist außerdem eine Neufassung des Verpackungsgesetzes geplant: Welche neue Regelung uns dann erwartet, bleibt abzuwarten – ich bleibe auf jeden Fall dran!