Coole Helden für mehr Frische

Jährlich landen zwischen 11 und 18 Millionen Tonnen Essen im Müll. Der 2. Mai markiert den „Tag der Lebensmittelverschwendung“ in Deutschland, denn auf das Jahr gesehen, werden alle bis dahin produzierten Lebensmittel weggeworfen. Richtig gehört – alle bis zum 2. Mai für Deutschland hergestellten Lebensmittel produzieren wir „für die Tonne“, und erst ab dem 3. Mai werden Lebensmittel tatsächlich verwertet. Das Paradoxe daran: Immer wenn Lebensmittel verschwendet bzw. vernichtet werden, werden auch andere Ressourcen benötigt. Das bedeutet, dass durch den Überschuss an Lebensmitteln auch die Verschwendung von weiteren Rohstoffen wie Energie und Wasser vorangetrieben wird. 

Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks für zu Hause, kann man ganz einfach dafür sorgen, dass weniger weggeworfen wird und Lebensmittel länger haltbar sind:

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  1. Lebensmittelverschwendung beginnt mit dem Einkauf: Nur so viel einkaufen, wie man wirklich verbrauchen kann und sich nicht von den Angeboten locken lassen. Die richtige Planung ist die halbe Miete ;-)
  2. Simpel, aber effektiv: Neue Vorräte immer hinten einräumen, damit erst die alte Ware verbraucht wird!
  3. Das Einfrieren von Lebensmitteln macht sie länger haltbar. Obst und Gemüse (gewaschen und klein geschnitten), kann zwischen 11 und 15 Monate in der Kälte ruhen. Fleisch für 9 bis 12 Monate und Fisch zwischen 6 und 9 Monate. Wichtig: Fleisch und Fisch vor dem Einfrieren gründlich abwaschen, so entstehen weniger Keime.
  4. Gekochte und selbst zubereite Speisen in einen breiten und flachen Behälter umfüllen, damit alles gleichmäßig abkühlen kann. Wenn alles abgekühlt ist, abgedeckt in den Kühlschrank stellen und bis zu 2 Tage im Kühlschrank lagern. 
  5. Plastiktüten sparen und lieber auf durchsichtige Boxen und Vorratsbehälter zurückgreifen, wie die 365+ Reihe von IKEA. Behälter und Deckel gibt es in verschiedenen Größen und aus Kunststoff sowie Glas. Das Glas besteht teilweise aus recyceltem Material aus erneuerbaren Quellen und die Kunststoffboxen sind BPA-frei. Beide Boxen sind bewusst durchsichtig, da man so weniger Essen wegwirft. Sie sind geeignet für: Mikrowelle, Ofen, Kühl- und Gefrierschrank. Die Deckel gibt es auch aus BambusDiese können zusätzlich als Untersetzer benutzt werden, da sie eine Temperatur von bis zu 100°C aushalten. 
  6. Aufgepasst bei der Lagerung von Obst: Zitrusfrüchte und andere Exoten mögen die Kälte gar nicht! Lieber außerhalb des Kühlschranks aufbewahren. Äpfel, Aprikosen oder Pflaumen sondern viel Ethylen ab: Das Phytohormon beschleunigt den Reifeprozess bei anderen Obstsorten, die so schneller faulen, also gesondert aufbewahren (auch Tomaten und Avocados sind Einzelgänger und mögen keine Gesellschaft).
  7. Dem Wurzelgemüse, wie Karotten oder Radieschen, alle Blätter abnehmen, damit sie keine Nährstoffe oder Wasser entziehen können. Und dann ab in den Kühlschrank! Tipp: Das Grün könnt ihr übrigens noch super für Pestos, grüne Smoothies etc. nutzen. 
  8. Trockene Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Quinoa etc. sollten in luftdichte wiederverschließbare Behälter gefüllt und nicht direkt ins Sonnenlicht gestellt werden. 
  9. Brot hält sich am besten eingewickelt in ein Tuch aus Leinen oder Baumwolle in einem sauberen Brotkasten mit Luftlöchern.
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Der Kühlschrank und seine Klimazonen

Eine weitere sinnvolle Möglichkeit, der Lebensmittelverschwendung vorzubeugen, ist die richtige Lagerung im Kühlschrank. 

Fangen wir oben an: Hier sind eure selbst gekochten Gerichte, frischer Kuchen und andere fertige Speisen sowie Wurstwaren und frische Kräuter am besten aufgehoben. Darunter, im mittleren Fach bzw. den mittleren Fächern, ist der ideale Platz für allerlei Milchprodukte und Käse. Rohes Fleisch und frischer Fisch fühlt sich auf der kalten Glasplatte im unteren Bereich des Kühlschranks am wohlsten – hier ist es am kältesten. Das Gemüse gehört – ganz logisch – ins Gemüsefach, gut von der herabfallenden Kälte durch die Glasplatte geschützt. Doch auch hier gibt es Ausnahmen: Aubergine, Gurke, Paprika, Tomate und Zucchini werden zum Beispiel lieber bei Raumtemperatur gelagert. Eier, Butter, Marmelade, Soßen, Dosen und Getränke sind gut in der Kühlschranktür untergebracht. 

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Helden im Kampf gegen die Verschwendung

Besonders die – wortwörtlich – coolen Helden des Monats von IKEA, ISANDE und der größere FROSTKALL, können bei richtiger Nutzung und durch ihre diversen Funktionen super dabei unterstützen die Haltbarkeit der Lebensmittel zu verlängern.  

Die Kühl- und Gefrierkombinationen haben z. B. eine nützliche „No Frost“-Funktion, wodurch ihr euch das Abtauen des Geräts und das Zwischenlagern der (eingefrorenen) Lebensmittel sparen könnt. Der eingebaute Ventilator sorgt unter anderem dafür, dass die eingestellte Temperatur nach dem Schließen der Tür schneller wieder erreicht wird und die Lebensmittel so länger frisch bleiben. Ein Kohlefilter am Ventilator verhindert das Ausbreiten von Bakterien. 

Zusätzlich gibt es eine Schnellkühl- und Schockgefrier-Funktion, die vor allem nach einem Großeinkauf sehr nützlich ist und sich nach einer gewissen Zeit selbst abschaltet. Dadurch geht keine Energie verloren, wenn man das Abschalten mal vergisst. Beide Kühl- und Gefrierkombinationen entsprechend der Effizienzklasse A++ bzw. A+++ und sind im Inneren mit LEDs ausgestattet, sodass sie auch bei der Beleuchtung Energie einsparen. 

Wie die Ordnung und Lagerung von Lebensmitteln in der Kühl- und Gefrierkombination FROSTKALL von IKEA aussehen könnte, seht ihr hier: 

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Alles klar? Bei diesem Spiel könnt ihr einen Kühlschrank auf die verschiedensten Weisen einräumen und erfahren, ob ihr ihn besonders nachhaltig benutzt. 

Falls ihr selbst zum Nachhaltigkeitshelden werden wollt, könnt ihr euch zum Beispiel bei Foodsharing anmelden und Lebensmittel vor der Tonne retten. Auf dem Blog todayis von Annie ist ein lesenswerter Artikel zu dem Thema online.  

Wenn euch das Thema interessiert, findet ihr unter folgenden Links weitere Artikel auf dem IKEA Blog: 

Lebensmittel­verschwendung: Genießen statt Wegschmeißen macht „Restlos glücklich“

Von A wie Avocadokern bis Z wie Zitrone

Zu gut für die Tonne