IKEA Nachhaltigkeitshelden: Ein Märchen wird wahr…

Hättet ihr es gewusst: Heute ist „Erzähle-ein-Märchen-Tag“! Also nehmt euch heute doch mal die Zeit, euren Liebsten oder euch selbst ein Märchen vorzulesen oder zu erzählen. Klar, die Grimms Märchen kennt jeder. Deshalb haben wir hier eine Geschichte für euch, die ihr bestimmt noch nicht kennt.

Ihr fragt euch jetzt vielleicht, wie der Nachhaltigkeitsheld dieses Monats zu diesem Tag passt. Dazu später mehr. Jetzt gibt es erst einmal ein paar Fakten zu den nachhaltigen handgefertigten Teppichen bei IKEA! Und das ist definitiv kein Märchen, sondern die ungeschönte Wahrheit! ;-)

IKEA hat es sich zum Ziel gesetzt, die Teppichindustrie gemeinsam mit den Zulieferern in Indien und Bangladesch nachhaltig zu verändern und die Lebensumstände und Perspektiven der Weber und Weberinnen zu verbessern. Durch die Initiative, bei der ungefähr 5.500 Weber und Weberinnen und 4.500 weitere Arbeiter involviert sind, konnten regulierte Webereien etabliert werden. In diesen Webereien kann IKEA regelmäßige Arbeit in einer sicheren Umgebung und ein geregeltes und vor allem faires Einkommen garantieren. Die Standorte dieser Webereien sind so gewählt, dass sie nicht weit von den Wohnorten der Angestellten entfernt liegen und sie nicht für eine Arbeitsstelle von Zuhause wegziehen und getrennt von ihren Familien leben müssen.

Darüber hinaus hat IKEA zwei Webschulen eingerichtet, in denen bislang über 640 Menschen ausgebildet wurden. Außerdem wurde ein eigener Webstuhl entwickelt, für den weniger Körperkraft eingesetzt werden muss. Insgesamt hat es IKEA geschafft, dass der Job als Teppichweber wieder als attraktiver Job angesehen wird.

Unsere Helden TÅNUM und STOCKHOLM werden genau dort in den Webereien handgefertigt und sind entscheidende Bestandteile dieser Initiative. Für das Modell TÅNUM werden Stoffreste verwendet, die bei der Herstellung von Bettwäsche oder bei der Meterwaren-Produktion anfallen. Jeder Teppich wird dadurch zu einem bunten Unikat! Weitere Infos zu diesem Helden findet ihr auch hier.

Und die Moral von der Geschicht‘: Nachhaltig hergestellt profitiert jeder davon: die Weberinnen und Weber, die Zulieferer, IKEA und die Kunden. Lest selbst:

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… „Die Geschichte vom nachhaltigen Reichtum“

Es war einmal vor langer Zeit in einem fernen Königreich. Eine junge Frau namens Yasara lebte zusammen mit ihrer Familie in einem bescheidenen Haus am Rande dieses Königreichs. Yasara liebte das Nähen und war oft in der Natur, um zu lesen. Jedoch kicherten alle über sie, weil sie anders war. Sie trug ihre selbstgenähte Kleidung und hatte immer ein Buch dabei.
Yasara hatte wie viele andere im Königreich ihre Arbeit verloren und half nun ihrer Mutter mit dem Haushalt, kochte für ihre Geschwister und kümmerte sich um den Anbau. In jeder freien Minute nähte und webte sie die verschiedensten Dinge aus alten Stoffresten oder verschlang ein Buch nach dem anderen. Oft ging sie am frühen Morgen zum Tuchmacher und fragte nach alten Stoffresten. Auch der Tuchmacher war einer von jenen, die Yasara belächelten, überließ ihr aber seine Reste. Er war nur froh, dass er seine Reste nicht selbst entsorgen und keine Steuern dafür zahlen musste.

Das Volk im Königreich hatte einen traurigen Winter hinter sich. Der alte König verstarb plötzlich und sein junger Sohn übernahm das Amt des Herrschers. Der König war sehr traditionell und obwohl einige aus dem Volk ihre Arbeit verloren hatten und sich das Königreich in einer schwierigen Situation befand, war er sehr beliebt. Eines Abends saß der junge König grübelnd vor dem Fenster und schaute von seinem prachtvollen Palast aus auf sein Königreich. Er überlegte wie er sein Volk unterstützen und es aus der schwierigen Situation befreien könnte. Da er selbst keinen überzeugenden Einfall hatte, ließ er am nächsten Tag kurzerhand einen Wettbewerb ausrufen. Seine Diener sollten im ganzen Königreich die Nachricht verbreiten, dass demjenigen mit der besten Idee, die das Königreich aus seiner schwierigen Lage befreien konnte, ewiger Reichtum und Dankbarkeit geschenkt werden sollte. Aus allen Ideen würden seine obersten Diener die drei besten aussuchen, die dem König persönlich vorgestellt werden sollten.

Die Nachricht verbreitete sich rasch und von überall reisten Menschen mit Visionen an. Auch Yasara hatte eine Idee. In ihrem Dorf am Rande des Königreichs glaubte keiner an die junge sonderbare Frau. Auch ihre Familie zweifelte an Yasara. Doch sie machte sich eines Morgens auf zum Palast – voller Mut und Tatkraft. Auf dem Weg kamen ihr viele Menschen mit enttäuschten Gesichtern entgegen. Yasara war dennoch überzeugt von ihrer Idee und ging ihren Weg weiter.

Und sie schaffte es: Yasara überzeugte die obersten Dienern. Sie hatte eine der besten drei Ideen und war dem ewigen Reichtum plötzlich ganz nah. 

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Am folgenden Tag war es soweit und die drei Untertanen mit den besten Ideen durften nacheinander vor den König treten. Als erstes trat ein Mann vor den König, der im Königreich als Hexer bekannt war. Er behauptete eine Saat hergestellt zu haben, die schneller ein robusteres Getreide wachsen ließ. Der König war beeindruckt, aber skeptisch. Dennoch dachte er an all das Getreide, welches verkauft werden könnte. Niemand müsste mehr Hunger leiden und mehr Menschen wären mit der Ernte beschäftigt.   

Als zweites trat ein weiterer Mann vor den König. Er hatte ein spezielles Werkzeug entwickelt, welches den Goldgräbern und Goldwäschern die Arbeit beim Schürfen in den nahegelegenen Flüssen erleichtern sollte. Auch diese Idee sagte dem König zu. Er wollte sehen, inwiefern das Werkzeug tatsächlich für mehr Gold und damit für mehr Reichtum im Königreich sorgen könnte. Nun war Yasaras Moment gekommen. Sie erzählte von ihrem Teppich aus alten Stoffresten, der mithilfe einer speziellen Webtechnik von ihr erstellt wurde. Der König staunte über ihr Wissen, aber er belächelte ihre Kleidung und spottete über ihre Idee. Wie könnte ein Teppich ein ganzes Königreich bereichern? Ein Teppich aus Stoffresten! Als er jedoch die verschiedenen Teppiche sah, war er beeindruckt von der Struktur und der Einzigartigkeit. Jeder Teppich war ein Unikat. Er befahl daraufhin seinem obersten Diener einen erfahrenen Kaufmann um Rat zu fragen und ihm die Teppiche mitzugeben, damit er sie in einem anderen Königreich zum Verkauf anbieten konnte.

Am Ende des Tages bat der König sein Volk um etwas Geduld – er wollte die richtige Entscheidung treffen. Und das war gut so: In dieser Zeit stellte sich heraus, dass die Saat der Hitze des besonders trockenen Sommers nicht Stand hielt und sehr viel Wasser benötig wurde, damit das Getreide in der gewünschten Geschwindigkeit wachsen konnte. Der König war erbost über die Wasserverschwendung und schickte den Hexer zurück in sein Dorf. Auch die zweite Idee führte nicht zum gewünschten Ergebnis und war nicht nachhaltig genug, denn nach kurzer Zeit war kein Gold mehr zu finden. Inzwischen war auch der Kaufmann von seiner Reise zurückgekehrt – mit leeren Händen. Er hatte die Teppiche versteigert, da die Nachfrage und das Interesse an den bunten Unikaten sehr groß war. Der Kaufmann versprach den Menschen in dem anderen Königreich mit weiteren Teppichen zurückzukehren. Yasara konnte ihr Glück kaum fassen. Auch der König war beeindruckt und versprach Yasara als Gewinnerin des Wettbewerbs ewigen Reichtum.

Gemeinsam mit dem König beriet Yasara über die Zukunft dieser außergewöhnlichen Teppiche und sie entschieden eine Fabrik zu eröffnen und Stoffreste aus allen umliegenden Königreichen zu sammeln, um so viele Teppiche wie möglich zu fertigen. Yasara nutze ihren neugewonnen Reichtum, um ihre Idee eines speziellen Webstuhls umzusetzen, der die Webarbeiten erleichtern sollte und um den Arbeitern in der Fabrik gerechte Löhne zu zahlen.

Die sonderbare Frau vom Rande des Königreichs belächelte nun niemand mehr und alle waren dankbar für neue Arbeit und ein Königreich gesegnet mit Reichtum und Ansehen.