Im Alltag angekommen

Mo Drame mit seinen Kollegen.

Am 20. Juni ist Weltflüchtlingstag. Integration bei IKEA Deutschland

Usman Safdar (24), Mohamed (Mo) Drame (23) und Bardha Bahtiri (27) sind drei junge Menschen, die einiges gemeinsam haben: Sie sind einst aus ihrer Heimat geflohen und arbeiten heute für IKEA in Hannover. Usman kommt aus Pakistan, Mo von der Elfenbeinküste. Beide sind seit drei Jahren in Deutschland. Bardha ist als kleines Kind mit ihren Eltern aus dem Kosovo geflohen. Alle drei sind längst angekommen in Deutschland, und angekommen bei IKEA. Usman und Mo machen eine Ausbildung, Bardha arbeitet seit sieben Jahren bei IKEA Food. Was sie bei IKEA schätzen? „Alle Kollegen sind sehr nett, freundlich und hilfsbereit“, schwärmt Usman. „Wir arbeiten richtig als Team.“  Bardha träumt davon, dass es eines Tages IKEA im Kosovo gibt. Und alle drei möchten bleiben. 

Mirja Viinanen Mirja Viinanen

Integration ist im Alltag angekommen

„Wir beschäftigen schon lange Kollegen bei IKEA, die als Flüchtlinge nach Deutschland kamen“, sagt Mirja Viinanen, stellvertretende Geschäftsführerin IKEA Deutschland. „Wir sehen es als unsere Pflicht an, ihnen Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu eröffnen und sie bringen ihrerseits ihr Wissen, Engagement und ihre Erfahrung bei uns im Unternehmen ein.“ 

IKEA möchte dabei langfristige Perspektiven schaffen, mit Hilfe von Einstiegspraktika, Ausbildungen und Festanstellungen. „Auf diese Art und Weise konnten wir allein im vergangenen Jahr 50 geflüchteten Menschen einen Einstieg ins Berufsleben ermöglichen“, so Mirja Viinanen. „Dabei ermutigen wir unsere Einrichtungshäuser, je nach Bedarf und im Einklang mit den lokalen Behörden dazu, Flüchtlinge in den Arbeitsalltag des Stores und die neue Lebensumgebung zu integrieren.“ 

Usman Und Mohamed Kopie Usman Safdar und Mo Drame

Viele Einrichtungshäuser sind aktiv

„Wir haben uns vor eineinhalb Jahren entschieden, geflüchteten Menschen Arbeitsplätze und Praktika anzubieten“, sagt Rike Dittgen, HR-Managerin am Standort in Hannover-Großburgwedel. Mögliche Bedenken waren schnell ausgeräumt, und die Devise lautete: „Wir machen es jetzt einfach“. Learning by doing – für wen eignet sich ein Praktikum, ein einjähriges Einstiegsqualifizierungsjahr (EQJ) oder eine Ausbildung? Unterstützung ist auch gefragt bei Behördengängen, bei der Wohnungssuche oder bei Sprachkursen. 

IKEA hat sehr gute Erfahrungen gemacht mit der Integration von geflüchteten Menschen ins Arbeitsleben, ob in Hannover oder anderswo in Deutschland. „Wir würden uns freuen, wenn noch mehr Unternehmen diese Chance erkennen und ergreifen“, sagt Rike Dittgen. „Sich um die Menschen zu kümmern, Vielfalt und Integration zu fördern, sind tief in unseren Werten verankert. Wir sind überzeugt, dass jeder Einzelne das Recht auf eine faire Behandlung und auf Chancengleichheit hat.“